SPD Dachau präsentiert Kandidaten und stellt sich hinter OB Florian Hartmann

  1. Startseite
  2. Lokales
  3. Dachau
  4. Dachau

Kommentare

„Und backen kann er auch“: OB-Kandidat Florian Hartmann bei seiner Bewerbungsrede. © hab

Auf der Aufstellungsversammlung der SPD Dachau haben die Anwesenden OB Florian Hartmann und der Stadtratsliste ihre volle Zustimmung erteilt.

Abraham Lincoln ging als 16. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika in die Geschichte ein. Während seiner kurzen Amtszeit, die von 1861 bis 1865 währte, soll er ziemlich viele schlaue Sätze gesagt haben wie diesen: „Ihr werdet die Schwachen nicht stärken, wenn ihr die Starken schwächt.“

Dennoch, trotz dieser heutzutage eher un-sozialdemokratischen Einstellung, war der gute alte Lincoln Thema bei der jüngsten Aufstellungsversammlung des SPD-Ortsvereins Dachau. Die Sozialdemokraten verabschiedeten am Mittwochabend im Thomahaus nämlich ihre Kandidatenliste für die Stadtratswahl und schickten den SPD-Amtsinhaber Florian Hartmann offiziell ins Rennen um den Chefsessel im Rathaus.

Die Kandidaten der SPD Dachau

Auf den ersten Plätzen unverändert, ansonsten eine bunte Mischung aus bekannten und neuen Gesichtern: die Listenkandidaten der Dachauer SPD.
Auf den ersten Plätzen unverändert, ansonsten eine bunte Mischung aus bekannten und neuen Gesichtern: die Listenkandidaten der Dachauer SPD. © hab

Diese Genossen wollen in den Stadtrat

1. Florian Hartmann, 39, Oberbürgermeister; 2. Anke Drexler, 60, Referentin und Bildungsberaterin; 3. Dennis Behrendt, 32, BRK-Kreisgeschäftsführer; 4. Christa Keimerl, 72, Unternehmerin; 5. Bernd Hubensack, 62, Sparkassenfachwirt; 6. Sophie Kyriakidou, 60, Dozentin für Deutsch als Fremdsprache; 7. Volker C. Koch, 68, Studiendirektor i. R.; 8. Brigitte Hinterscheid, 73, Grundschullehrerin i. R.; 9. Zgjim Alija, 22, Student; 10. Lena Henninger, 38, Grundschullehrerin; 11. Andreas Gahr, 53, Diplom-Kaufmann; 12. Sabina Endter-Navratil, 59, Diplom-Sozialpädagogin; 13. Dr. Ramon Rümler, 55, Kinderarzt; 14. Mijana Terzic-Tanaskovic, 19, Studentin; 15. Louis Schmah, 18, Schüler; 16. Katja Caspari, 48, Unternehmerin; 17. Luca Zimmermann, 26, IT-Availability-Manager; 18. Gabi Wieneck-Vilano, 58, Steuerfachangestellte; 19. David Gierke, 33, Richter am Amtsgericht; 20. Claudia Hinterberger, 49. Einkommenssteuersachbearbeiterin; 21. Florian Heiser, 55, SAP-Projektmanager; 22. Manuela Märkl, 49, Praxismanagerin; 23. Stefan Hefele, 35, IT-Berater; 24. Christine Sieben, Kulturmanagerin; 25. Richard Bartl, 60, MAN-Betriebsrat; 26. Anke Schölmerich, 45, Hausärztin; 27. Julian Jani, 24, Student; 28. Susanne Kaufmann, 48, Architektin; 29. Helmut Hillmayer-Hettich, 63, Diplom-Ingenieur; 30. Claudia Krenz, 46, selbständige Handelsvertreterin für Kindermode; 31. Lorenz Flach, 37, Gymnasiallehrer; 32. Cornelia Mirlach-Koch, 64, Praxismanagerin; 33. Anthony Vilano, Physiotherapeut, 64; 34. Karin Märkl, 60, Unternehmerin; 35. Thorsten Krenz, 51, Berufssoldat; 36. Barbara Hausen, 77, selbständige Hausverwalterin; 37. Detlev Ebert, 79, Verwaltungsangestellter; 38. Kornelia Ebert, 71, Sozialpädagogin; 39. Franz X. Böhm, 54, Gitarrenlehrer; 40. Christa Spencer, 79, ehem. Betriebsrätin in der MD-Papierfabrik.

