SPD und Grüne "setzen Ideologie vor Verantwortung"

FOCUS-online-Autorin Tanit Koch hatte in ihrem Kommentar die leicht entspannte Lage bei der Flüchtlingsunterbringung hervorgehoben – und zugleich auf einen Widerspruch hingewiesen: Teile der SPD torpedieren zusammen mit Grünen ausgerechnet jene EU-Asylreform, die Deutschland entlasten soll. Viele Leser reagieren darauf mit scharfer Kritik. Die SPD gilt ihnen als orientierungslos und die Grünen als ideologisch.

Verteilung der Meinung zu "SPD, Grüne und Migration: Leser debattieren über Kurs der Ampel-Koalition"
In den Kommentaren prallen Frust über politischen Stillstand und Forderungen nach schärferen Migrationsregeln aufeinander. FOCUS Online

Kritik an SPD und Grünen dominiert

In vielen Reaktionen spiegelt sich Empörung über die Uneinigkeit der Koalition wider. Leser sehen SPD und Grüne als ideologisch verfangen und politisch entkernt. Tanit Koch hatte hervorgehoben, dass Teile der SPD gemeinsam mit den Grünen die Reform des europäischen Asylsystems torpedieren – obwohl sie Deutschland entlasten soll. Genau dieser Widerspruch sorgt für Unverständnis. 

Zahlreiche Stimmen sprechen von einem politischen Selbstblockade-Modus: Die SPD verliere ihre Mitte, die Grünen ihre Bodenhaftung. Umfragen bestätigen diese Wahrnehmung – beide Parteien liegen im November 2025 im Tief, während die Unzufriedenheit mit der Regierung auf über 70 Prozent steigt.

"Mir kommt es so vor, manche in der SPD und den Grünen wollen ihre Parteien, die sowieso schon auf dem Sterbebett liegen, jetzt endgültig in den kollektiven Selbstmord treiben. Immer öfter zweifle ich am Verstand mancher Parlamentarier. Noch weiter an der Mehrheit der Wähler geht gar nicht."  Zum Originalkommentar

"Jedem einigermaßen intelligenten und verantwortungsvollen Menschen sollte bewusst sein, dass weder SPD noch Grüne eine Regierungseignung aufweisen. Beide verstoßen in erheblichem Maß gegen den Eid, Schaden vom deutschen Volk fernzuhalten. Der größte Teil unserer Probleme ist wegen SPD und Grünen hausgemacht. Diese Parteien setzen Ideologie vor Verantwortung und schaden und belasten die Bürger."  Zum Originalkommentar

"Für was steht diese SPD noch, für alles und nichts! Personell und programmatisch entkernt. Zu allem fähig und zu nichts mehr zu gebrauchen ..."  Zum Originalkommentar

"Wenn sich zwei Schwache verbünden, heißt das nicht, dass daraus etwas Starkes entsteht. In diesem Fall führt es zum weiteren - kein Mitleid - Niedergang beider, der Grünen und der SPD. Wer traut beiden Gruppierungen tatsächlich noch zu, dass sie in Summe etwas Positives für das Land bewirken?"  Zum Originalkommentar

Kritik an Migrationspolitik

Kochs Hinweis auf den Rückgang der Asylanträge und die Entspannung in Teilen der Kommunen wird von Lesern zwar zur Kenntnis genommen, aber kaum als Erfolg gewertet. Viele halten dagegen: Die strukturellen Probleme blieben bestehen. Sie fordern eine konsequentere Steuerung der Zuwanderung, eine Begrenzung von Sozialleistungen und schnellere Verfahren.
Tatsächlich sind die Asylerstanträge laut Bundesamt für Migration 2025 deutlich gesunken. Doch die kommunalen Aufnahmekapazitäten sind weiterhin ausgelastet, besonders in Großstädten. Kochs Argument, die SPD dürfe angesichts dieser Lage nicht weiter europäische Entlastungsmaßnahmen blockieren, findet in den Kommentaren vielfach Zustimmung.

"Die SPD sieht die Migranten in erster Linie als zukünftige Wähler. Warum sonst sollten sie Maßnahmen zur Verbesserung der jetzigen Situation verhindern wollen."  Zum Originalkommentar

"Nur weil der Zuzug etwas rückläufig ist, ist das Problem noch lange nicht gelöst. Es sind noch zu viele im Land ohne oder nur mit temporärer Aufenthaltsgenehmigung. Und die SPD will da eine andere Politik als die CDU. Da hat die sich den falschen Partner rausgesucht, der ihr jetzt auf der Nase herumtanzt!"  Zum Originalkommentar

Debatte um Verantwortung

Kochs ironischer Verweis auf den "Wiederauftritt" des Ex-Kanzlers ("Olaf Scholz will sich wieder öfter zu Wort melden") wird spöttisch kommentiert. Zugleich zeigt sich in den Kommentaren ein wachsendes Misstrauen gegenüber der aktuellen Regierung.

