Die Gemeinde Kochel beschließt neue Regeln für den Parkplatz an der Therme Trimini. Das Gelände ist jetzt in verschiedene Parkzonen untergliedert.
Kochel am See – Neue Parkregeln herrschen nun offiziell ab 1. November am Parkplatz der Kristall-Therme Trimini in Kochel am See. Der Kochler Gemeinderat fasste dazu die rechtlich erforderlichen Beschlüsse in seiner jüngsten Gemeinderatssitzung, die im Hotel Waldschänke in Ried abgehalten wurde.
Neue Parkregeln am Trimini in Kochel: Thermen-Verwaltung begrüßt Regeln
„Seit vergangenem Sommer wurde der Parkdruck in der Triministraße enorm. Auf dem Parkplatz haben immer mehr Wohnmobil-Besitzer rechtswidrig geparkt und übernachtet, die nichts bezahlt haben und auch noch Hinterlassenschaften vor Ort gelassen haben“, fasste Rathaus-Geschäftsleiterin Nicole Lutterer die Hauptgründe zusammen. Überdies habe der Rettungsdienst Probleme gehabt durchzukommen, erinnert sie. „Daher haben wir den alten Festplatz, auf dem einst der Flohmarkt stattgefunden hat, im Sommer bereits aufgemacht.“ Mit Erfolg: „Der Parkdruck wurde seither auch schon besser“, sagt Lutterer.
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Wie Bürgermeister Jens Müller bereits im August gegenüber unserer Zeitung sagte, sei die Regelung sowohl mit den betroffenen Sportvereinen als auch der Thermen-Verwaltung abgestimmt worden. Vonseiten des Trimini begrüße man die neue Ordnung, auch die Vereine seien zufrieden.
Mehrere verschiedene Parkzonen: Übernachtungen sind verboten
Zur Erinnerung: Das Gelände ist jetzt wie berichtet in verschiedene Parkzonen untergliedert. Die Aufteilung sieht seit Sommer wie folgt aus: Der rote Bereich (unterhalb des Aufgangs zur Kristalltherme) obliegt nach wie vor der Verwaltung des Trimini. Hier dürfen Trimini-Gäste und Kochler mit Jahresparkausweis gratis parken. Übernachtungen sind verboten. Das ist hingegen im grünen Bereich gestattet und kostet. Dieser Bereich ist laut Gemeinde ein ganz normaler betriebswirtschaftlich ausgerichteter Parkplatz mit Gewinnerzielung.
Eine Stunde Parken kostet hier für Pkw ebenso wie für Wohnmobile 2 Euro, ein ganzer Tag (von sechs bis 22 Uhr) kostet 7 Euro, und Übernachtungen schlagen pro Fahrzeug mit 15 Euro zu Buche. Letzteres ist für maximal 48 Stunden gestattet. Die nördlichen Bereiche sind den Sportvereinen vorbehalten: Der orange-farbene Teil ist für besondere Sportanlässe und Turniere reserviert und steht ansonsten leer.
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Parkautomat steht bereits: Gemeinderäte beschließen neue Parkordnung einstimmig
Der gelbe Bereich ist für Fußballer, Tennis- und Volleyball-Spieler sowie Bogenschützen reserviert. Außerdem gibt es noch einen kleinen Bereich zu Beginn der Trimini-Straße (blau), der in das Parkraumkonzept der Gemeinde eingegliedert wird und damit auch gebührenpflichtig ist. Dieser Bereich ist allerdings noch nicht geöffnet. „Hier stehen noch einige Arbeiten aus“, so Müller.
In der Gemeinderatssitzung am Dienstag ging es nun darum, die bereits eingeführte und in Teilen umgesetzte Benutzungsordnung offiziell zu beschließen. Denn: „Wir haben bereits einen Parkautomaten, den wir noch übrig hatten, im grünen Bereich aufgestellt“, wie Nicole Lutterer weiter erklärte. „Um nun auch entsprechend Gebühren zu erheben, braucht es eine Rechtsgrundlage, in der die Ordnung drin steht“, erklärte sie weiter. Die anwesenden Gemeinderäte einigten sich ohne Gegenstimmen auf die erläuterte neue Parkordnung.
Automat wird bald in Betrieb genommen
Diese bereits umgesetzte neue Parkordnung tritt nun ganz offiziell zum 1. November in Kraft. Zeitnah werde der Bezahl-Automat dann „scharfgeschaltet“, wie Müller auf Nachfrage bestätigt. Ab dann werden die Nutzer auch von der Gemeinde beim Parken zu Kasse gebeten. Auch Handyparken per App sei möglich. Der Zweckverband Kommunale Dienste Oberland sei mit der Überwachung beauftragt, so der Bürgermeister. (feb)