Grüne geben Landratskandidaten bekannt: Tölzer Andreas Wild will antreten

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Möchte für die Grünen als Landratskandidat antreten: Andreas Wild. © Janine Hague

Die Grünen nominieren am 22. Oktober ihren Landratskandidaten: Andreas Wild aus Bad Tölz wirft seinen Hut in den Ring.

Bad Tölz-Wolfratshausen – Am 8. März 2026 entscheiden die Wähler, wer in den kommenden sechs Jahren als Landrat die Geschicke des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen lenken soll. Für Bündnis 90/Die Grünen wirft Dr. Andreas Wild (54) seinen Hut in den Ring. Dem Votum der Mitglieder wird er sich am Mittwoch, 22. Oktober, bei der Aufstellungsversammlung in Geretsried stellen. Sie bestimmen den Kandidaten basisdemokratisch per Direktwahl. Weitere Bewerbungen seien bisher nicht bekannt, heißt es in einer Pressemitteilung.

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„Langjährige Führungs- und Wirtschaftskompetenz“

Andreas Wild führt den grünen Kreisverband seit 2020 gemeinsam in einer Doppelspitze mit Melanie Grünwald. Zuvor war er lange im Ortsverband Bad Tölz aktiv. „Als Geschäftsführer mittelständischer Produktionsbetriebe bringt er langjährige Wirtschafts- und Führungskompetenz mit und hat als Pflegevater sowie ehemaliger Kreisjugendringsvorsitzender zahlreiche Berührungspunkte mit der Landkreispolitik“, heißt er in der Pressemitteilung. Wild ist in Bad Tölz geboren, aufgewachsen und wohnhaft.

Einsatz für mehr Effizienz und eine lebendige Demokratie

Wild tritt aus tiefer Überzeugung an. „Ich habe schon lange eine brennendes politisches Herz“, sagt er im Gespräch mit der Heimatzeitung. Jetzt passe endlich der Zeitpunkt für eine Kandidatur. Er sei der Meinung, „dass man der Gesellschaft etwas zurückgeben muss, wenn man Schultern hat, die etwas tragen können“. Das höre sich vielleicht pathetisch an, sagt Wild. Aber genau so empfinde er es eben. Für ihn gehe es auch darum, die Demokratie lebendig zu halten und bewahren.

Ein Thema, das auf seiner Agenda steht, ist die Effizienz in der Kreisbehörde. Man höre oft, warum was nicht geht. „Das ist mir zu wenig lösungsorientiert. Hier würde ich mich gerne einbringen“, sagt der verheiratete Vater einer Tochter und eines Pflegesohns. Nachhaltigkeit ist ein weiteres Thema, das er voranbringen möchte. Und er will sich einsetzen für „eine Demokratie, die als funktionierend erlebt wird und das leistet, was der Bürger erwartet“.

Klaus Koch spricht von einem „äußerst aussichtsreichen Kandidaten“

Bei den vergangenen drei Kommunalwahlen hatte immer der Beuerberger Klaus Koch für den Posten des Landrats kandidiert. Der derzeitige Dritte Landrat freut sich über Wilds Kandidatur: „Mit Andreas Wild haben wir einen einheimischen und äußerst kompetenten Unternehmer mit viel Erfahrung in der Wirtschaft. Genau das brauchen wir jetzt für den Landkreis“, wird Koch in der Mitteilung zitiert. „Durch seine langjährige Vernetzung als Kreisvorsitzender der Grünen ist er ein äußerst aussichtsreicher Kandidat für das Amt des Landrats.“ Persönlich habe er mit Wild in den letzten Wahlperioden immer alle wesentlichen Entscheidungen und Positionen besprochen und abgeglichen. „Ich bin stolz auf dieses hoch qualifizierte Angebot für die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises“, so Koch.

Annette Heinloth: „Spektrum an Wissen von großer Bedeutung“

Ähnlich äußert sich Annette Heinloth, Kreisrätin und 3. Bürgermeisterin in Wolfratshausen: „Ich freue mich sehr, dass sich Andreas Wild bereit erklärt hat, für das Amt des Landrats zu kandidieren. Wir schätzen seine ausgleichende und dabei klare Art, seine Expertise und seine langjährige Erfahrung bei den Grünen.“ Der Landkreis könne von seinen Kenntnissen profitieren – insbesondere in den Themen Nachhaltigkeit, Mobilität und erneuerbare Energien. Heinloth: „Gerade in diesen herausfordernden Zeiten mit knappen kommunalen Ressourcen ist dieses Spektrum an Wissen von großer Bedeutung für die Zukunft des Kreises.“

Wild ist der vierte potenzielle Bewerber für die Nachfolge von Landrat Josef Niedermaier (Freie Wähler), der nach 18 Jahren im Amt nicht mehr antreten wird. Die Freien Wähler wollen den Geretsrieder Kreisrat Ludwig Schmid ins Rennen schicken. Auch seine Nominierung steht am Mittwoch, 22. Oktober, in Ascholding auf dem Programm. Bereits nominiert ist der Kochler Thomas Holz. Der Landtagsabgeordnete und Vize-Landrat geht für die CSU ins Rennen. Die SPD wird aller Voraussicht nach den ehemaligen Bundestagsabgeordneten und jetzigen Kreis- und Gemeinderat Klaus Barthel aus Kochel am See aufstellen.