Komödie der Goldachtaler: Die Power-Paula mischt das Familienleben auf

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Sie wehrt sich nach Kräften, die „Power-Paula“ (Luise Fischer, 2. v. l.), als sie von den Polizisten (Sebastian Staudt, Benedikt Albert, v. l.) abgeführt werden soll. Tochter Jutta Wiesbeck (Margit Rüdiger, r.) und Schwiegersohn Gerd Wiesbeck (Max Lehmer, 4. v. r.) sowie deren Besuch Direktor Wimmer (Stefan Zerndl) und Gunda Wimmer (Veronika Fischer) sind schockiert. Die Goldachtaler sind fleißig am Proben – unter den wachsamen Augen von Souffleur und Vorsitzendem Anton Kollmannsberger (ganz r.). „Da rührt sich was auf der Bühne“ Frechheit, List und viel Charme © Vroni Macht

Die Theatergruppe der Goldachtaler Eicherloh spielen im März die bayerische Komödie „Power-Paula“. Der Vorverkauf startet am Sonntag, 18. Februar.

Eicherloh – „Was soll ich denn im Altersheim? Den ganzen Tag stricken und Zeitung lesen?“ Nun gut, das mag für so manchen jetzt nicht gerade die schlechteste Aussicht auf den Lebensabend sein. Für Oma Dirnberger aber ist diese Vorstellung ein Graus. Also büxt sie aus dem Altersheim aus und mischt mit ihrer Power das Leben ihrer Familie gehörig auf.

Zu sehen gibt es das Stück „Power-Paula“ im März im Bürgerhaus Eicherloh. Die Theatergruppe der Goldachtaler bringt die bayerische Komödie in drei Akten von Ulla Kling auf die Bühne und ist fleißig am Proben.

Die Auswahl des diesjährigen Stücks hat sich Spielleiter Jakob Reiser nicht leicht gemacht. 30 Bühnenwerke habe er im Vorfeld gesichtet, erzählt er. Der Großteil sei von vornherein nicht in Frage gekommen, lediglich drei Stücke hätten es in die engere Auswahl geschafft – und die „Power-Paula“ hat das Rennen gemacht. „Das hat am besten gepasst, und da rührt sich auch was auf der Bühne“, begründet Reiser seine Entscheidung.

Apropos Bühne: Die ist in diesem Jahr völlig neu, wie der Spielleiter erklärt: „Die war noch nie so breit wie heuer. Wir haben alles ausgenutzt, was gegangen ist.“ Und auch in Sachen Technik könnte es eine Neuerung geben – allerdings wenn dann erst beim nächsten Stück. Denn bei einer Probe wollen die Goldachtaler dieses Mal Headset-Mikrofone ausprobieren. Sollte dieser Test erfolgreich sein, können sich die Schauspieler vorstellen, künftig damit zu spielen – damit dann auch jeder im Saal die Dialoge gut versteht. Eine solche Investition will aber gut überlegt sein, immerhin ist die Technik doch sehr teuer, wie Goldachtaler-Vorsitzender Anton Kollmannsberger erklärt.

Altbewährt ist indes, dass es bei den insgesamt acht Vorstellungen Mitte März auch Speis, Trank und Musik für die Gäste gibt – für letzteres sorgen Thomas Kressirer und seine Mitmusikanten.

Und worum geht’s nun genau in der Komödie? Immobilienmakler Gerd Wiesbeck (Max Lehmer) feiert mit Familie und Freunden einen geschäftlichen Erfolg, als unerwartet Oma Dirnberger (Luise Fischer), genannt die „Power-Paula“, aufgegriffen von der Polizei in die muntere Gesellschaft platzt. Sie war heimlich aus dem Altersheim ausgebüxt und verbrachte einige Zeit „unter den Brücken“, ihre dementsprechende Erscheinung entsetzt die Familie. Von Kanarienvogel „Dino“, den sie ebenfalls im Gepäck hat, ganz zu schweigen. Nur ihr Enkel Flori (Matthias Junker) ist begeistert und hält zu ihr.

So sorgt sie täglich für Überraschungen und kleine Skandale. Sie lädt den „Stopsel-Beni“ (Sigi Käser), einen liebenswerten Penner-Kollegen aus ihren Brücken-Tagen, zu einem Umtrunk – nebst reinigendem Bad – ein. Sie geht mit Flori in die Disco auf „Brautschau“. Und auch ihr Wink mit dem Zaunpfahl, ihr doch eine kleine Wohnung zu kaufen, stößt auf viel Unverständnis. Da muss wohl wieder Paulas „Power“ aktiviert werden. Mit einer Prise Frechheit, List, aber auch mit viel Charme, kommt Paula an ihr Ziel.

In weiteren Rollen zu sehen sind Margit Rüdiger (Jutta Wiesbeck), Bernadette Bachschneider (Lilo), Verena Kressirer (Marlies), Stefan Zerndl (Direktor Wimmer), Veronika Fischer (Gunda Wimmer), Sebastian Staudt und Benedikt Albert (Polizisten) sowie Valentin Lehmer (Lieferant). Vorsitzender Kollmannsberger fungiert als Souffleur, Anita Hetz und Anna Schnalke sind für die Maske zuständig.

Vorverkauf

Karten für je zehn Euro gibt es im Vorverkauf an den Sonntagen, 18. und 25. Februar sowie 3. März, jeweils von 18 bis 19 Uhr im Bürgerhaus Eicherloh. Eine telefonische Reservierung unter Tel. (0 81 23) 9 89 98 44 ist zu den Vorverkaufszeiten und zusätzlich am Mittwoch, 13. und 20. März, jeweils von 18 bis 19 Uhr, möglich.

Aufführungstermine

Gezeigt wird das Stück am Samstag/Sonntag, 9./10. März, sowie am Freitag/Samstag/Sonntag, 15./16./17. März und 22./23./24. März. Beginn ist am Freitag und Samstag um 19.30 Uhr, sonntags geht’s bereits um 18 Uhr los. Infos: www.goldachtaler.de.

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