Hohe Wahlbeteiligung in Sachsen und Thüringen – Zwischenfall im Wahllokal in Gera

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Die Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen werden mit Spannung verfolgt. Die Wahlbeteiligung ist hoch. In Gera gab es einen Zwischenfall.

Dresden/Erfurt – Seit 8 Uhr sind die Wahllokale bei der Sachsen-Wahl und Thüringen-Wahl geöffnet, bis 18 Uhr sind die Wählerinnen und Wähler in beiden Bundesländern zur Stimmenabgabe aufgerufen. Und offenbar nutzen viele diese Möglichkeit. Bei der Landtagswahl in Sachsen zeichnet sich eine hohe Wahlbeteiligung ab. In Thüringen hatten nach Angaben des Landeswahlleiters bis 12.00 Uhr rund 32 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimmen in den Wahllokalen abgegeben. Erste Ergebnisse der Wahlen in Sachsen und Thüringen werden später erwartet.

Hohe Wahlbeteiligung bei Landtagswahl in Sachsen und Thüringen

Vor der Sachsen-Wahl und Thüringen-Wahl waren die Abstimmungen mit Spannung erwartet worden. Letzte Umfragen zur Thüringen-Wahl und Sachsen-Wahl hatten bereits im Vorfeld gezeigt, dass die AfD in beiden Bundesländern zu den Wahlgewinnern zählen könnte, doch auch das BSW kann auf gute Ergebnisse hoffen. In beiden Ländern zeichnete sich bereits ab, dass einige Wählerinnen und Wähler bei den Landtagswahlen aus Gründen taktisches Wählen anwendeten.

Landtagswahl Thüringen
Rund 1,66 Millionen Menschen in Thüringen sind zur Wahl des neuen Landtags aufgerufen. © Swen Pförtner/dpa

Bei der Thüringen-Wahl zeichnete sich bis 14 Uhr eine Wahlbeteiligung wie bei der vorherigen Parlamentswahl ab. Nach Angaben des Landeswahlleiters gaben bis zu dem Zeitpunkt etwa 44,4 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimmen in den Wahllokalen ab. Briefwähler sind dem Landeswahlleiter zufolge in diesen Zahlen nicht enthalten. Bei der Landtagswahl 2019 belief sich die Wahlbeteiligung zu dieser Uhrzeit auf 42,2 Prozent.

Sachsen-Wahl und Thüringen-Wahl: Beobachter registrieren hohe Wahlbeteiligung

Bei der Landtagswahl in Sachsen war die Wahlbeteiligung gegen Mittag bei 25,8 Prozent. Das teilte das Statistische Landesamt in Kamenz mit. Bei der vorangegangenen Landtagswahl 2019 ins Sachsen hatte der Wert zum gleichen Zeitpunkt bei 26,2 Prozent gelegen. Bei den vorläufigen Zahlen sind demnach die Briefwähler noch nicht berücksichtigt. Es werde damit gerechnet, dass 24,6 Prozent der Wahlberechtigten von ihrem Wahlrecht per Brief Gebrauch machen, hieß es. 

Starke Wahlbeteiligungen bei der Sachsen-Wahl gab es unter anderem in Dresden. Nach Angaben der Stadt hatten bis 12 Uhr bereits 57,5 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. In Leipzig betrug die Wahlbeteiligung um 12.00 Uhr 52,5 Prozent und lag damit deutlich höher als 2019 mit 40,8 Prozent. In beiden Städten wurden jedoch die Briefwähler bereits mit berücksichtigt. Trotz der schwierigen Lage zeigte sich Ministerpräsident Michael Kretschmer überzeugt, die kommende Landesregierung im Freistaat anzuführen. „Es muss die sächsische Union sein. Wir sind hier in Sachsen, wir lassen uns nicht reinreden. Wir gehen unseren eigenen sächsischen Weg“, sagte der CDU-Politiker.

Zwischenfall bei Thüringen-Wahl: Polizei ermittelt nach Vorfall in Wahllokal

Abseits der Wahlbeteiligung bei der Sachsen-Wahl und Thüringen-Wahl gab es in einem Thüringer Wahllokal einen Zwischenfall. In Gera kam zu einem Polizeieinsatz wegen einer Bedrohung in einem Wahllokal. Ein mit einem AfD-T-Shirt bekleideter Mann habe das Wahllokal zur Stimmabgabe am Vormittag betreten, sagte ein Polizeisprecher. Der Wahllokalleiter habe den Mann daraufhin aufgefordert, das Shirt abzulegen, da es im Wahllokal verbotene Parteien-Werbung sei. Der Mann sei der Aufforderung zwar nachgekommen. Beim Verlassen des Wahllokalgeländes habe er allerdings gedroht, „wiederzukommen“, da er mit dem Umgang mit ihm unzufrieden sei. (dpa/fbu)

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