Der Bruder vom Wiesnmadl ist Bierkönig: Jakob Meindl überzeugt auf dem Dorfener Volksfest

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Bei der Krönung des Bierkönigs: Wiesnmadl Antonia Meindl (Bild links, r.) hatte die Ehre, ihrem Bruder Jakob den königlichen Hermelin-Mantel samt Siegerschärpe anzulegen und die imposante Bierkrone aufs Haupt zu setzen. Mit dabei waren (v.l.) Festwirt Franz Egerndorfer, die Finalisten Niklas Schuster und Niklas Steglich sowie Moderator Erich Kiefinger. © Weingartner

Zum ersten Mal haben heuer auf dem Dorfener Volksfest zwei weibliche Kandidaten am Wettkampf um den Titel des Bierkönigs teilgenommen.

Dorfen – Eine Riesengaudi gab es beim Dorfener Volksfest im Kampf um die Bierkrone 2024: Drei Disziplinen mussten die jungen Männer aus Dorfen und der Umgebung am Donnerstagabend in der Festhalle bestehen. Neuer Bierkönig wurde Jakob Meindl aus Puch – da war es Wiesnmadl Antonia Meindl natürlich eine besondere Freude und Ehre, dem eigenen Bruder den königlichen Hermelin-Mantel samt Siegerschärpe anzulegen und die imposante Bierkrone aufs Haupt zu setzen.

Zwölf Bewerber waren für den speziellen, bayerischen Triathlon auf die Bühne gekommen. Mit Lisa Pregler und Christine Lohmeier waren darunter erstmals zwei weibliche Wettstreiter, die sich gut geschlagen haben.

Unter den aufmerksamen Augen vom bewährten Volksfestmoderator Erich Kiefinger und Wiesmadl Antonia als Assistentin mussten in der ersten Runde volle Masskrüge mit ausgestreckte Arm möglichst lange waagrecht gehalten werden. Leonhard Schwaiger, Jakob Meindl, Tim Kosin, Niklas und Fabio Schuster sowie Niklas Steglich schafften es in die nächste Runde. Mit zehn Minuten und zwei Sekunden gewann „Hartl“ Schwaiger – Bierkönig aus dem Jahr 2022 – den Masskrugwettbewerb.

Masskrugstemmen Bierkönig Volksfest Dorfen
Das Masskrugstemmen war eine der Disziplinen beim Bier-Triathlon in der Festhalle des Dorfener Volksfests (Bild oben). Um den Titel des Bierkönigs kämpften heuer erstmals auch zwei junge Frauen, Lisa Pregler und Christine Lohmeier. © Weingartner

Eine verzwickte Disziplin war dann das Biertisch-Kraxln. Innerhalb einer Minute mussten sich die Königstitel-Anwärter möglichst viele Runden um den Biertisch hangeln, ohne dabei den Boden zu berühren. Mit elf Umdrehungen war Meindl, „die Schlange von Puch“, deutlicher Sieger.

Drei weitere Kandidaten schieden aus. Nur Schuster, Meindl und Steglich schafften es in die Endrunde. Dort wartete die ausgefallenste Aufgabe: Bier-Marionette. Bei diesem Spiel wurde den Finalisten eine Art Rucksack mit einem Gestell und einem frei schwebenden Halter mit einem vollen Bierbecher vor der Brust angelegt. Das wackelige Konstrukt sollte dann über Fäden mit den Händen gezogen und zum Mund befördert werden.

Wer den Becher austrinken kann, sollte gewinnen. Allerdings schaffte das am Ende keiner der Kandidaten. Nur dem neuen Bierkönig Meindl war es immerhin gelungen, ein paar kräftige Schlucke zu nehmen, ehe auch sein Becher kippte. Als Mitglied im Burschenverein Schwindkirchen kenne er sich mit solchen Wettbewerben schließlich aus, meinte er.

Die größte Ehre war für Jakob Meindl, seine Burschen gebührend vertreten zu haben. Doch Gewinner waren alle jungen Männer aus der Endrunde. Denn zur Freude ihrer jeweiligen Fans, die an den Biertischen schon durstig auf die Prämien warteten, erhielten sie 20, 30 und 50 Liter Freibier-Gutscheine, die Festwirt Franz Egerndorfer überreichte. 

Das Wiesn-Finale

Der erste Höhepunkt des letzten Volksfest-Wochenendes ist am Samstag die Flughafen-Fundsachenversteigerung mit Auktionator Alfred Mittermeier um 13 Uhr. Bereits um 10.30 Uhr öffnet die Festhalle zur Besichtigung der Stücke. Abends sorgt die Band The Soundscape für Stimmung. Der Sonntag beginnt um 10 Uhr mit einem Gottesdienst in der Festhalle, wobei sich Stadtpfarrer Pater Stephan Matula mit einer Abschiedsmesse von Dorfen Richtung Heimat verabschiedet. Um 14 Uhr startet der große Schützenumzug in der Stadt, und abends wird das neue Wiesnmadl 2025 gewählt.

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