Die Hebertshausener lassen sich weder von der Hitze noch vom Regen abhalten und strömen zum ersten Bürgerfest rund ums Rathaus.
Das Wetter zeigte am Wochenende einige Kapriolen, doch die Hebertshauser ließen sich weder von tropischer Hitze am Samstag noch von regnerischer Kühle am Sonntag abhalten und strömten zum Bürgerfest. Am Samstag waren Schattenplätze gefragt, doch gerade Familien mit Kindern kamen zum Fest mit den vielen Spiel- und Spaßangeboten, Vorführungen und Mitmachaktionen. Während beispielsweise am Stand des SC Ampermoching mit einem weichen Klettfußball auf eine riesige Dartscheibe gezielt wurde, präsentierten Sportlerinnen vor dem Rathaus ein Zumba-Training. Auf dem Schulhof unter schattenspendenden Bäumen wurde beim Gartenbauverein mit Naturmaterialien künstlerisch gestaltet, bei den Landfrauen konnten – gerade auch Kinder – sehen, welche Getreide bei uns wachsen, wie sie als Pflanze und als Korn aussehen, welche Lebensmittel daraus hergestellt werden. Für viele Kinder eine spannende Erfahrung, was im Brot oder den Cornflakes steckt.
Bei der Hitze besonders attraktiv war natürlich die Spritzwand der Feuerwehr. Ein eigenes Fest im Fest organisierte die Spielvereinigung Hebertshausen am Schulsportplatz. Dort wurde nicht nur die Hüpfburg belagert, einige Kinder und Jugendliche machten auch mit bei einem kleinen Fußballturnier. Ob die Hitze nicht zu groß ist? „Fußball macht immer Spaß“, sagte ein Junge.
Wer Kühle suchte, konnte im Rathaus die Gemälde von Christa Spencer betrachten oder sich vom Ampermochinger Ortshistoriker Georg Werner über die neue Ortschronik informieren lassen. Mit einem Problem der Gegenwart beschäftigen durften sich Festgäste am H-Mobil der Gemeinde. Dort hatte Alexandra Niedenhoff als Vorsitzende der Kommunalunternehmen eine Umfrage zur Mobilität aufgelegt. Die Frage war, wohin die Hebertshauser gerne mit dem Bus fahren würden, falls es künftig mehr Verbindungen gäbe. Wer auf einen Ausbau des Öffentlichen Nahverkehrs nicht vertrauen mag, konnte direkt vor Ort verschiedene E-Fahrzeuge testen – von Lastenrad über Roller bis Auto.
Mit einer ungewöhnlichen Aktion war der Bürgermeister am Start: Per Ballwurf konnten Besucher einen Wassereimer auslösen, der sich dann über den Rathauschef ergoss. Eine attraktive Challenge bei der Hitze, die mit 150 „Duschen“ die schöne Summe von 660 Euro für die Kette der helfenden Hände der Heimatzeitung erbracht hat. Und damit die Gäste bei der Vielfalt der Angebote, von denen hier nur einige genannt sind, auch bei Kräften blieben, gab es ein buntes kulinarisches Angebot.
Ganz konnten die feierlustigen Hebertshauser dem Wetter nicht entkommen: Als am Samstag am frühen Abend ein Gewitter aufzog, „war das Fest abrupt beendet“, so Rathauschef Richard Reischl. Doch nicht ganz: Die Spielvereinigung flüchtete in die Turnhalle, wo sich die Kleinen noch bei der Kinderdisco vergnügten. Der Burschenverein verlagerte seine Cocktailbar Richtung Pfarrheim, wo Public Viewing der Fußball-EM angesagt war.
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Und auch am Sonntag kamen wieder viele zum Bürgerfest, zweiter Teil: Beim Volkstanz im Pfarrheim drehten sich tanzfreudige Hebertshauser zu den Klängen der Schönbrunner Blasmusik, auch 30 Trachtler aus Dachau waren gekommen. Und am Nachmittag ließen sich an die 200 Zuhörer von den mitreißenden Klängen der A Capella Company bezaubern, mit anschließendem geselligen Austausch beim Kaffee-Klatsch.
Fazit des Bürgermeisters: „Ein schönes, gelungenes Fest, bei dem für jeden etwas dabei war.“ Die Resonanz der Besucher wie der beteiligten Vereine sei positiv, eine Wiederholung – „wenn die Vereine Lust haben“ – durchaus denkbar. Die Veranstaltung, so die Idee des Rathauschefs, könnte zur Tradition werden und alle zwei Jahre stattfinden. 2026 würde es dann also wieder heißen: „Auf geht’s zum Bürgerfest in Hebertshausen.“