"Unbegreiflich, was sich linke Aktivisten von solchen Aktionen versprechen"

Der Anschlag auf die Stromversorgung in Berlin rückt politische und sicherheitstechnische Schwächen in den Fokus. In den Kommentaren zum aktuellen FOCUS Briefing prallen zwei zentrale Positionen aufeinander: Ein breites Lager wirft Regierung und Behörden Tatenlosigkeit oder bewusste Verharmlosung von Linksextremismus vor. Andere diskutieren kritisch die Rolle der Medien und warnen vor einer einseitigen Wahrnehmung linker und rechter Gewalt. Über alle Positionen hinweg wird klar, dass die Debatte von Vertrauensverlust, politischer Unzufriedenheit und Sorge um die Sicherheit im Land geprägt ist.

Kritik an Politik und Sicherheitsversagen

Mit 42 Prozent stellt dieses Lager die stärkste Gruppe im Meinungsspektrum dar. Viele Leser machen nach dem Anschlag in Berlin ein gravierendes Versagen von Politik und Sicherheitsbehörden aus. Sie kritisieren konkret, dass Ermittlungen oft ins Leere laufen, der Verfassungsschutz untätig bleibt und linke Gewalt systematisch verharmlost werde. Im Artikel angeführte Beispiele zur Vernachlässigung und Untätigkeit spiegeln sich in den Kommentaren wider, etwa in Hinblick auf die wiederholt aktive 'Vulkangruppe'. Die Nutzer fordern eine sichtbare Konsequenz seitens Staat und Behörden und vermissen eine Gleichbehandlung von rechter und linker Gewalt. Vertrauen in Regierung und Sicherheitsdienste ist erkennbar erschüttert.

"Seit 16 Jahren ist die Terrorgruppe aktiv, und unser hochbezahlter Geheimdienst weiß nichts über die Gruppe? Das stärkt doch mein Vertrauen in diesem Staat."  Zum Originalkommentar

"Das ist ein Ergebnis von verfehlter deutscher Innenpolitik. Man hat sich jahrelang auf den Rechtsextremismus und AFD konzentriert. Währenddessen konnten Linksextremismus und linkes Gedankengut im Stillen wachsen und gedeihen. Beide sind brandgefährlich, da gibt es keinen Unterschied."  Zum Originalkommentar

Kritik an Linksextremismus und Gewalt

Die zweitgrößte Gruppe – 16 Prozent der Debatte – konzentriert sich auf die eindeutige Verurteilung des Linksextremismus. Viele Nutzer sehen in Taten wie dem Anschlag auf die Berliner Stromversorgung eine latente Gefahr für das demokratische Zusammenleben. Der Vergleich mit rechtsextremer Gewalt wird regelmäßig gezogen; einige halten linksextreme Gruppen sogar für die größere Bedrohung im aktuellen gesellschaftlichen Klima. Die Debatte greift die Frage der Motivation linker Gruppen auf und fordert eine konsequente strafrechtliche Verfolgung solcher Delikte, wie sie im Artikel ebenfalls angesprochen wird.

"Unbegreiflich, was sich diese linken Aktivisten von solchen Aktionen versprechen. Glauben die ernsthaft, dass auch nur ein Bruchteil der Bevölkerung Sympathie für diese sinnlosen Aktionen zeigt? Das Einzige, was sie erreichen, ist die Tatsache, dass sie sich strafbar gemacht haben und die Strafverfolgung nun zuschlägt."  Zum Originalkommentar

"Es ist längst bekannt, dass das linksextremistische Vorgehen von gewissen Akteuren nicht zu unterschätzen ist. Die Gefahr von links ist nicht unwesentlich größer als die von ganz rechts. Wird aber von genanntem Klientel nicht gerne gehört."  Zum Originalkommentar

"Die Linken genießen in diesem Land die absolute Narrenfreiheit...eine toxische Freiheit! Und der Verfassungsschutz ist mal wieder völlig überfordert! Bravo!"  Zum Originalkommentar

