Gemeinsam statt einsam

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Das Café Vergissmeinnicht wurde in Schwabhausen eingeweiht. Bürgermeister Wolfgang Hörl (3.v.l.), Manuela Eder und Maria Burgmair (v.r.) freut‘s. © hr

In Schwabhausen hat jetzt für Demenz-Patienten das Café „Vergissmeinnicht“ geöffnet.

Das Café „Vergissmeinnicht“ hat nun auch im Pfarrheim St. Michael in der Arnbacher Straße in Schwabhausen eine eigene Betreuungsgruppe eröffnet. Jeden Montag von 13 bis 15 Uhr heißen die Betreuerinnen Maria Burgmair und Manuela Eder alle Interessierten nach Voranmeldung herzlich willkommen.

Entlastung für pflegende Angehörige

Für viele Menschen, die von Krankheit, Alter oder einer Behinderung betroffen sind, ist es ein großer Wunsch, weiterhin in ihrer vertrauten Umgebung zu leben. In den meisten Fällen übernehmen Familienangehörige die Betreuung – eine Aufgabe, die mit enormen körperlichen und psychischen Belastungen verbunden ist. Um pflegende Angehörige zu entlasten und den Betroffenen selbst eine schöne Abwechslung im Alltag zu bieten, hat die verstorbene Hildegard Schuster in ihrer Funktion als Seniorenbeauftragte 2024 noch die Idee aufgegriffen, auch in Schwabhausen ein Demenz-Café zu eröffnen. Nun ist es soweit. Bürgermeister Wolfgang Hörl freut sich, dass „wir das unterstützen können, da dank des Engagements von Hildegard Schuster hierfür bereits Spenden zur Verfügung stehen“.

Dafür erleben die Teilnehmer zwei Stunden voller gemeinsamer Aktivitäten – von Gedächtnistraining über Sitzgymnastik und kreatives Gestalten bis hin zu Musik und Gesang. Hubert, der das Café „Vergissmeinnicht“ in Erdweg bereits kennt, freut sich über das Angebot, denn für ihn ist es schön, Bekannte zu treffen. Während die einen das Kartenspielen lieben, meint Elfriede lachend: „Na, mit den Karten hab‘ ich es gar nicht.“ In der aktuell noch kleinen Gruppe geht es gesellig zu, und beim Erraten alter Schlagertexte sind sich alle schnell einig, dass es „Himbeereis zum Frühstück“ gibt (Lied von Hofmann & Hofmann), Katja Ebstein von „Wunder gibt es immer wieder“ singt und Vicky Leandros nicht mit „Ralf“ sondern mit „Theo“ nach Lodz fährt.

Geselliges Miteinander

Neben der Förderung kognitiver und motorischer Fähigkeiten steht vor allem das gesellige Miteinander im Mittelpunkt. Die Gruppe wird immer von erfahrenen und geschulten Fachkräften geleitet und freut sich über die Unterstützung ehrenamtlicher Helfer. Auf Wunsch kann ein Fahrdienst in Anspruch genommen werden.

Pflegende Angehörige sind eingeladen, sich über das Angebot zu informieren und es zu nutzen. Neben der liebevollen Betreuung der Teilnehmer liegt ein besonderes Augenmerk darauf, Angehörige zu begleiten und zu entlasten.

hr

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Anfahrt, Anmeldung, Kosten

Das neue Demenz-Café „Vergissmeinnicht“ in Schwabhausen eröffnet im Pfarrheim von St. Michael. Dieses ist barrierefrei zugänglich. Weitere Informationen und die Anmeldungen sind über „mobile Pflege“ bei Markus Steiner unter der Telefonnummer 0 81 38/66 72 78 oder 0 81 31/53 96 47 sowie per E-Mail info@mobile-pflege-dachau.de möglich. Auf der Homepage der Gemeinde Schwabhausen sind ebenfalls weitere Informationen abrufbar. Bei Vorliegen eines Pflegegrades (Pflegegrad 1 bis 5) können die Aufwendungen für die Betreuungskräfte unter Umständen im Rahmen des so genannten Entlastungsbetrages über die Pflegekasse abgewickelt werden. Kosten für den Fahrdienst sind individuell zu vereinbaren. Für die weiteren Kosten wie Kaffee, Kuchen, Bastelmaterial wird ein kleiner Unkostenbeitrag in Höhe von aktuell 3 Euro berechnet.

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