40 Jahre GWM: Belebung von Miesbachs Innenstadt bleibt das Ziel

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GWM-Vorsitzender Peter Bayerschmidt sieht in Miesbach einige Stärken. © THOMAS PLETTENBERG

40 Jahre GWM: Das sind nicht nur vier Jahrzehnte Engagement für Miesbachs Einzelhandel, sondern auch für die Kreisstadt selbst. Das soll auch in zukunft so bleiben.

Mit einem Open-Air-Kino feiert der Gewerbeverband Gemeinschaftswerbung Miesbach (GWM) am Freitag, 12. Juli, auf dem Habererplatz sein 40-jähriges Bestehen. Es ist eine Gelegenheit für die Mitglieder und deren Mitarbeiter, gemeinsam zu feiern, aber auch um sich gegenseitig besser kennenzulernen.

Der „Zusammenschluss von Gleichgesinnten“, wie der neue Vorsitzende Peter Bayerschmidt, Inhaber der gleichnamigen Parfümerie-Kette, feststellt. Er muss es wissen. 1984 wurde die GWM gegründet, 1989 trat sein Familienunternehmen bei. Das Ziel damals wie heute: für Handel und Stadt Attraktivität schaffen. „Ich verstehe uns als Sprachrohr“, sagt Bayerschmidt und will das nicht nur auf den Einzelhandel reduziert wissen. „Ich meine das groß gefasst. Alle sollen davon profitieren.“

„Wir müssen Erlebnisse bieten“

Der Schlüssel dazu lautet heute mehr denn je: Erlebnisse schaffen. Einkaufen, Leute treffen, ratschen – Unterhaltung eben im weiteren Sinn. „Wir müssen Erlebnisse bieten, wenn wir besser sein wollen als Amazon.“ Dazu könne die GWM im Kleinen etwas bewirken. Etwa wie mit der langen Shopping-Nacht im September. Mit solchen Aktionen wolle man Leute in die Stadt holen, die sonst nicht da sind, sagt Bayerschmidt. Beim Open-Air-Kino gelte das auch, aber hier stünden die eigenen Mitglieder und deren Mitarbeiter im Mittelpunkt. „Es geht darum, sich mal zwanglos auszutauschen. Und es ist ein Dankeschön an die Mitarbeiter.“ Die seien am wichtigsten, „und denen wollen wir auch mal etwas bieten“.

Miesbach sieht Bayerschmidt im Grunde gut aufgestellt. Auch durch Ketten wie C&A und Müller. „Wir brauchen solche Namen, um Kunden anzulocken. Die Leute wünschen Auswahl und Vielfalt. Das haben wir in Miesbach.“ Nicht zu vergessen Beratung und Service. Um mit dem Kunden in Kontakt zu bleiben, gibt es nun auch unter „gwm. miesbach“ einen Kanal auf Instagram.

Beleben statt nur bewerben

Was heute Soziale Medien sind, war 2003 der erste Kulinarische Abend. Ein sommerliches Event im August, abends einkaufen, Leute treffen, Flair genießen. „Im Prinzip waren die Themen mit Parkplätzen und Leerstand damals dieselben wie heute“, erinnert sich Franz Mayer, der 2002 das Amt des Vorsitzenden übernommen hatte und zwölf Jahre lang ausübte. Ebenso die Erkenntnis, dass man etwas bieten müsse – nicht nur bewerben, sondern eben beleben.

Nur die Konkurrenz durch den Online-Handel hatte Hotelier Mayer damals nicht. „Das war gerade erst im Aufkommen“, erinnert er sich. „Heute gibt es alles online. Das Thema betrifft jedes Segment.“ Vor zehn Jahren habe man aber auch die Weichen neu gestellt – nicht zuletzt dank Citymanager Schorsch Danner, der mit den Stammtischen am Marktplatz für Eigenverantwortung und Kooperation unter den Geschäftsleuten warb. Auch in Sachen Leerstand.

Heute sieht Mayer die GWM gut aufgestellt – nicht zuletzt deshalb, weil die Kooperation mit der Stadt sehr eng sei. Die GWM könne sich so auf ihre Kernthemen konzentrieren, während die Umsetzung der Events über die Stadt laufe. Mayer ist mit der Entwicklung zufrieden: „Es ist noch nicht alles top, aber es hat sich vieles verbessert.“ Doch die Arbeit gehe nicht aus. „Ein Verband wie die GWM muss immer wachsam sein, um rechtzeitig zu handeln.“

ddy

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