Problem vieler Beziehungen - Psychologin verrät: Mit diesen fünf Tipps können Paare mit Eifersucht umgehen

Eifersucht ist eine häufige Emotion, die laut CNN meist als negativ angesehen wird. Doch laut Dr. Joli Hamilton, Beziehungscoach und Expertin für Eifersucht, kann das komplexe Gefühl auch nützlich sein. Sie gibt Tipps, wie man besser mit ihr umgeht und sie sogar produktiv nutzen kann.

Eifersucht taucht schon bei Säuglingen im Alter von 6 Monaten auf

Hamilton forscht schon seit Jahren an der verrufenen Emotion. Ihre Ergebnisse zeigen, dass sie schon bei Säuglingen im Alter von 6 Monaten auftritt. Im CNN-Podcast „Chasing Life“ erklärt die Psychologin: „Eifersucht wird oft als negative Emotion eingestuft, aber sie kann auch helfen, uns zu schützen.“

In diesem jungen Alter diene sie dazu, die Mutter-Kind-Bindung zu schützen und später die Partnerin vor Rivalen zu bewahren. Das Gefühl kann dazu führen, dass "Sie herausfinden, was Ihnen wichtig ist, und Ihnen helfen, Grenzen zu setzen. Im Idealfall veranlasst sie Sie dazu, mit Ihren Lieben darüber zu sprechen, was Sie erwarten und was akzeptabel ist."

„Es ist wichtig, die Empfindungen zu erkennen“

So könne sie sogar die Intimität innerhalb der Beziehungen fördern. Dabei spiele allerdings Selbstreflektion eine große Rolle: „Es ist wichtig, die Empfindungen zu erkennen und nicht vorschnell zu handeln.“

Wie man nicht mit Eifersucht umgehen sollte

  • Vorschnelle Schlüsse ziehen: Wenn Sie etwas sehen, das Ihre Eifersucht weckt, atmen Sie erstmal durch und forschen Sie nach der Wahrheit. Oft gibt es eine Erklärung.
  • Panisch reagieren und überstürzt Handeln: Wechseln Sie nicht in den Schadensmodus. „Zertrümmern Sie nicht das Auto Ihres Partners. Zerschmettern Sie keine Scheinwerfer. Wenn Sie sich in diesem Zustand befinden und etwas sehen, selbst wenn es wahr ist, sollten Sie nichts unternehmen, was Sie 'verrückt' aussehen lässt“, riet Hamilton.
  • In eine Schamspirale verfallen: „Versuchen Sie die Eifersucht zu normalisieren. Sie ist ein Gefühl, eine Emotion, die dazu da ist, einem Zweck zu dienen. Und wenn sie auftaucht, müssen wir ihr zuhören.“ Auch bei anderen Menschen sollte man sie nicht verurteilen.
  • Eifersucht romantisieren: In vielen Filmen wird Eifersucht stark romantisiert. Laut Hamilton wollen wir sogar, dass unser Partner ein bisschen eifersüchtig ist - und wenn er es nicht ist, wird das manchmal als mangelndes Interesse interpretiert. Die Verherrlichung von Eifersucht kann allerdings auch Gewalt und andere Folgen verherrlichen.

Eifersucht sollte nicht romantisiert werden

„Man hat uns sozusagen beigebracht, dass Eifersucht Teil einer wirklich tiefen romantischen Liebe sein soll.“ Deshalb kommen manche Menschen auf die Idee ihren Partner künstlich eifersüchtig zu machen. Dies sei allerdings kontraproduktiv.

Stattdessen sollte man in der Beziehung ehrlich über Grenzen und Erwartungen sprechen. „Das hört sich zwar nicht sexy an, aber ich verspreche, wenn Sie es regelmäßig tun, ist es das auch“, betont die Expertin.

Der Schlüssel zum Glück: So funktioniert der positive Kreislauf der Liebe

Durch mangelnde Kommunikation können in einer Beziehung viele Probleme auftreten, die die Harmonie gefährden. Zum Beispiel, wenn die Balance von Geben und Nehmen aus dem Gleichgewicht gerät. Denn das sei der Schlüssel zum Glück, erklärt Paar- und Sexualberaterin Regina Heckert. 

Jede liebevolle Geste erzeugt im anderen das Bedürfnis, sich zu revanchieren. Wer klug ist, gibt immer ein bisschen mehr zurück, als er bekommen hat, und kurbelt dadurch den positiven Kreislauf der Liebe weiter an. 

Eine andere Studie hat ergeben, dass das wichtigste Element für das Gelingen einer Partnerschaft das Commitment ist, also das Engagement. Marc Bareth betont, dass dieser uneingeschränkte Rückhalt das Fundament jeder Beziehung bildet und sich auf alle Bereiche wie Konfliktlösung und Freizeitgestaltung auswirkt.