Das Fünf-Sieben-Festival am Karlsfelder See ist ein Fest von Jugendlichen für Jugendliche. Die Jugendlichen sind nicht nur für die Planung verantwortlich, sondern auch für die Auswahl der Künstler und die Gestaltung des Festivals.
Was locker-heiter werden soll, ist erst mal harte Planung. Am Samstag, 31. Mai, startet das zweite Fünf-Sieben-Festival am Karlsfelder See. Wie die Organisatoren beim jüngsten Planungstreffen berichteten, sind die Vorbereitungen in den letzten Zügen.
Helfer gesucht
Das Festival-Team sucht noch Helferinnen und Helfer für den Aufbau ab kommenden Mittwoch, 28. Mai, und beim Abbau am Sonntag, 1. Juni. Ebenso freut sich der KJR über Unterstützung als Ordner, an der Abendkasse, beim Crew-Check oder im Küchenteam. Für Helfer gibt es freien Eintritt sowie gratis Getränke und Essen. Anfragen nimmt Daniel Wagner per E-Mail unter daniel.wagner@kjr-dachau.de an.
Rund 30 Jugendliche vom Orga-Team kamen ins Jugendhaus Karlsfeld. Dort informierte sie Anna Bauregger über den aktuellen Stand der Planungen. Sie ist Referentin beim Kreisjugendring (KJR) und organisierte schon im vergangenen Jahr das Festival. Daniel Wagner, Demokratie-Trainer in der politischen Bildung beim KJR ist, unterstützt sie. Das Besondere bei dem Fünf-Sieben-Festival: Jeder kann mitmachen. „Es ist ein Fest von Jugendlichen für Jugendliche“, erklärte Bauregger.
So sind es die Jugendlichen, die auch heuer die sogenannten Headliner, also die Künstler, die als Hauptattraktion für das Festival gelten, ausgesucht haben: JAS, Dani Lia und Ritter Lean kommen diesmal. Sie treten auf der Hauptbühne auf. Um ihre Show zu sehen, müssen die Festival-Besucher Eintritt zahlen.
Freier Eintritt für die Jugendbühne
Freien Eintritt gibt es, wie auch im vergangenen Jahr, auf dem restlichen Gelände und dem Bereich der Jugendbühne. Auch dort haben die Jugendlichen entschieden, wer auftritt. Das Festivalteam will jungen Bands eine Chance gegeben, sich vor einem größeren Publikum zu präsentieren – die Idee kam ebenfalls von den Jugendlichen selbst. Von den 47 Bands, die sich beworben haben, haben es sechs geschafft.
Die Jugendlichen gestalteten zudem das Logo und machen Werbung in den sozialen Medien. Auch ein Awareness-Team stellen die Jugendlichen auf die Beine. Dieses sorgt vor Ort dafür, dass sich alle Besucher wohlfühlen und ist eine erste Anlaufstelle für Gäste, die unangenehme Erfahrungen während des Festivals erleben.
Festival von Jugendlichen für Jugendliche:
Im Jugendhaus selbst gibt es eine Küchen-Gruppe, die die Mitmachenden mit Nudeln und vegetarischer Bolognese versorgt. Für die Gäste gibt es vier professionelle Essensangebote. Foodtrucks bieten alles an: von vegan-asiatisch über Burger und Hotdogs, Nudeln mit Toppings bis zu Crêpes, süß oder herzhaft.
Neben der Musik gibt es für Vereine und Initiativen aus Karlsfeld und Umgebung wieder die Möglichkeit, sich mit einem Stand und kreativen Aktionen zu präsentieren. Darunter das Glitzer-Schminken ebenso wie politische Workshops. „Man kann auch einfach nur herumalbern“, sagte Bauregger, „oder sich bewegen und sportlich aktiv sein“.
200 Ehrenamtliche beim Fünf-Sieben-Festival in Karlsfeld
Das Helferteam besteht heuer aus insgesamt 200 Ehrenamtlichen. Im vergangenen Jahr waren es 130. „Das ist eine große Freude – so viele junge Leute“, sagte Bauregger.
In Sachen Wetter zeigt sich Ludwig Gasteiger optimistisch: „Die Wetterprognose ist gut.“ Absagen oder unterbrechen werde man nur, wenn Gefahr „für Leib und Leben“ etwa durch Hagel oder Gewitter droht. Etwas Nass schade ihm zufolge nicht. „Die verregneten Festivals sind sowieso die besten.“