Die Gemeinde Wessobrunn hat einen Kooperationsvertrag mit den Stadtwerken Weilheim geschlossen. Sie will die Kompetenz der Werke beim Abwasser nutzen. Dadurch wird der Bauhof entlastet.
Wessobrunn – Die Steuertechnik der Pumpanlagen, die dafür sorgt, dass das Abwasser aus Wessobrunn und dem Ortsteil Haid zur Kläranlage nach Weilheim gelangt, machte zuletzt immer wieder Probleme. Sie stammt auch zum großen Teil aus der Zeit des Kanalbaus Ende des Jahrtausends. „Die Zuverlässigkeit und Betriebskontinuität ist da nicht mehr gewährleistet. Wir tauschen die Steuerungen normalerweise nach 25 Jahren aus“, berichtete Abwassermeister Alexander Fath, von den Stadtwerken Weilheim, bei einem Pressegespräch im Wessobrunner Rathaus.
Hintergrund dafür ist ein Kooperationsvertrag, den die Klostergemeinde mit den Stadtwerken in Sachen Abwasser, geschlossen hat. „Unser Bauhof, der dafür bisher zuständig war, wird entlastet, und für uns ist es gut, mit den Profis der Stadtwerke, mit denen wir schon lange gut zusammenarbeiten, zu kooperieren“, erklärte Wessobrunns Bürgermeister Georg Guggemos. „Der Kanal ist wichtig und er muss laufen“, zeigte sich auch Bauhofleiter Tobias Steigenberger sehr zufrieden mit der Kooperation.
In dem Vertrag ist unter anderem geregelt, dass die insgesamt 14 Pumpstationen bei der Leittechnik auf den neuesten Stand gebracht werden. „Mit der alten war es nicht mehr möglich, weiterzumachen“, erläuterte Guggemos. Der Austausch passiert aber nicht auf einen Schlag, sondern nach und nach. „Um einen reibungslosen Betrieb zu gewährleisten, wird das in einem Zeitrahmen von drei bis vier Jahren erfolgen“, erläuterte Fath.
Zukünftig werden dann beispielsweise Störungsmeldungen, die bisher beim Wessobrunner Bauhof ankamen, direkt bei den Stadtwerken aufschlagen, die dafür auch eine entsprechende personelle Bereitschaft zur Verfügung haben.
Möglicherweise ändert sich der Abwasserpreis
Das Ganze wird nicht ganz billig. Die genauen Kosten sind zwar noch nicht abzusehen, Guggemos rechnet aber mit einem sechsstelligen Betrag, der aber auch ohne den Kooperationsvertrag fällig gewesen wäre. „Es einfach so weiterlaufen zu lassen, wäre nicht mehr möglich gewesen“, urteilte Guggemos. Sobald die genauen Kosten vorliegen, könnte es sein, dass der Abwasserpreis, den die Gemeinde erst vor kurzen neu kalkulierte, geändert werden muss. Gleichzeitig betonte der Rathauschef, dass die Stadtwerke faire Preise verlangen. „Sie sind ja auch nicht gewinnorientiert“, so Guggemos.
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Er stellte klar, dass der Kooperationsvertrag in ein paar Jahren überprüft werden soll. „Wir wollen dann ein Fazit ziehen. Wenn sich herausstellt, dass es für alle Beteiligten gut ist, wird er verlängert“, sagte Guggemos. Die dann neue Steuerungstechnik ist dann auf alle Fälle noch vorhanden. „Und die sollte auch 25 Jahre halten“, meinte Lukas Becker, der Bereichsleiter Wasser & Abwasser bei den Stadtwerken.
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