Neuer McDonald‘s: Das goldene M soll über Dorfen leuchten

  1. Startseite
  2. Lokales
  3. Erding
  4. Dorfen

Kommentare

Konkurrenz nebenan: hinten ist der Burger King zu sehen, vorne die freie Fläche für McDonald’s. © Hermann Weingartner

Im Dorfener Gewerbegebiet an der A94 soll ein McDonald’s entstehen. Der Bauausschuss stimmt zu, nur der 20 Meter hohe Werbeturm passt einigen Stadträten nicht.

Dorfen – Auf der einen Seite Burger King, auf der anderen McDonald’s – so sieht künftig von der Autobahn her das Eingangstor nach Dorfen aus. Etwa 20 Meter über beiden Fastfood-Restaurants wird dann auch das jeweilige Firmenlogo leuchten. Der Dorfener Bauausschuss gab am Mittwoch grünes Licht für den neuen McDonald’s und genehmigte auch ein paar Befreiungen vom Bebauungsplan. Vor allem das weithin sichtbar goldene M sorgte aber für Diskussionen.

Den Burger King gibt es bereits seit 2019, dem Jahr der Inbetriebnahme der Isentalautobahn, im Dorfener Gewerbegebiet. Auf der anderen Seite des Kreisverkehrs und damit vor dem Hagebaumarkt soll nun auch ein McDonald’s entstehen. Der Bauantrag sieht einen „Dual-Lane-Drive“, also einen Drive-In mit zwei Spuren, sowie das Restaurant mit 474 Quadratmetern Fläche, eine Terrasse mit 122 Sitzplätzen, ein kleines Nebengebäude für Müll und einen Parkplatz für 40 Autos vor.

Baurechtlich sei dies zulässig, erklärte Bauamtsleiter Franz Wandinger den Stadträten. „Bei einem Schnellrestaurant gibt es auch keine Konfrontation mit dem Einzelhandelskonzept der Stadt.“ Der Restaurant-Betreiber hatte zudem Befreiungen vom Bebauungsplan beantragt, die der Ausschuss nach der Debatte mit unterschiedlichen Mehrheiten beschloss.

Das Überschreiten der Baugrenzen durch eine Lärmschutzwand im Norden des Grundstücks, durch die Bestellterminals am „Dual-Lane-Drive“ und durch einen „Drive-In“-Schriftzug waren noch das geringste Problem (zwei Gegenstimmen). Gegen Werbe-Stelen mit 6,50 Meter Höhe stimmten drei Räte. Der Bebauungsplan sieht maximal fünf Meter Höhe vor.

Diese Vorgabe gilt an sich auch für den 20 Meter hohen Werbeturm mit dem goldenen M. Nach längerer Debatte votierte eine 7:4-Mehrheit dafür. Eine solche Höhe sei für Burger King bereits genehmigt worden, sagte Wandinger. Hier gehe es darum, von der A94 wahrgenommen zu werden.

„Man muss den gleichen Fehler doch nicht noch einmal machen“, schimpfte Ulli Frank-Mayer (GAL). Auch Walter Zwirglmaier (ÜWG) sagte: „Ich bin massiv gegen diesen Pylonen. Das ist eine Verschandelung.“

„Wir haben über diesen Pylonen ausführlich mit McDonald’s gesprochen“, berichtete der Bauamtsleiter. „Das ist essenziell für das Geschäftsmodell.“ Der Antragsteller habe ja auch auf Bedenken der Stadt reagiert: Die Werbung werde nur in Ost-West-Richtung angebracht.

„Man muss auch was bieten für die jungen Leute“, meinte Martin Heilmeier (LDW). Dennoch bezeichnete er die Ausnahmen „nicht glücklich“ und sorgte sich wegen des Mülls rund um die Fastfood-Restaurants. „Was kann man dagegen machen? Gibt es ein System, dass man den Müll vermeidet?“

„Weder Burger King noch McDonald’s sind schuld, dass die Landschaft vermüllt wird. Das sind immer noch die, die dort einkaufen und sich benehmen wie …“, erwiderte Bürgermeister Heinz Grundner (CSU), ohne den Satz zu vollenden. Das übernahm Hartl für ihn: „Saubären darf man schon sagen.“

Auch interessant

Kommentare

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/lokales/erding/dorfen-ort28598/dorfen-mc-donalds-das-goldene-soll-ueber-dorfen-leuchten-92835276.html