Hartmanns Motto: „Erhalt vor Ausbau“

Hartmann, 39, gab sich in seiner Rede heimatverbunden: OB zu sein, sei für ihn „die schönste Aufgabe und das schönste Amt der Welt“. Er blickte zurück auf die vergangenen, nicht einfachen Jahre, und betonte, dass unter seiner Ägide vieles erreicht worden sei – und zwar in sachlicher, über Parteigrenzen hinweg funktionierender Zusammenarbeit. „Der Wille einer sehr großen Mehrheit im Stadtrat, miteinander etwas für unsere Stadt zu erreichen, war deutlich spürbar. Nicht die Partei hat gezählt, sondern die Stadt!“

Doch laut Hartmann dürften die Zeiten nicht einfacher werden: „Ich glaube, ich bin kein Pessimist, wenn ich sage, dass es in den kommenden Jahren vor allem darum geht, das Erreichte zu erhalten und zu bewahren“. Es könne nicht mehr jeder Wunsch erfüllt werden, die Stadt werde nicht mehr alles leisten können. Das, so Hartmann, „gehört zur Ehrlichkeit“ und „da werde ich den Leuten nichts vormachen“. Motto der kommenden Jahre sei: „Erhalt vor Ausbau. Realitätssinn statt Wunschträumerei.“

Anspielung auf CSU-Kontrahent Christian Hartmann

Und genau an dieser Stelle kam Good Old Abe Lincoln ins Spiel. Der „wunderbare US-Präsident“ nämlich, so Hartmann, „hat es so formuliert: ,Mitten im Fluss soll man nicht die Pferde wechseln.‘“ Und dies gelte „auch in den seltenen Fällen, in denen die Pferde zufälligerweise auf den gleichen Nachnamen hören“.

Dies war nicht die einzige Anspielung auf den namensgleichen Mitbewerber. Ein Image-Video, hauptsächlich bestehend aus Florian Hartmanns kerniger Bierzelt-Rede im August auf dem Dachauer Volksfest im Rahmen des Besuchs von Vizekanzler Lars Klingbeil, endete mit den Worten: „Florian heißt der, der‘s kann.“ Und, um auch wirklich ganz sicher zu gehen, dass die Zuschauer den Zusammenhang mit CSU-Kandidat Christian Hartmann, einem gelernten Bäckermeister, herstellen, wurde noch ein Bild gezeigt, auf dem Florian Hartmann mit einem Backblech in der Hand zu sehen ist, und den Worten darunter: „Und backen kann er auch.“ Für die Rede und das Video gab es am Ende stehenden Applaus und – keine Überraschung – 100 Prozent Zustimmung.

SPD bestimmt Stadtratsliste

Genauso eindeutig fiel im Anschluss auch die Wahl der Stadtratsliste aus. Wobei der Ortsverein auch hier vor allem auf die Themen Erfahrung und Verlässlichkeit zu setzen scheint. Die ersten acht der 40 Listenplätze werden von erfahrenen Stadträten besetzt, die prominentesten Christa Keimerl auf Platz 4 und Volker C. Koch auf 7. Einzig die Stadträte Berkay Kengeroglu und Sylvia Neumeier treten zur kommenden Wahl nicht mehr an.

Spitzenkandidat Florian Hartmann fand angesichts der harmonischen Veranstaltung denn auch: „Wir haben ein super Bild abgegeben!“ Nun gelte es, „miteinander die Zukunft zu gestalten“!

Die weiteren Kandidaten

Neben SPD-Amtsinhaber Florian Hartmann und Christian Hartmann von der CSU, treten Dr. Martin Modlinger von den Grünen, Jürgen Schleich von der ÜB sowie Markus Erhorn von den Freien Wählern Dachau und Michael Eisenmann für das Bündnis für Dachau und Volt für die Bürgermeisterwahl an. Die Kommunalwahl findet am Sonntag, 8. März, 2026 statt. Sollte es bei der Oberbürgermeisterwahl zur Stichwahl kommen, findet diese am Sonntag, 22. März statt.