Drei Windräder möchten die Stadtwerke Fürstenfeldbruck im Gemeindegebiet von Egenhofen errichten.
Egenhofen – Genauer gesagt sollen die Anlagen auf einer Fläche nahe der Grenze zu Mittelstetten, westlich von Poigern in der Glonnau gebaut werden – und das privilegiert. Matthias Beuter, Abteilungsleiter Energiedienstleister bei den Stadtwerken, stellte das Projekt im Gemeinderat vor.
Die Windräder werden 30 Meter niedriger sein als heutige Standardanlagen, die bei 263 Metern Gesamthöhe liegen. „Das liegt an den Vorgaben der Radarführungsmindesthöhe“, erläuterte Beuter. Denn vor Ort müssen die Belange der militärischen Luftraumüberwachung um den Fliegerhorst in Lagerlechfeld beachtet werden.
Insgesamt werden die Kosten für das Windenergieprojekt laut Beuter etwa zwischen 25 und 30 Millionen Euro liegen. Im Moment ist das Projekt in der Vorplanung. Gleichzeitig laufen erste Gutachten wie das zum Artenschutz. Hier werden die Auswirkungen einer Windenergieanlage auf die Tierwelt geprüft – für die Stadtwerke mit rund 100 000 Euro durchaus ein Kostenfaktor.
Beteiligung der Bürger
Der nächste Schritt sei die Ausarbeitung eines Kooperationsvertrags mit der Gemeinde, der unter anderem ein gemeinsames Projektziel benennt. Dem müsse ein entsprechender Gemeinderatsbeschluss vorausgehen. Zudem würden in dem Vertrag Art und Umfang der Beteiligung von Gemeinde und Bürgern festgelegt. Außerdem wird die Nutzung gemeindlicher Grundstücke festgeschrieben: „Um uns die Zufahrt zu den Anlagen möglich zu machen“, so Beuter.
Zeitlich sei man unter einem gewissen Druck. Im Frühjahr 2026 könnte die Privilegierung des Areals auslaufen. Bis dahin müssten die Planungen abgeschlossen sein. „Der reine Bau kann danach noch stattfinden“, so Bürgermeister Martin Obermeier (Neue Liste Egenhofen). Schafft man das nicht, greift die Bauleitplanung.
Mit einer Inbetriebnahme der Anlage wäre dann frühestens im dritten Quartal 2027 zu rechnen. Wichtig ist sowohl Stadtwerken wie Gemeinde, die Bürger mit ins Boot zu nehmen. Wie Beuter und Bürgermeister Obermeier übereinstimmend erklärten, sollen in einer Info-Veranstaltung Themen wie Lärmpegel und Verschattung angesprochen werden. Ein Termin werde noch bekannt gegeben. Einen Beschluss gab es nach der Stadtwerke-Präsentation nicht. Obermeier sprach aber von einer „positiven Grundstimmung“.
Anlage in Aufkirchen
Ein kleines Stück weiter ist eine Windenergieanlage im Gebiet des Ortsteils Aufkirchen geplant. Per einstimmigem Beschluss erklärte der Gemeinderat das Vorhaben eines niederbayerischen Unternehmens bauplanungsrechtlich für zulässig.
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