Die Freien Wähler Dachau gehen mit einem erfahrenen und lokal verankerten Kandidaten in die Oberbürgermeisterwahl 2026: In der Mitgliederversammlung wurde Markus Erhorn einstimmig als OB-Kandidat nominiert.
Dachau – Markus Erhorn war bereits bei der vergangenen Wahl im Jahr 2020 angetreten und hatte dort 1,93 Prozent der Stimmen erhalten. Er ist nach Christian Hartmann (CSU) der zweite Kandidat, der sich um das Amt des Oberbürgermeisters im kommenden Jahr bewirbt. Am heutigen Freitag könnte auch Amtsinhaber Florian Hartmann seine erneute Kandidatur erklären. Sein SPD-Ortsverein trifft sich um 18 Uhr zur Mitgliederversammlung. Wie die Genossen mitteilten, soll der OB im Adolf-Hölzel-Haus eine „persönliche Erklärung im Hinblick auf die Kommunalwahl“ abgeben.
Kandidat mit „gewachsener Erfahrung“
FW-Dachau-Kandidat Erhorn ist 36 Jahre alt, Verwaltungsamtmann und Ausbildungsleiter, verheiratet und hat eine Tochter. Geboren und aufgewachsen in Dachau, engagiert er sich seit vielen Jahren für seine Heimatstadt – sowohl beruflich als auch politisch. Von 2004 bis 2010 war er Mitglied des Jugendrats, seit 2020 ist Erhorn Stadtrat. Nun stelle er sich „mit gewachsener Erfahrung erneut zur Wahl“, so die FW Dachau in einer Presseerklärung.
„Ich bin Verwaltungsexperte und Dachauer mit Herz und Haltung“, erklärt Erhorn. „Ich kenne die Abläufe in der Verwaltung und die Herausforderungen vor Ort. Diese Perspektiven möchte ich zusammenbringen, um pragmatische, zukunftsfähige Lösungen für unsere Stadt zu entwickeln. Dachau braucht eine Stadtführung, die wieder näher bei den Menschen ist.“ In seiner Bewerbungsrede stellte Markus Erhorn ein persönliches Fünf-Punkte-Programm vor, das zentrale Schwerpunkte seiner Kandidatur abbildet (siehe Kasten).
Erhorns wichtigstes Thema: Willkommenskultur für Einzelhandel und Gewerbe
Ein besonders drängendes Thema ist für Markus Erhorn die Situation in der Dachauer Innenstadt und die Unterstützung des lokalen Einzelhandels und Unternehmen. Mit deutlichen Worten kritisiert er den bisherigen Kurs: „Die systematische Parkplatzvernichtung der vergangenen Jahre schwächt den stationären Handel massiv. Wer einkaufen will, muss auch parken können – bequem, erreichbar und kundenfreundlich. Nur dann hat unsere Innenstadt eine echte Chance gegen den Onlinehandel.“ Er fordert daher eine „echte Willkommenskultur für Einzelhandel und Gewerbe“, die sowohl die Unternehmerinnen und Unternehmer als auch ihre Kundschaft ernst nimmt.
In nächsten Wochen wird Wahlprogramm erarbeitet
Mit der Nominierung von Markus Erhorn bekräftigen die Freien Wähler Dachau nach ihren Angaben „ihren Anspruch, eine gestaltende Kraft in Dachau zu sein – jenseits von Parteidenken, mit Blick auf Lösungen statt Ideologie“. In den kommenden Wochen wird die Gruppierung gemeinsam mit ihrem Kandidaten ein umfassendes Wahlprogramm ausarbeiten, das sich intensiv mit den aktuellen Herausforderungen der Stadt beschäftigt. Dabei sollen Bürgernähe, Transparenz und Sachorientierung im Mittelpunkt stehen. „Wir wollen nicht länger nur Anträge stellen, sondern Verantwortung übernehmen – auch auf höchster Ebene“, heißt es aus den Reihen der Freien Wähler Dachau.
Erhorns Fünf-Punkte-Programm
Der OB-Kandidat Markus Erhorn hat seine wichtigsten Punkte wie folgt formuliert:
1. Vernünftige Verkehrspolitik: für einen fairen Ausgleich zwischen Auto, Fahrrad, ÖPNV und Fußgängern.
2. Vernünftige Personalpolitik: eine funktionierende Verwaltung beginnt bei motivierten und gut organisierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.
3. Förderung des Dachauer Einzelhandels: durch gezielte Wirtschaftsförderung, Erreichbarkeit und Zusammenarbeit mit den Händlerinnen und Händlern vor Ort.
4. Nachhaltige Liegenschaftspolitik: städtisches Eigentum sinnvoll nutzen, bezahlbaren Wohnraum fördern, mit Weitblick statt Aktionismus.
5. Verlässliche und transparente Vereinspolitik: klare Ansprechbarkeit und verlässliche Rahmenbedingungen für das Ehrenamt, das das Rückgrat der Stadtgesellschaft bildet.