Datum mit Doppelbedeutung: Familie Cirko feiert am 24. Dezember Weihnachten und Geburtstag

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Für Familie Cirko hat der 24. Dezember eine besondere Bedeutung: An diesem Datum feiert auch Sohn Samuel Geburtstag. Die Eltern Aleksandra und Bozo gestalten den Tag nach ihren eigenen Traditionen. © Thomas Plettenberg

Für Familie Cirko aus Tegernsee ist Sohn Samuel das größte Geschenk: Er erblickte an Heiligabend 2017 das Licht der Welt. Die Familie begeht den Tag mit ihren ganz eigenen Traditionen.

Tegernsee – Der 12. Januar war als Geburtstermin errechnet. Aleksandra Cirko und ihr Mann Bozo, heute beide 43, dachten also nicht im Traum daran, dass ihnen schon knapp drei Wochen vorher ihr „Christkindl“, das erste gemeinsame Kind, in die Wiege gelegt werden sollte. „Am 23. Dezember hatte ich schlechte Blutwerte und musste vorsorglich ins Krankenhaus “, erinnert sich Aleksandra Cirko. An Heiligabend dann um 14 Uhr wurde ihr Mann in die Klinik gerufen, um 17.05 Uhr wurde Baby Samuel per Kaiserschnitt im Krankenhaus Agatharied geholt – propper und kerngesund.

Weihnachten bei den Cirkos: Ein Fest mit internationaler Note

Geburtstag und Weihnachten in einem – das ist im Hause Cirko eine ganz besondere Nummer. „Mein Mann stammt aus dem südlichen Kroatien, und da wird Weihnachten mitsamt der Bescherung ohnehin erst am 25. Dezember gefeiert“, sagt die 43-Jährige, die beruflich im Landratsamt Miesbach für Sportförderung und -verwaltung zuständig ist. Sie selbst hat mazedonische Wurzeln, „und da wird am 6. Januar gefeiert.“ Weil die Cirkos in Tegernsee geheiratet und sich auf eine katholische Erziehung ihres Kindes geeinigt haben, hat der 24. Dezember für den kleinen Samuel, sofern er das als Kindergartenkind schon richtig einordnen kann, also tatsächlich eine Doppelbedeutung. „Und so lernen wir es unserem Sohn auch“, sagt Aleksandra Cirko.

Zum Geburtstag gibt‘s einen Spaziergang mit Alpakas

Ablaufen wird der Tag wie in den Vorjahren, seitdem Samuel auf der Welt ist: Aleksandras Schwester kommt zu Besuch. Sie hat Drillinge, die zwar schon 15 Jahre alt sind, aber beim Kindergeburtstag dabei sind. Dass der kleine Samuel dabei auch Geschenke auspackt, versteht sich von selbst. In diesem Jahr ist zudem ein Ausflug geplant: „Mittags haben wir einen Spaziergang mit Alpakas in Fischbachau ausgemacht“, freuen sich die Cirkos, „danach geht’s zur Stärkung ins Winklstüberl.“

Teil eins des Festtags wäre damit verplant. Was folgt, ist Teil zwei, der Heilige Abend. „Wie viele andere Familien gehen wir um 16 Uhr in die Kinderkrippenfeier in die Pfarrkirche St. Quirinus“, sagt die 43-Jährige Mutter, um dann auf das Thema Festessen zu sprechen zu kommen. Hier halten sich die Cirkos an kroatische Gepflogenheiten: „Am 24. Dezember wird traditionell gefastet, es gibt also weder Fisch noch Fleisch, sondern nur eine Kleinigkeit.“

Weihnachtspackerl liegen erst am 25. Dezember unterm Baum

Während viele „ganz normale Deutsche“ dann am 25. Dezember den Vorabend noch verdauen oder aber Runde zwei des Festessens einläuten, beginnt für die Cirkos die eigentliche Weihnachtsfeier. Krautwickerl mit Kartoffelpüree hat sich die 43-Jährige für das diesjährige Weihnachtsfestmahl ausgedacht. „Das kommt an das kroatische Gericht Sarma mit Püree ran, das früher zusammen mit Bakalar, einer Art Fischsuppe, bei den Cirkos traditionell auf dem Speiseplan stand“, sagt die 43-Jährige, „zusammen mit viel Rotwein.“ Nachdem das eher bayerische Essen verspeist ist, gibt’s zum Klang kroatischer Weihnachtslieder im Hintergrund die Geschenke – diesmal die Weihnachtspackerl. Ganz gemütlich, als kleine Familie, nur zu dritt, soll der bayerisch-koratisch-mazedonische Abend begangen werden.

Zwei wunderschöne „Feier-Tage“ liegen also vor den Cirkos, für die seit dem 24. Dezember 2017 feststeht: „Für uns und für Samuel kann es kein schöneres Geburtsdatum geben“, sagt Aleksandra Cirko. „Samuel ist unser kleines und auch großes Wunder und Geschenk. Wunder“, so ihre Überzeugung, „geschehen durch Glaube.“

gr

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