Ehemaliges Autohaus als neues Zuhause für Kirchengemeinde

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Baustellen-Gottesdienst bei der Freien evangelischen Gemeinde Weilheim. © Freie ev. Gde.

Die Freie evangelische Gemeinde Weilheim zieht um. Auf dem Gelände des ehemaligen Autohauses „Schwaiger“ entsteht ein neues Gemeindezentrum.

Über 25 Jahre lang hatte die Freie evangelische Gemeinde ihr Zuhause an der Schützenstraße in Weilheim, doch mit inzwischen 30 Gemeindemitgliedern, 70 regelmäßigen Gottesdienstbesuchern und einer vor allem in jüngster Zeit wachsenden Anzahl neuer, junger Familien wurden die alten Räumlichkeiten „zu klein“ und schwer zu erreichen, so Gemeindeleiter Christoph Piller.

Der neue „Ankerplatz” der Gemeinde entsteht daher auf dem Gelände des ehemaligen Autohauses „Schwaiger“ an der Olympiastraße. Auf gut 350 Quadratmetern sollen hier ein Gebetssaal und Gemeinschaftsräume mit einer Küche und einem Kicker entstehen. Außerdem sind Räumlichkeiten für Kinder und Jugendliche geplant, die dort in ihrer Freizeit eine „offene Tür“ finden sollen. Sogar ein Eltern-Kind-Raum ist in Planung, in dem Mütter hinter einer Scheibe und mithilfe eines Mikrofons dem Gottesdienst folgen können, „wenn die Kleinen mal quengeln“ oder gewickelt werden müssen, erklärt Gemeindeleiter Wolfhard Erdlenbruch.

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Kein Konkurrenzgedanke zu den großen evangelischen und katholischen Gemeinden

Nach den Worten der beiden Gemeindeleiter soll es ein Ort werden, an dem man sich zugehörig fühlt und wo man füreinander da ist. „Denn das macht letztlich eine Gemeinde aus“, so Christoph Piller. Durch die direkte Nähe zum geplanten Neubaugebiet an der Seitzstraße/Glanerstraße soll die Gemeinde außerdem für neue Mitglieder attraktiv werden. „Wir wollen für die Menschen da sein“, erklärt Piller weiter.

Dabei ist ihm auch wichtig zu betonen, dass kein Konkurrenzgedanke zu den großen evangelischen oder katholischen Kirchen entstehen soll. „Am Ende treffen wir uns gemeinsam im Himmel.“ Für die Freie evangelische Gemeinde sei viel mehr entscheidend, sich zu überlegen: Wie können wir positive Impulse für die Gemeinde bieten? Und was kann jedes Gemeindemitglied in den gemeinsamen Gottesdienst einbringen?

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Umbau des ehemaligen Autohauses erfolgt aus Spendengeldern

Das kann von einer Laiengestaltung des Gottesdienstes über eine musikalische Begleitung bis hin zu Spenden für die Gemeinde alles umfassen. „Wie die Leute sich engagieren“, davon lebt am Ende die Freie Evangelische Gemeinde, so Wolfhard Erdlenbruch. Auch die Kosten für den Umbau des ehemaligen Autohauses stammen so vollständig aus Spendenmitteln.

Die finanziellen Mittel reichen dadurch zwar nur für die Miete des Geländes. Dennoch hoffen die beiden Gemeindeleiter, hier langfristig einen Ort aufbauen zu können, an dem man sich gerne begegnet und der zu einem „Ort der Gemeinschaft“ wird.

Wilfried Nass

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