"Mit geladener Waffe": Trump warnt vor tödlicher Gewalt gegen Demonstranten im Iran

Seit Tagen gehen Tausende Menschen im Iran auf die Straße, um gegen die katastrophale Wirtschaftslage zu demonstrieren. Die Preise für Lebensmittel und andere Güter steigen rasant, während die nationale Währung Rial einen historischen Tiefstand erreicht hat. Viele Menschen wissen nicht mehr, wie sie ihre Familien ernähren sollen. Was zunächst als Protest von Händlern begann, hat sich mittlerweile zu einer landesweiten Bewegung entwickelt, die auch Studenten und Bürger aus allen Gesellschaftsschichten erfasst hat.

Wut über Wirtschaftskrise und politische Führung

Die Demonstrationen sind die größten seit drei Jahren und haben sich inzwischen auf zahlreiche Städte und Provinzen ausgeweitet. Laut „Reuters“ kam es in der westlichen Stadt Lordegan zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstrierenden und Sicherheitskräften, bei denen mindestens eine Person ums Leben kam. Diese Berichte konnten bislang nicht unabhängig bestätigt werden, doch die Bilder und Videos in sozialen Medien zeigen die angespannte Lage deutlich. 

Trump warnt Iran vor Gewalt gegen Demonstranten

Die Proteste im Iran haben auch international für Aufsehen gesorgt. US-Präsident Donald Trump meldete sich am Freitag mit einer klaren Botschaft: Sollte die iranische Regierung friedliche Demonstranten gewaltsam unterdrücken, werde die USA eingreifen. „Wenn der Iran friedliche Demonstranten gewaltsam unterdrückt, wie es ihre Gewohnheit ist, wird die Vereinigten Staaten ihnen zu Hilfe kommen. Wir sind mit geladener Waffe bereit zum Einsatz“, sagte Trump in einem Beitrag auf Truth Social, so „New York Times“.

Proteste in Teheran
Proteste in Teheran Social Media/ZUMA Press Wire/dpa

Bereits 2018 hatte Trump den internationalen Atomdeal mit dem Iran aufgekündigt und harte Sanktionen verhängt, die das Land wirtschaftlich schwer getroffen haben. Die aktuelle Protestwelle zeigt, wie tief die Krise das Leben der iranischen Bevölkerung beeinflusst hat.

Ein Land zwischen Hoffnung und Gewalt

Die iranische Regierung steht unter massivem Druck. Präsident Massud Peseschkian versprach in einer kurzen Botschaft wirtschaftliche Reformen und zeigte sich dialogbereit. Doch viele Demonstrierende machen ihn direkt für die Misere verantwortlich und fordern nicht nur wirtschaftliche Verbesserungen, sondern auch politische Reformen.

Die Justiz reagierte mit Härte: Generalstaatsanwalt Mohammed Mowahedi-Asad drohte laut „Reuters“ mit „entschiedenen Maßnahmen“ gegen jeden Versuch, die Proteste für politische Zwecke zu nutzen oder Unruhe zu stiften. Die Sicherheitskräfte wurden verstärkt eingesetzt, um die Demonstrationen unter Kontrolle zu bringen.