Neues Zentrum für Gebirgsschützen: Einweihung am 30. August mit über 400 Gästen

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Im Maierhof des Klosters Benediktbeuern wird das neue Zentrum für die Geschichte der bayerischen Gebirgsschützenkompanien errichtet. © Ralf Ruder

Mit großen Schritten wird an der Fertigstellung des Dokumentationszentrums für die Geschichte der bayerischen Gebirgsschützenkompanien im Kloster Benediktbeuern gearbeitet. Zur Einweihung am 30. August kommt Ministerpräsident Markus Söder.

Benediktbeuern - „Die Einrichtung trägt den Namen ,Zentrum Gebirgsschützen Bayern‘“, sagt Landeshauptmann Martin Haberfellner aus Kochel. Die baulichen Maßnahmen seien abgeschlossen. Zurzeit wird eine Eröffnungsausstellung eingerichtet. Die Fertigstellung des Zentrums ist ein weiterer Höhepunkt im Festjahr der Gebirgsschützen in Benediktbeuern. Wie berichtet, feierte die Kompanie im Klosterdorf im Mai ihr 500. Gründungsjubiläum und richtete den Patronatstag aus.

Das Dokumentationszentrum befindet sich im Westflügel des Maierhofs. Die Vorbereitungen laufen seit 2023. Das schwere Hagelunwetter im August 2023 sorgte leider für eine Verzögerung, es musste noch mehr saniert werden als ursprünglich geplant – aber nun ist man auf der Zielgeraden.

Bund umfasst 47 Kompanien in sechs oberbayerischen Landkreisen

In dem schönen Gewölberaum, der 500 Quadratmeter groß ist, wird fortan die Geschichte aller bayerischen Gebirgsschützenkompanien dargestellt. Der Bund umfasst 47 Kompanien in sechs oberbayerischen Landkreisen zwischen Garmisch-Partenkirchen und Bad Reichenhall. Außerdem ist Platz für Ausstellungen und Veranstaltungen. Die Einweihung sei für ihn ein „weiterer Lebenshöhepunkt“, sagt Haberfellner.

Martin Haberfellner
Der Kochler Martin Haberfellner ist Landeshauptmann der bayerischen Gebirgsschützenkompanien. © Christian Scholle

Die Planungen für das Zentrum zogen sich zuvor über Jahre. CSU und Freie Wähler einigten sich im Februar 2023 auf die Finanzierung. Die veranschlagten Kosten liegen bei 800 000 Euro. Finanziert werden sie zu 500 000 Euro über den Haushalt der Staatskanzlei, weitere 300 000 Euro laufen über den Haushalt des Wissenschaftsministeriums. Dieses Geld ist für die wissenschaftliche Begleitung vorgesehen.

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Mit wechselnden Ausstellungen, Filmen und multimedialer Aufbereitung soll der interessierten Öffentlichkeit Geschichte und Bedeutung der Gebirgsschützen erklärt werden. Zudem entsteht ein umfangreiches Archiv. „Dieses wird aber bis zur Einweihung wohl noch nicht vollständig bestückt sein“, sagt Haberfellner.

Eines der großen Projekte ist ein umfangreiches wissenschaftliches Buch, das unter der Federführung von Professor Ferdinand Kramer vom Lehrstuhl für Bayerische Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität erstellt wird. „Daran wird fleißig gearbeitet“, weiß Haberfellner.

Zur offiziellen Eröffnung am Samstag, 30. August, um 10 Uhr werden mindestens 400 Gebirgsschützen in Benediktbeuern erwartet. „Es ist ein dreiteiliges Programm vorgesehen“, erklärt Haberfellner. Es beginnt mit einem „militärischen“ Zeremoniell durch eine sogenannte Große Ehrenkompanie der Bayerischen Gebirgsschützen mit rund 400 Männern. Allein 200 davon stellen die Kompanien aus Benediktbeuern und Königsdorf, erklärt Haberfellner. Von den anderen Kompanien werden jeweils vier Mann in diese Formation entsandt. Nach der Ansprache von Ministerpräsident Markus Söder wird Klosterdirektor Pater Heinz Menz die Räume segnen.

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