Landratswahl: SPD schickt Klaus Barthel ins Rennen

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Klaus Barthel, Ehemaliger Abgeordneter © Sabine Hermsdorf

Jetzt ist es raus: Die Landkreis-SPD schickt Klaus Barthel ins Rennen um den Posten des Landrats – zumindest wenn es nach dem Willen der Kreisvorstandschaft geht.

Bad Tölz-Wolfratshausen – CSU und Freie Wähler haben ihre Kandidaten bereits benannt. Nun zieht die SPD nach. Einstimmig hat der Vorstand der Kreis-SPD am Mittwoch Klaus Barthel als Landratskandidaten nominiert. Barthel ist derzeit Kreisvorsitzender und Chef der Fraktion im Kreistag. Der 69-Jährige aus Kochel am See saß von 1994 bis 2017 für die SPD im Deutschen Bundestag.

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„Viele unserer langjährigen Forderungen haben sich durchgesetzt“

„Das Rennen um die Führung des Landkreises ist völlig offen. Die Zeit der Erbhöfe ist auch bei uns endgültig vorbei“, sagt Barthel. „Unsere Arbeit in den letzten Jahren und Jahrzehnten kann sich sehen lassen. Viele unserer langjährigen Forderungen haben sich durchgesetzt, wenn auch mit unnötigen Verspätungen – von der präventiven Jugendarbeit bis zum Nahverkehr.“ Die vorläufige Rettung der Kreisklinik Wolfratshausen würden sich jetzt zwar alle auf die Fahnen schreiben. „Das sah vor fünf Jahren noch ganz anders aus. Da standen wir mit der Bevölkerung und den Beschäftigten auf der Straße – gegen die überwältigende Mehrheit im Kreistag“, so Barthel.

Offizielle Nominierung erfolgt am 8. November

Offiziell nominiert werden soll Barthel am 8. November bei einer Delegiertenversammlung. Dort sollen auch das Programm und die Liste für die Wahl des Kreistags beschlossen werden. Auch diesmal soll die Liste offen für Bewerberinnen und Bewerber sein, die nicht der SPD angehören. „Wir werden weiterhin nicht nur Programme schreiben, sondern konkrete Forderungen einbringen. Nach dem Wahltag alles vergessen – das überlassen wir weiterhin den anderen“, schreibt die SPD in einer Pressemitteilung. Mit Klaus Barthel als Landrat „haben wir eine realistische Chance, die Zukunft gestalten zu können“.

Neben Barthel bewerben sich Thomas Holz (CSU) und Ludwig Schmid (Freie Wähler) um die Nachfolge von Landrat Josef Niedermaier (FW). Der Tölzer hatte nach 18 Jahren im Amt seinen Abschied angekündigt.

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