Kritik an gesellschaftlicher und politischer Spaltung

Weitere Leser (acht Prozent) diskutieren verstärkt die gesellschaftliche Spaltung und politische Polarisierung, die durch Ereignisse wie den Anschlag in Berlin befeuert werden. Leser machen auch die Wählerschaft selbst für das Entstehen solcher Situationen verantwortlich und sehen fehlendes Interesse oder Gleichgültigkeit bei Teilen der Bevölkerung als Problem. Wiederholt wird die Gleichbehandlung von Rechts- und Linksextremismus eingefordert, einige erkennen eine einseitige Fokussierung auf eine Seite des Spektrums. Der Originalartikel liefert hierzu aus Sicht vieler das Schlaglicht für die Debatte.

"Und die Bevölkerung wählt den politischen Arm dieser Straftäter und auch jene Parteien, die mit diesem Arm zusammenarbeiten, auch noch. Also nicht groß beschweren."  Zum Originalkommentar

"Die Berliner bekommen nun eine Abschlagsrechnung auf ihr Wahlverhalten in der Vergangenheit und der damit verbundenen Einäugigkeit bezüglich Extremismus von links und rechts. So leid mir die Betroffenen tun, vielleicht wird der eine oder andere mal wach."  Zum Originalkommentar

"Heute Morgen habe ich mal in der Arbeit in die Runde gefragt, was meine Kollegen davon halten, was am Wochenende passiert ist. Ich habe lediglich fragende Blicke geerntet. Und das macht mir am meisten Angst, dass es den Großteil gar nicht interessiert, was in Deutschland los ist."  Zum Originalkommentar

Kritik an Infrastruktur und Versorgungssicherheit

Etwa sieben Prozent der Leser legen ihren Schwerpunkt auf Probleme bei Infrastruktur und Versorgung. Nach dem Berliner Anschlag äußern sie Zweifel an der Notfallvorsorge und kritisieren, dass kritische Bereiche wie Strom- und Wasserversorgung nicht ausreichend geschützt seien. Anklänge aus dem Artikel, wie die mangelnde Katastrophenstrategie, finden sich als wiederkehrender Vorwurf wieder – besonders mit Blick auf empfindliche Gruppen und hohe Reparaturzeiten. Ebenso angesprochen werden Ressourcenprobleme und schwierige Prioritätensetzung im Alltag der Berliner Verwaltung.

"Übrigens waren über Weihnachten vom 18.12. bis 4.1. viele Arztpraxen geschlossen - und sinnigerweise auch viele Heizungswartungsunternehmen - 5 Tage haben wir bei 12 Grad im Wohnzimmer auf einen Heizungsmonteur gewartet - viele hatten im März noch Termine - aber das passte bei uns nicht. - In Berlin all das."  Zum Originalkommentar

"Berlin hat kein Geld für den Schutz der Infrastruktur und den Schutz der Bürger! Lieber gibt man 2 Milliarden für das Pflanzen von Bäumen aus, das Anlegen von neuen Fahrradtrassen und 1,2 Milliarden für das Anmieten von Hotels, um „Geflüchtete“ unterzubringen! Alles nachzulesen beim Berliner Rechnungshof! Berlin ist ein Spiegelbild der politischen Verhältnisse in Deutschland!"  Zum Originalkommentar

"Die Wohlstandsverwahrlosung dieser sogenannten Aktivistinnen ist zu einem erschreckenden Punkt angelangt. Die Polizei in Berlin kann hoffentlich die Handyortung dieser Funkzelle auswerten, oder … war hier der Strom ausgefallen?"  Zum Originalkommentar

Kritik an Medienberichterstattung und Wahrnehmung

Weitere Stimmen (sechs Prozent) befassen sich vor allem mit der Medienlandschaft und einer als unausgewogen empfundenen öffentlichen Debattenkultur nach Anschlägen wie in Berlin. Die Kommentierenden prangern eine angebliche linksdominierte Berichterstattung an, bei der rechte Taten viel intensiver beleuchtet würden als linke Gewalt. Kritisiert werden zudem die politische Nähe vieler Journalisten zu linken Positionen und die Vernachlässigung objektiver Aufklärung bei linksextremen Straftaten. Offen bleibt dabei, wie die Medien aus Sicht der Nutzer künftig glaubwürdiger berichten könnten.

