Heißen Showtanz und eine gute Show lieferten die sieben Gruppen von Dance United bei der umjubelten Premiere.
Wartenberg – Die Showtanzformation Dance United hat in der Wartenberger Strogenhalle am Samstag eine rauschende Programmpremiere gefeiert. Sieben Gruppen waren es insgesamt, eine Steigerung gegenüber früheren Jahren. Die Halle war komplett ausgebucht, die Stimmung großartig.
Dafür, dass das fünfstündige Programm überhaupt möglich war, waren enorm viele Menschen im Hintergrund notwendig: Technik, Kostümschneiderinnen, Service, Kuchenbäcker und selbstverständlich Trainer. Allein im Jugendbereich sind hier 13 Ehrenamtliche tätig, wie Jugendleiter Thorsten Schultz herausstellte. Dazu kommen die drei Trainer der Hauptgruppe. Diesen galt auch die Aufmerksamkeit von Bürgermeister Christian Pröbst und Vize-Landrat Franz Hofstetter.
18 Hallenstunden zusätzlich
Langsam leerte sich der große Tisch mit den vielen Geschenken, der neben der Bühne aufgebaut worden war. Der Bürgermeister berichtete, dass es zusammen mit den Sportreferenten Isabell Haindl und Michael Pröbst gelungen sei, 18 weitere Hallenstunden gerade für Dance United zu gewinnen.
Wie berichtet, konnte die Turnhalle eines Kindergartens für diese Vereinszwecke bereitgestellt werden. Christian Pröbst sagte zur Heimatzeitung: „Die Hallengröße ist ideal, und sie ist auch hoch genug.“ Und Höhe, die brauchen die Showtänzer: Bei den Fantics, 30 Tänzerinnen stark und immerhin amtierender europäischer Vizemeister, flogen die Tänzerinnen geradezu bedrohlich hoch und machten damit deutlich: Sie wollen es wissen.
Die Kleinsten, die Fantasy Dancers, blieben mit ihren 24 Kindern noch am Boden, hatten aber das Motto „Chill mal“ und arbeiteten die alterstypischen Konflikte zwischen Mädchen und Buben liebevoll auf.
Der große Zuwachs an Aktiven im Jugendbereich hat die Bildung einer neuen Gruppe nötig gemacht: Die 21 Passion-Showdancers im Alter von neun bis elf Jahren gaben ihr überzeugendes Bühnen-Debüt.
Die 24 Dance Angels gingen schon zu gewagten dreistöckigen Hebefiguren über. Die elf bis 13 Jahre alten Tänzerinnen markierten einen klaren Sprung, was die Choreografie angeht. Wie viele Kinder und Jugendliche es letztlich sind im Verein, das wurde beim Jugendfinale deutlich, wo alle auf die Bühne kamen, die sich für diese Menge sogar als etwas knapp bemessen herausstellte.
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Im Kontrast dazu standen die Hot Hips, die sogar Elemente von Tanztheater auf die Bühne brachten. Herrlich, wie sie die Leiden der berühmten „Männergrippe“ inszenierten. Dabei hatten die Augen der Zuschauer bei den FunkYllusion Schwierigkeiten, dem Tempo zu folgen, das die Ranglistenführer der zweiten Bundesliga vorlegten.
Die erfahrene Wettkampfgruppe machte allen klar: „Wir sind bereit!“ Das ist die Hauptgruppe auch. Wie immer war deren Show der Höhepunkt des Abends, die Choreografie anspruchsvoll. Dass die 18 Aktiven, darunter Gründungsmitglied und Zweite Vorsitzende Steffi Bungart („Küken“), sich wieder dermaßen gut gefangen haben, riss das Publikum von den Plätzen.
Aushilfstänzer wegen Verletzungspech
Selbstverständlich war das nicht. Gerade die Hauptgruppe hatte in der abgelaufenen Saison dermaßen mit Verletzungspech und Ausfällen zu kämpfen, dass die Formation, die bei der Programmpremiere auf der Bühne war, nie wieder so aufgetreten ist. Das ging so weit, dass Aushilfstänzer aus anderen Vereinen gebeten werden mussten. Vorsitzender Torsten Drews nutzte die Premiere, diesen zu danken. Die Kameradschaft unter den Vereinen wurde bei der Gelegenheit spürbar.
Es wurde am Ende eine fantastische und völlig unfallfreie Programmpremiere, auch wenn der Zeitplan etwas aus den Fugen geriet.