Neues Zentrum für die Gebirgsschützenkompanien: Arbeiten im Kloster Benediktbeuern laufen

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Im September 2023 unterzeichnete eine Delegation der Gebirgsschützenkompanien um Landeshauptmann Martin Haberfellner (5. v. re.) mit Ministerpräsident Markus Söder (Mi.) die Gründungsurkunde. Der Termin fand wegen dem Hagelunwetter nicht im Kloster Benediktbeuern, sondern in der Staatskanzlei statt. Söder überreichte dabei schon das Eingangsschild der Einrichtung. © Staatskanzlei/A

Im Kloster Benediktbeuern laufen derzeit die Arbeiten für die Errichtung des „Zentrums Gebirgsschützen Bayern“. Das Archiv soll 2025 eingeweiht werden.

Benediktbeuern – Auch diese Räume hatten durch das Hagelunwetter im vergangenen August Schaden genommen. Trotzdem: Landeshauptmann Martin Haberfellner ist optimistisch, dass die Eröffnung 2025 klappen wird. 500 Quadratmeter stehen den Gebirgsschützen im Kloster zur Verfügung. Es handelt sich um Räume, die früher der Philosophisch-Theologischen Hochschule (PTH) zur Verfügung standen. „Etwa 200 Quadratmeter werden reiner Archivbereich sein“, erläutert Haberfellner. Den anderen Bereich könne man „multifunktional“ nutzen. Dort wolle man besondere Gegenstände aus dem Archiv ausstellen, zum Beispiel verschiedene Fahnen. Auch Veranstaltungen könnten dort abgehalten werden. Oft werde von einem „Museum“ gesprochen, sagt Haberfellner, aber er möchte diesen Begriff nicht in den Vordergrund rücken. Zum einen werde dort ja auch Forschungsarbeit betrieben, zum anderen sei einfach vieles „noch in der Entwicklung“, sagt der Kochler.

Forschungsarbeit läuft

Apropos Forschungsarbeit: Diese wurde schon begonnen. Seit 1. September ist dafür Dr. Julia Mattern zuständig. Sie gehört zum Team von Professor Ferdinand Kramer, Inhaber des Lehrstuhls für Bayerische Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Hier wird das neue Zentrum beziehungsweise die Arbeit für das Archiv wissenschaftlich begleitet. Weil nach dem Hagelunwetter alle improvisieren müssten, habe Mattern vorläufig ein Büro im Benediktbeurer Rathaus, berichtet Haberfellner. Sie sei in Kontakt mit den 47 Kompanien und beziehe von ihnen Material. Ziel sei es, ein Archiv aufzubauen und alles auch digital zu erfassen. Das sei eine große Herausforderung, sagt der Kochler. Denn bislang hätten die Gebirgsschützen trotz ihrer langen Geschichte kein eigenes Büro oder Archiv gehabt, um Akten, Fotos, Ton- und Filmträger aufzubewahren. Das gelte auch für wichtige Gegenstände, etwa Fahnen. Meistens hatte man es privat zu Hause und reichte es bei einem Wechsel dann weiter.

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800.000 Euro vom Freistaat

Haberfellner ist dankbar, dass dies nun im Kloster Benediktbeuern der Fall sein wird. Im vergangenen September unterzeichnete eine Delegation der Gebirgsschützenkompanien die Gründungsurkunde mit Ministerpräsident Markus Söder in der Staatskanzlei in München (wir berichteten). Der Freistaat unterstützt das Dokumentationszentrum mit 800 000 Euro.

Derzeit läuft in den Räumen die Behebung der Schäden nach dem Hagelunwetter, dann wird unter anderem der Boden verlegt, die Elektrik gemacht und geweißelt. „Durch das Unwetter haben wir etwa sechs Monate Zeit verloren“, sagt Haberfellner. Im kommenden Jahr soll dann die Ausstattung gemacht werden. „Es hängt natürlich noch davon ab, wie wir die Handwerkerleistungen bekommen können“, sagt der Landeshauptmann. Aber er sei zuversichtlich, dass man das Zentrum 2025 einweihen könne.

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