Stefan Deingruber zieht Bilanz und wirbt um Kandidaten für die Wahl

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Hatte viele Zuhörer: Bürgermeister Stefan Deingruber (l.) bei der Bürgerversammlung in Fischbachau. © Stefan Schweihofer

Der Bürgermeister von Fischbachau blickte auf seine Amtszeit zurück. Zudem machte er deutlich, dass Wunschprojekte nur mit Bürgerhilfe möglich sind.

Fischbachau – Echte Wahlkampfstimmung wird in Fischbachau in den kommenden Monaten wohl eher nicht aufkommen. Wie berichtet, muss Bürgermeister Stefan Deingruber (CSU) aktuell nicht mit einem Gegenkandidaten rechnen. Dennoch nutzte der Rathauschef die jüngste Bürgerversammlung, um den Fischbachauern zu zeigen, was seit seinem Amtsantritt 2022 alles passiert ist – und wie es ab 2026 weitergeht.

Wie Deingruber in seinem ausführlichen Rückblick mit Daten, Fakten und vielen Bildern zeigte, hat die Gemeinde Fischbachau unter seiner Führung einiges an Projekten abgearbeitet. Mit steigender Tendenz, denn: Die Zahl der abgeschlossenen Vorhaben wurde mit jedem Jahr deutlich größer. Warum es bei manchen Großprojekten wie dem nun auf Hochtouren laufenden Feuerwehrhausneubau, dem nun begonnen Anbau an den Kindergarten St. Martin oder der nach wie vor im Planungsstadium befindlichen Erweiterung und Generalsanierung der Grundschule Elbach aus Bürgersicht manchmal etwas langsam vorwärtsgehen mag, obwohl sich hinter den Kulissen gleichzeitig viel tut, zeigte Deingruber mit einem detaillierten Zeitabriss.

Wichtig war dem Rathauschef zu betonen, dass angesichts klammer Kassen auch in Zukunft einige Wunschprojekte nur noch mit Unterstützung der Bürger möglich sind. Da sei das Engagement in Fischbachau aber seit jeher hervorragend, wie das Crowdfunding für den Neubau des Pumptrack, die Spendenaktion für die Leonhardikapelle oder die fleißigen Helfer des Barbaravereins beim Deisenrieder Wetterstollen eindrucksvoll unter Beweis gestellt hätten. Dass die Leitzachtaler auch bei Notlagen zusammenstehen, daran erinnerte Deingruber anhand von drei Großbränden 2025. Mit bewegter Stimme dankte er dabei auch den Feuerwehren, die aus allen Himmelsrichtungen herbeigeeilt waren. „Eine wahre Meisterleistung“, schwärmte Deingruber und erntete kräftigen Applaus.

Ausblick auf Projekte ab 2026

Dass es in Fischbachau auch ab 2026 nicht fad wird, ging aus dem Ausblick des Bürgermeisters auf die noch anstehenden Projekte hervor. Alleine im kommenden Jahr stehen mit der Einweihung des Feuerwehrhauses (Mai) und des Kindergarten-Anbaus (Oktober) sowie immerhin des Beginns der Vergabeleistungen bei der Grundschulerweiterung (Herbst) einige Meilensteine bevor. Auch der lang ersehnte Geh- und Radweg entlang der Staatsstraße Sandbichl-Wolfsee werde kommen, das Straßenbauamt plane aktuell mit einer Umsetzung im Frühjahr – allerdings erneut unter einer zweimonatigen Vollsperrung. Noch von erfolgreichen Grundstücksverhandlungen abhängig sei der Bau eines Geh- und Radwegs von Hundham bis Funk sowie der Ausbau des Wanderparkplatzes in Wörnsmühl, beides käme aber gut voran.

Längerfristig beschäftigen werde die Gemeinde die Fortführung der Ortsentwicklung (Dorfgemeinschaftslager sowie Wanderwegstartpunkt im Kurpark, Sanierung der Stützmauer an der Birkensteinstraße,...) sowie die Vermarktung der Wolfseehalle, für die aktuell kein Käufer in Sicht ist, wie Deingruber einräumen musste. Gut sieht es hingegen mit dem in unmittelbarer Nähe geplanten Seniorenwohnprojekt der WKR Sozialimmobilien aus, wie der Rathauschef bereits in der vergangenen Gemeinderatssitzung vorausgeschickt hatte.

Appell für Gemeinderatswahl

Nicht vergessen wollte Deingruber bei der Bürgerversammlung ein großes Dankeschön an sein Team im Rathaus und an das „tolle Miteinander“ im Gemeinderat. „Danke, dass ihr mich vor vier Jahren so gut aufgenommen habt“, sagte der Bürgermeister. In diesem Gremium säßen 20 „gestandene Männer und Frauen mit eigener Meinung und guten Ideen“. Damit dies auch in Zukunft so bleibt, begrüßte Deingruber, dass sich viele Kandidaten für die Listen bei der Kommunalwahl 2026 finden. Ein bisschen Wahlkampf soll es auch in Fischbachau geben..