„Einfach Robert“: Wiesseer SPD nominiert Kühn erneut als Bürgermeisterkandidat

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Wollen in den Gemeinderat: (stehend v.l.) Benedikt Dörder, Leonhard Fischbacher, Brigitte Blana, Wolf-Hagen Böttger, Gudrun Putschögl, Thomas Kühn, Robert Kühn, Gudrun Tenne, Uschi Fischbacher, Lars Tappert, Claus Leitzmann, Hans-Peter Windfelder, Maximilian Knitter und Karlotta Brietzke sowie (sitzend v.l.) Gertraud Ottl, Mario Weiß, Rita Windfelder, Dr. Isabel Dörder und Michael Lausch. Nicht anwesend war Bernd Kuntze-Fechner. © Ralf Poeplau

Auch bei der Kommunalwahl 2026 setzt die Wiesseer SPD auf Robert Kühn: Sie hat den amtierenden Rathauschef zum Bürgermeisterkandidaten gekürt. „Einfach Robert“ lautet das Motto für den Wahlkampf.

Bad Wiessee – Rotes Einstecktuch, blauer Anzug. So hatte sich Robert Kühn vor sechs Jahren zum Wahlkampf aufgemacht. „Manche fanden es blöd, Mitbewerber haben sich darüber lustig gemacht“, erzählte der Wiesseer Bürgermeister am Montagabend (20. Oktober) gut gelaunt im Bürgerstüberl. Für Aufmerksamkeit hat das unkonventionelle Erscheinungsbild allemal gesorgt. Bei der Aufstellungsversammlung der Wiesseer SPD wurde der 43-Jährige nun von allen 13 Stimmberechtigten erneut zum Bürgermeisterkandidaten gekürt. Er präsentierte sich – neben dem obligatorischen Einstecktuch – in knallroten Turnschuhen, die ihn diesmal durch die Zeit des Wahlkampfes und ein weiteres Mal ins Amt tragen sollen.

Kühn verweist auf erfolgreich abgeschlossene Projekte

„Einfach Robert“, diese zwei Worte hat Kühn als Motto für die Zeit bis zur Kommunalwahl im März 2026 ausgegeben. „Wir haben in den vergangenen sechs Jahren wahnsinnig viel erreicht“, sagte er in Richtung seiner Genossen und Unterstützer, die sich im urigen Bürgerstüberl um zwei große Tische geschart hatten. Kühn nannte als Beispiele die bekannten Projekte wie Kita-Zentrum und den „Diamanten“ Gasthof zur Post und betonte: „So große Projekte sind nur möglich, wenn alle zusammenarbeiten.“ Zudem brauche es einen Bürgermeister, „der moderierend steuert und sich nicht immer in den Vordergrund stellt“.

Kühn will im Falle seiner Wiederwahl die Infrastruktur ertüchtigen

In den kommenden sechs Jahren, so kündigte Kühn für den Fall seiner Wiederwahl an, gehe es nun darum, die Infrastruktur Bad Wiessees zu ertüchtigen: „Weg von den großen Schlaglichtern, hin zu den Dingen, mit denen jeder von uns täglich in Berührung kommt.“ Dafür bat Kühn um die Stimmen seiner Genossen. Erfolgreich.

Gemeinderatswahl: Auf der SPD-Liste stehen 20 Bewerber

Als erste Gruppierung in Bad Wiessee hat die SPD an diesem Abend zudem die Kandidatenliste für die Gemeinderatswahl aufgestellt. Mit 20 Bewerbern ist die Liste voll bestückt. „Das zeigt, wie stark wir sind“, erklärte Kühn selbstbewusst. Unter den Kandidaten finden sich innerhalb der ersten zehn Listenplätze auch alle amtierenden Gemeinderäte. Ganz konnte man die Quote nicht einhalten, doch stellen sich immerhin acht Frauen zur Wahl. Die Liste wurde von den Mitgliedern mit einstimmigem Votum abgesegnet.

Bruno Peetroons: „Der Robert ist der rote Leuchtturm“

Bruno Peetroons, der als SPD-Unterbezirksvorsitzender gemeinsam mit Johann Schmid von der Gmunder SPD die Aufgabe der Zählkommission übernommen hatte, sicherte dem Ortsverein volle Unterstützung zu. „Der Robert ist der rote Leuchtturm hier, der übers Tegernseer Tal hinausstrahlt“, sagte Peetroons.

Ob es Kühn mit einem Gegenkandidaten zu tun bekommen wird, ist übrigens noch offen. Bislang ist in dieser Frage noch keine andere Gruppierung aus der Deckung gekommen. Die CSU hatte im Frühjahr angekündigt, einen eigenen Bewerber aufbieten zu wollen. Dem Vernehmen nach wurde aber noch kein geeigneter Kandidat gefunden.

gab