"Linke, oft Antifa-Terrorakte, werden in den Medien meist nur am Rande erwähnt und dann schnell vergessen. Rechte Terrorakte werden ständig in den Medien aufgekocht, selbst wenn sie Jahre und Jahrzehnte zurückliegen. Somit soll die Wahrnehmung der Bürger bewusst fehlgeleitet werden. Wer dies nicht erkennt, dem ist nicht mehr zu helfen."  Zum Originalkommentar

"Links wird gefördert, rechts zum Teil verunglimpft. Normal denkende und beobachtende Menschen haben das schon lange erkannt. Dazu tragen die Medien den größten Anteil bei."  Zum Originalkommentar

Kritik an politischer Linksförderung

Ebenfalls mit sechs Prozent Anteil richtet sich diese Perspektive gegen eine angebliche strukturelle Förderung linker Gruppierungen durch etablierte Parteien und Regierungen. Nutzer vertreten die Ansicht, dass Linksextremismus nicht nur vernachlässigt, sondern sogar aktiv begünstigt werde, etwa durch finanzielle Unterstützung von NGOs oder das Tolerieren öffentlicher Äußerungen. Diese Haltung wird in der Debatte mit dem Umgang mit rechter Gewalt verglichen. Außerdem fordert das Lager eine stärkere Neutralität im politischen Handeln und deutet auf die Folgen für das politische Klima und Wahlverhalten hin.

"Was heißt versagen, Links wird doch gefördert. Schaut man sich die aktuelle Politik an, dann ist die CDU doch schon im Sog der SPD wegen Machterhalt deutlich nach links abgedriftet."  Zum Originalkommentar

"Regierungsmitglieder, die sich offen zur Antifa bekennen, dürften eigentlich keine Staatsverantwortung haben. Aber hier in Deutschland scheint einiges anders zu sein."  Zum Originalkommentar

"Selbstverständlich haben auch SPD, Linke und BSW sich öffentlich zu äußern und ggf. Kontakte zu den Leuten der Polizei zu melden. Alles andere ist indiskutabel, verhöhnt Geschädigte und gibt zudem noch den Blau/Braunen Auftrieb. Was für ein Mist."  Zum Originalkommentar

Sonstige Stimmen

Mit 15 Prozent umfasst diese Kategorie gemischte oder unspezifische Stimmen aus der Debatte. Die Kommentare sind thematisch breit gestreut, beschäftigen sich mit ironischen Anmerkungen, allgemeinen Beobachtungen zur politischen Situation oder äußern sich auf pointierte Weise zur Gesamtlage. Eindeutig trennende Linien oder klare Positionen sind hier nicht auszumachen.

"Berlin spiegelt die deutsche Zukunft! Unglaublich!"  Zum Originalkommentar

"Das übliche Lastenfahrrad-Bashing halt. Gibt es echt Menschen, die ernsthaft glauben, wenn die Verkehrsbehörde ihre Arbeit einstellt, dann würden die Sicherheitsbehörden ihre Arbeit besser machen?"  Zum Originalkommentar

"Die Blauen können ihr Glück kaum fassen."  Zum Originalkommentar

Wie bewerten Sie den Umgang von Politik, Medien und Sicherheitsbehörden mit Linksextremismus – reicht das Engagement aus, oder werden Risiken noch unterschätzt? Diskutieren Sie mit! 

Hinweis: Die in diesem Artikel zitierten Kommentare geben ausschließlich die Meinungen unserer Leser wieder und wurden inhaltlich nicht verändert. Die Analyse, Auswertung und thematische Gruppierung der Kommentare erfolgt automatisiert mithilfe Künstlicher Intelligenz.
Der Anschlag in Berlin zeigt das deutsche Versagen beim Linksextremismus
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