Kunst und Kirchweihschmankerl

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Eröffnung TaufKirtamarkt: Bürgermeister Stefan Haberl (M.) begrüßte die Gäste der zweitägigen Veranstaltung rund um das Wasserschloss und Familie Ernst unterhielt mit Volksmusik. Den Nachwuchs scheint das offensichtlich weniger zu interessieren. © Birgit Lang

Taufkirchen- Ein buntes Treiben herrschte beim zehnten TaufKirtamarkt in und um das Wasserschloss an zwei tagen am Wochenende.

Alle Jahre gibt es neue Handwerkskunst am TaufKirtamarkt im und ums Wasserschloss herum zu bewundern und zu kaufen. Auch bei der mittlerweile zehnten Auflage waren wieder ganz besondere Kunsthandwerker dabei.

Viele altbekannte Gesichter waren vertreten. Hochgebrannte und damit geschirrspüler- und mikrowellenfeste Keramik im Pünktchen-Dekor bot Töpfermeisterin Antonie Lenz wieder an, formschöne und witzige Gartenkeramik Clothilde Bauer, beide aus Dorfen.

Kreatives Handwerk

Auch die jungen kreativen Malerinnen Julia Galler, Anna Holbl und Katharina Hattensperger aus dem Landkreis waren wieder mit individuellen Glückwunschkarten und Gemälden vertreten. So gab es neben viel Deko, Schmuck und Kleidung auch Praktisches aus verschiedensten (Natur-)Materialien.

Holz etwa wurde zu formschönen Schalen gedrechselt, zu Schneidebrettern mit Stirnholz in herrlichen Mustern gefertigt oder zu unterschiedlichste Figuren vom Dackel bis zum Hirsch gesägt und feingeschliffen.

Künstlerin Christine Asböck kam bis aus Kolbermoor angereist. Sie bot im Trauungszimmer filigrane, handgefertigte Armbänder nach Art der schwedischen Samen aus logarem Rindsleder an, die sie mit Zinnfäden bestickt. Weil ihr Nachhaltigkeit wichtig ist, verwendet sie dafür Lederreste in verschiedenen Farben aus kleinen Betrieben von Skandinavien. „Auf Wunsch flechte ich noch Perlseide, Perlen aus 925er Silber oder Lederbänder in die Zöpfe ein“, sagt sie. Über viele Jahre hinweg hat sie sich diese Kunstfertigkeit angeeignet und ihre eigene Art der Zinnfadenstickerei gefunden.

Individuelle Glückwunschkarten hatte Julia Galler (r.) an ihrem Stand im Wasserschloss im Angebot.
Individuelle Glückwunschkarten hatte Julia Galler (r.) an ihrem Stand im Wasserschloss im Angebot. © Lang

Im Turmzimmer des Westflügels gab es kunterbunte, fröhliche Gemälde in unterschiedlichsten Formaten, bereits ab fünf Euro, gemalt von Rosalie Forster aus Vilsbiburg. „Ernst ist das Leben, heiter die Kunst“, meinte sie und erklärte: „Meine Lieblingsfarbe ist bunt.“ Seit 40 Jahren erfreut sie mit ihren naiven Bildern, etwa ihren „Löwen, die ein Krafttier-Symbol sind und einen stark durch den Tag bringen“. 

Bastelmöglichkeiten und Luftballonkünstler amüsierten die Kinder, Kutschenfahrten die Familien. Kirchweihschmankerl wie Gänse- und Entenbraten warteten im Schlossrestaurant Palazzo auf Hungrige, Kirchweihnudeln und mehr vom Vilstaler Bauernmarkt auf der Schlossterrasse sowie Feinkost von Gabi Geitner im zweiten Stock des Ostflügels auf Abnehmer. 

Als Bürgermeister Stefan Haberl am Samstagnachmittag den zweitägigen Markt eröffnete, strahlte die Sonne. Er wünschte vergnügliche Stunden, den Ausstellern ein gutes Geschäft und dankte Cheforganisatorin Angele Kräutler, denn es sei „aufwendig, alles einzutakten“.

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