Der Anschlag in Berlin zeigt das deutsche Linksextremismus-Versagen

Das Positive vorweg: Nachdem Robert Habeck als verkaufsförderndes Argument für dieselbetriebene Notstrom-Generatoren inzwischen ausfällt, übernehmen nun Linksextremisten das Marketing. Trotz Wirtschaftskrise dürften sie den Händlern ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2026 bescheren.

Die Schattenseite: Zehntausende Menschen in Berlin haben die zweite stromlose Kälte-Nacht (von wie vielen noch?) hinter sich – bibbernd zu Hause, aus Sorge vor Einbrechern, mangels Alternativen oder wegen Gebrechlichkeit, weil der ausgefallene Fahrstuhl sie an die Wohnung fesselt. Wer zu Freunden oder ins Hotel geflüchtet ist, befürchtet derweil, dass daheim die Wasserrohre platzen. Frost ist gnadenlos.

Anschlag gefährdet Menschenleben

Schlimmer noch: Ein älterer Herr bezahlte den Anschlag auf das Stromnetz beinahe mit dem Leben. Rettungskräfte konnten den Akku seines Beatmungsgeräts gerade noch rechtzeitig ersetzen.

Den Zynismus der laut Bekennerschreiben „gemeinwohlorientierten“ Terror-Aktion muss man nicht betonen. Auch das provinzielle Krisenmanagement des Hauptstadt-Bürgermeisters Kai Wegner (CDU) spricht für sich – und gegen ihn.

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Fast beruhigend wäre es, wenn ausländische Akteure hinter dem Anschlag steckten. Wahrscheinlicher sind einheimische Saboteure, die dem Kreml netterweise demonstrieren, wie leicht sich Deutschland lahmlegen lässt.

Die sogenannten Vulkangruppen begehen seit 2011 Anschläge auf Bahn- und Kabeltrassen. Es sind keine verirrten Idealisten, sondern Kriminelle mit Umsturz- und Gewaltfantasien, deren Hass auf alles Bürgerliche Menschenleben gefährdet. Was sich angeblich gegen „die ausbeuterischen Reichen“ richtet, trifft alle.

Systematische Verharmlosung

Dass Linksterroristen hierzulande recht ungestört agieren, ist auch jahrzehntelanger, systematischer Verharmlosung geschuldet: In Thüringen wurde unter der Linkspartei die Beobachtung von Linksextremisten eingestellt, in Berlin tauchten sie im rot-rot-grünen Koalitionsvertrag erst gar nicht auf.

Noch vor wenigen Jahren beklatschte die Grünen-Bundestagsfraktion die Forderung nach einem Demokratiefördergesetz, damit „Antifa-Gruppen” nicht „immer um ihr Geld ringen“ müssen. Auch für weite Teile der SPD gilt, dass alles, was „gegen rechts“ ist, automatisch reinen Herzens sein muss.

Bonzen-Hasser reinen Herzens

Witze bei der Linkspartei über Erschießungen von oder Arbeitslager für Reiche sind ein weiteres Symptom, ebenso wie eine linksextreme AktivistInnen-Agentur, die öffentlich-rechtlichen Sendungen Talkshowgäste zuführte.

Während Rechtsextremismus als das bekämpft wird, was er ist – eine Gefahr für Staat und Gesellschaft – stehen Bonzen- und Eliten-Hasser unter dem Schutz deutscher Sozialismus-Romantiker.

Wenn dann noch Straßenschilder für neue Lastenfahrrad-Parkplätze Priorität vor dem Schutz der kritischen Infrastruktur genießen, braucht sich niemand zu wundern, wenn der Glaube an die Politik genauso ausfällt wie zurzeit der Strom.

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