Neues zum Rathaus-Neubau: Letzte Entscheidungen gefallen und grober Zeitplan steht

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Große Vorstellungsrunde für die aktualisierten Pläne zum Rathausneubau: Bürgermeisterin und Gemeinderäte lauschten den Ausführungen von Fachplaner, Architekten und Projektsteuerer. An die Wand geworfen: eine Skizze des neuen Sitzungssaals. © mik

Der Rathausneubau in Fahrenzhausen hat weitere Hürden genommen. Nun geht es Schlag auf Schlag. Die Entwurfsplanung wurde freigegeben, der Bauantrag wird bald eingereicht und ein grober Zeitplan steht.

Fahrenzhausen – Der nächste Schritt Richtung neues Rathaus in Fahrenzhausen ist getan. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde die Entwurfsplanung einstimmig freigegeben. Damit kann bald ein Bauantrag zur Genehmigung eingereicht werden.

Das Architekturbüro Schätzler stellte die überarbeitete Entwurfsplanung den Gemeinderäten und den vollen Zuhörerrängen vor. Dabei hatten die beiden Architekten Grundrisse und aktualisierte Ansichten von der Fassade und dem neuen Sitzungssaal. Den Gemeinderäten gefiel wohl, was sie sahen, da der Entwurfsplan einstimmig abgesegnet wurde.

Rathaus: Gemeinderäte entscheiden über Schallschutz und Sockel

Für die Themen Absturzsicherung an bodentiefen Fenstern, Ausführung des Sockelbereichs und Schallschutz jeweils im Müllraum, Technikraum und Sitzungssaal waren separate Abstimmungen nötig. Doch auch hier einigte man sich schnell, vor allem weil die Punkte im Arbeitskreis vorbesprochen und Empfehlungen ausgesprochen worden waren.

So entschied sich der Gemeinderat als Absturzsicherung für Glasgeländer. „Diese beeinträchtigen die Optik der Fassade am wenigsten“, so die Begründung der Architektin. Die Trennwand zwischen Müllraum und Büro wird eine reguläre Bürotrennwand. Ein aufwendig und teurerer Schallschutz wurde hier nicht als nötig angesehen, da die Reinigungskräfte den Müllraum überwiegend erst nach Feierabend der Rathausangestellten nutzen würden. Auch bei den Technikräumen wurde entschieden, nicht in zusätzliche Schallschutzmaßnahmen zu investieren. „Hier werden keine lauten Geräte drin stehen.“ Beim Schallschutz zwischen Technik und Sitzungssaal entschied man sich ebenfalls für eine Trockenbauwand, die trotz der Lüftungsgeräusche ausreichen soll.

In Sachen Sockelausführung berichtigte Robert Kern (FWG) die Sitzungsvorlage: „Der Arbeitskreis wollte eine dauerhafte, wirtschaftliche Lösung und nicht zwangsläufig einen Betonsockel.“ Tatsächlich sieht das Gremium einen normal verputzten Sockel als wenig langlebig an. Der Betonsockel würde jedoch hohe Mehrkosten verursachen. So wurde der Beschluss allgemein umformuliert in „eine dauerhafte, robuste, wirtschaftliche Variante als Alternative“ zur aktuellen Putzvariante.

Als Vorarbeit muss erst Kanal verlegt werden

Der Projektsteuerer pm5 stellte das Ergebnis der Kostenberechnung vor: Die aktuelle Kostenberechnung für den Rathausneubau beläuft sich auf knapp 9,8 Millionen Euro, das sind 45 258 Euro weniger als geschätzt. Allerdings empfahl pm5, Puffer von insgesamt 315 400 Euro für mögliche Mehrkosten einzuplanen. Zudem stellte der Projektsteurer etwa 263 500 Euro an Zuschüssen in Aussicht.

Auch einen Zeitplan gibt es: Der Bauantrag sollte schon bis Mitte August abgegeben werden. Heuer muss noch als Vorarbeit die Verlegung des Wasserkanals stattfinden, damit im Frühjahr 2026 Spatenstich für den Rathausneubau gefeiert werden kann. Ende 2027 könnte der Einzug ins neue Rathaus erfolgen – wenn alles gut geht.

Vorstellung der Freianlagen folgt noch

Einziger Wehrmutstropfen in der Sitzung: Die Freianlagenplanung konnte nicht präsentiert werden, da das Ingenieurbüro kurzfristig verhindert war. Gemeinderätin Annemarie Guttner (FWG) bat, dies auf jeden Fall öffentlich nachzuholen, da gerade die Außengestaltung die Fahrenzhausener interessieren dürfte.

Nun geht es Schlag auf Schlag weiter. Der Arbeitskreis Rathausneubau trifft sich am 18. Juli erneut, um unter anderem Einzelheiten zur Außenfassade zu besprechen. Letzte Untersuchungen der Architekten zur Fassadengestaltung mit vertikalen Holzlamellen und ohne Blechabdeckungen hatten bis zur Sitzung gefehlt, somit konnte noch kein endgültiger Beschluss gefasst werden.

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