Tanzgruppe „Sol y Color“: Flamenco in maßgeschneiderten Kleidern

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Am Ufer des Ammersees in der Sonne posiert die Flamenco-Tanzgruppe „Sol y Color“ (v.l.): Isabella Stocker, Kathrin Lauber, Veronika Wurzrainer, Dorothea Sick und Gabriella Platz. © Andrea Jaksch

Die private Tanzgruppe „Sol y Color“ tritt immer mal wieder auf Veranstaltungen auf, jüngst auf dem Nachtmarkt in Herrsching. Seit 20 Jahren tanzen die Frauen Flamenco – und sie lieben es bis heute.

Pöcking – Sobald Kathrin Lauber aus Pöcking in ihr maßgeschneidertes Kleid steigt, sich den Hut auf den Kopf setzt, Fächer und Kastagnetten in die Hand nimmt, ihre Haare streng nach hinten bindet und dann noch Blumen reinsteckt, ist sie bereit. Bereit, um Flamenco zu tanzen. Lauber vergleicht den Tanzstil mit einem spanischen Feuer. „Flamenco strahlt wahnsinnige Lebensfreude aus. Wir haben alle wahnsinnig Spaß daran.“ Sie ist Mitgründerin der privaten Tanzgruppe „Sol y Color“. Aus dem Spanischen übersetzt heißt „sol“ Sonne und „color“ Farbe. Kennengelernt haben sich die Frauen vor etwa 20 Jahren bei einem Tanzkurs für Flamenco im TSV-Starnberg.

Flamenco ist ein Tanz- und Musikstil mit spanischem Ursprung, genauer in Andalusien. 2010 wurde der Stil von UNESCO sogar zum immateriellen Kulturerbe erklärt. Und getanzt wird dieser Stil eben auch im Landkreis. Die Frauen aus der Gruppe sind alle um circa Mitte 50. Sie kommen sowohl aus München, Starnberg und Pöcking. „Wir sind ganz gemischt“, sagt Lauber.

Die Kleider, die die Frauen bei ihren Auftritten tragen, sind alle maßgeschneidert. Beispielsweise sehen sie irgendwo ein schönes Kleid, ob im Internet oder bei einer Veranstaltung, lassen sich dieses dann entwerfen und schneidern. „Jede von uns hat circa drei bis vier“, sagt Lauber. Die Fächer kommen direkt aus Spanien.

Breitgefächertes Repertoire an Tänzen

„Wir treten drei- bis viermal im Jahr auf. Früher war es mal mehr“, sagt die Tänzerin. Bei den Auftritten sind fünf bis acht Frauen dabei. „Es ist immer schwierig, alle zusammenzukriegen. Wir haben alle viel um die Ohren.“ Lauber selbst führt den Laden „Post und Lotto Pöcking“.

Die Gruppe trainiere regelmäßig. Dabei gebe es auch immer mal wieder Diskussionen, beispielsweise ob sie mit Hut oder ohne tanzen, sagt Lauber lachend. „Wir versuchen einach immer, unsere Tänze zu verbessern und neu zu gestalten.“

Zu den Tänzen, die zu ihrem Repertoire gehören, zählen unter anderem Sevillanas. „Der wird sehr viel in Sevilla getanzt“, erklärt Lauber. Außerdem können sie Bulería, Paso Doble sowie Rumba. „Wir tanzen auch Farruca. Das ist eigentlich ein Männertanz, aber wir tanzen ihn auf weibliche Art, sozusagen ein bisschen weicher“, erklärt Lauber.

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Die Gruppe kann zum Beispiel für Hochzeiten, Partys oder Geburtstage gebucht werden. Jüngst traten die Frauen auf dem Herrschinger Nachtmarkt auf. Sie würden spanische Funken auf Festen versprühen, steht auf der Internetseite. Und: „Wir verzaubern Ihre Gäste mit dem andalusischem Temperament unserer Tänze und der traditionellen Musik der Sevillanas, der Alegria und der Farruca.“ Die Gruppe verspricht übrigens, dass bei Auftritten noch niemand sitzen geblieben sei. Weitere Informationen gibt es online unter www.flamencoshow.de.

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