"Jetzt mal langsam. Wenn sich der gescheiterte Kanzler und Mr. Maut dafür feiern, dass in Syrien der Krieg vorbei ist - wozu beide keinen Beitrag geleistet haben - dann ist das infantil ..."  Zum Originalkommentar

"Also werden wir wohl weiterhin "Stadtbild" haben, weil zwei Wahlverlierer dem Kanzler ihre Handlungsrichtlinien vorgeben."  Zum Originalkommentar

Ruf nach politischem Wechsel

Einige Leser fordern einen politischen Neuanfang. Mehrfach wird darauf verwiesen, dass Veränderungen nur über die Wahlurne möglich seien. Diese Reaktionen zeigen, dass das Vertrauen in politische Steuerung und Selbstkorrektur schwindet – ein Muster, das sich auch in Umfragen zur Parteienverdrossenheit widerspiegelt.

"Alle Macht geht vom Volk aus. Das ist das Kernprinzip und das Fundament unserer Demokratie. Links-Grün wurde am 23. Februar 2025 abgewählt! Ganz offensichtlich müssen wir das der SPD nochmals dringendst erklären. Am 08.03.26 in Bayern und Baden-Württemberg. Am 15.03.26 in Hessen ..."  Zum Originalkommentar

Parteienlandschaft unter der Lupe

Ein Teil der Diskussion wendet sich gegen das politische System insgesamt. Leser beklagen die festgefahrene Lagerbildung – CDU, SPD und Grüne hätten sich in taktischen Blockaden eingerichtet. Zugleich wächst der Eindruck, dass parteipolitische Abgrenzung wichtiger geworden ist als Problemlösung. Für viele steht die Flüchtlingsfrage exemplarisch für diese strukturelle Handlungsunfähigkeit.

"Genau so, wie ich es schon vor Tagen geschrieben hatte! Alles bleibt beim Alten! Übrigens zu ihrer Umfrage: Es muss hier heißen: "Stimmen Sie zu, dass die AfD mit der CDU zusammenarbeiten soll"? Klare Antwort: NEIN! Man arbeitet nicht mit Tricksern und Lügnern zusammen! Basta!"  Zum Originalkommentar

"Bitte ergänzen SPD, Grüne und um Die Linken ergänzen. Diese sind bei diesem Thema einig, es geht um die Wähler von morgen. Die kommen zusammen auf circa 40 Prozent plus minus. Die CDU will lieber mit linksradikalen Parteimitgliedern von SPD, Grüne und Die Linken zusammenarbeiten, statt der AfD, wo Teile rechtsradikal sind. Viele haben immer noch nicht verstanden, dass linksradikale und rechtsradikale gleichermaßen gefährlich sind."  Zum Originalkommentar

Ruf nach Qualifikation

Ein kleiner, aber deutlicher Teil der Leser sieht die politische Misere als Folge mangelnder Fachkenntnis. Kochs Kritik an den SPD-internen Widerständen gegen EU-Reformen wird hier als Beispiel genannt: Ideologie statt Kompetenz. Die Forderung nach fachlicher Eignung und realitätsnaher Entscheidungsfindung zieht sich wie ein roter Faden durch diese Beiträge.

"Wer nichts kann, der geht in die Politik. Das erlebt gerade unser Land. Mehr ist darüber nichts zu sagen ..."  Zum Originalkommentar

Sonstige Stimmen

Vielfach reagieren die Leser mit Sarkasmus auf die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen.

Wie betrachten Sie die Rollen von SPD und Grünen in der aktuellen Migrationsdebatte? Halten Sie die parteipolitischen Auseinandersetzungen für hinderlich oder notwendig für den Wandel? Diskutieren Sie mit und teilen Sie Ihre Sicht – welche Partei findet bei Ihnen noch Vertrauen? Ihre Meinung zählt!

Hinweis: Die in diesem Artikel zitierten Kommentare geben ausschließlich die Meinungen unserer Leser wieder und wurden inhaltlich nicht verändert. Die Analyse, Auswertung und thematische Gruppierung der Kommentare erfolgt automatisiert mithilfe Künstlicher Intelligenz.
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