Der SPD-Politiker und amtierende Oberbürgermeister Florian Hartmann tritt erneut zur Kommunalwahl in Dachau an. Er betont seine bisherigen Erfolge und spricht über zukünftige Herausforderungen.
Der Kommunalwahlkampf fürs kommende Jahr nimmt in Dachau konkrete Formen an: Nach Frühstarter Christian Hartmann von der CSU und kürzlich auch Markus Erhorn von den Freien Wählern Dachau bestätigte auch Amtsinhaber Florian Hartmann, SPD, seine erneute Kandidatur. „Ich möchte Dachau weiter mit Realitätssinn, Augenmaß, Vernunft und viel Erfahrung gestalten“, sagte der 38-Jährige am Freitagabend bei der Jahresversammlung des SPD-Ortsvereins Dachau im Adolf-Hölzel-Saal.
Kommunalwahlkampf in Dachau: Amtsinhaber Florian Hartmann tritt erneut an
Es wäre Hartmanns dritte Amtszeit. Die Kommunalwahlen finden am 8. März 2026 statt.
Der große Beifall nach Hartmanns Rede unterstrich die grundsätzliche Zustimmung der Dachauer Genossen. Einen Termin für die nominelle Kandidatenkür konnte der als Ortsvorsitzender wiedergewählte Dennis Behrendt noch nicht nennen (Bericht über die Mitgliederversammlung folgt). „Wir sind stolz, Dich in unseren Reihen zu haben“, betonte Behrendt. Der OB zeige, dass sozialdemokratische Politik funktioniere.
Ich möchte Dachau weiter mit Realitätssinn, Augenmaß, Vernunft und viel Erfahrung gestalten!
Seine Aussage, in Dachau in den vergangenen Jahren eine „enorm erfolgreiche Kommunalpolitik betrieben“ zu haben, könne er mit Fakten untermauern, betonte Hartmann. Der Dachauer OB nannte als Beispiele unter anderem den 10-Minuten-Bustakt der Ringlinien, den Ausbau der Grundschule Augustenfeld, die neue Sporthalle Dachau-Ost, das neue Volkshochschuldomizil, das Klimaschutzkonzept und die neu geregelte Kultur- und Sportförderung. Derzeit liefen verschiedene Kindertagesstätten-Neubauten, die Modernisierung der Grundschule Dachau-Ost und Projekte des sozialen Wohnungsbaus.
Dachau: Hartmann strebt dritte Amtszeit an
Nicht so gut gelaufen seien die Rathauserweiterung um das ehemalige Altstadthotel Zieglerbräu aufgrund der Finanznot sowie der Hallenbad-Neubau wegen eines fehlplanenden früheren Architekten.
Bei all dem habe er noch keinen einzigen Cent neuer Schulden aufnehmen müssen, betonte Hartmann. Stattdessen sei es gelungen, alle bestehenden Schulden zu tilgen. Doch in der Zukunft werde „auch Dachau mit weniger Einnahmen rechnen müssen“. Gerade in den jetzt so schwierigen Zeiten brauche es „Politiker, die ehrlich sagen, was geht und was nicht“.
Florian Hartmann spricht über zentrale Herausforderungen
Die zentrale Herausforderung sei jetzt und in den kommenden Jahren „die Sicherung des gesellschaftlichen Zusammenhalts“, fuhr der Oberbürgermeister fort: „Das fängt bei der Kultur-, Sport- und Vereinsförderung an und geht weiter über die Unterstützung von nicht kommerziellen Treffpunkten wie Stadtbücherei oder Bürgertreff Ost.“
Sehr gefreut habe er sich, dass die Stadträte zum Teil einstimmig seinen Vorschlägen für die nächsten 20 bis 30 Jahre im neuen Flächennutzungsplan gefolgt seien. Den will er am 26. Juni den Dachauern zur Diskussion vorlegen.
Er habe seine Arbeit als Oberbürgermeister gerne und mit großer Freude gemacht, betonte Hartmann. Deshalb wolle er wieder antreten. „Mitten im Fluss solle man nicht die Pferde wechseln“ zitierte Hartmann den früheren US-Präsidenten Abraham Lincoln. Es wäre ihm eine Ehre, seiner geliebten Heimatstadt weiter als Kutscher im Fluss dienen zu dürfen.