Nach der Wahl: Merz und Pistorius als „Gespann der Vernunft“ – besser wäre eine andere Variante

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Die Bundestagswahl wird Weichen für Deutschland stellen. Kommentator Sigmund Gottlieb hofft auf „Vernunft“ – mehr noch aber auf ein Wunder.

Der renommierte Journalist und langjährige Chefredakteur des Bayerischen Rundfunks, Sigmund Gottlieb, kommentiert für IPPEN.MEDIA mit scharfem Blick wöchentlich in seiner Kolumne „Gottlieb direkt“ aktuelle Themen. In dieser Ausgabe geht es um die Perspektiven nach der Neuwahl des Bundestags.

Wenn es stimmt, dass die Deutschen am liebsten die große Koalition wollen, dann stimmt etwas nicht. Dafür müssten sie nämlich entschieden die Mitte wählen. Tun sie aber nicht, wie man am Zuspruch für die AfD sieht. Zu viele Unzufriedene und natürlich die unverbesserlichen Braunen stehen nach wie vor unerschütterlich zu dieser Partei. Die Ängstlichen und die Besorgten weiter verunsichern – das ist AfD, mehr nicht. Wann kapiert man das eigentlich in Deutschland?

Bundestagswahl: Union und SPD – längst keine „große Koalition“ mehr

Natürlich kann ich mir eine Koalition aus Union und SPD vorstellen. Das wäre nach den jetzigen Zahlen längst keine große Koalition mehr, weil die SPD keine Volkspartei mehr ist. Dafür ist sie zu klein geworden. Aber Merz und Pistorius könnte ich mir als Gespann der Vernunft vorstellen.

Boris Pistorius (li.) und Friedrich Merz sieht Sigmund Gottlieb als „Gespann der Vernunft“ – Sorge bereitet ihm die SPD. © Nachrichtenagentur dts/imago

Allerdings nur dann, wenn sich der zurzeit beliebteste Politiker des Landes gegen die Sozialutopisten in seiner Partei durchsetzen kann. Merz und Pistorius Ja, aber die SPD? Schwer denkbar!

► Sigmund Gottlieb ist einer der renommiertesten und erfahrensten Journalisten Deutschlands. Er war von 1995 bis 2017 Chefredakteur und von 2001 bis 2014 dazu stellvertretender Fernsehdirektor beim Bayerischen Rundfunk.

► Gottlieb moderierte die „Münchner Runde“ sowie aktuelle Brennpunkt-Sendungen im Ersten und war einer der präsentesten Kommentatoren in den „Tagesthemen“ der ARD.

► Für seine Arbeit erhielt Gottlieb mehrere Auszeichnungen, darunter den Bayerischen Fernsehpreis für die Berichterstattung über den Kosovo-Krieg. Seit 2005 ist er Honorarprofessor für Journalismus an der Hochschule Amberg-Weiden. Und er ist im Universitäts- und Stiftungsrat der Universität Passau tätig sowie Ehrensenator dieser Hochschule.

Die FDP muss so stark werden, dass sie mit CDU und CSU eine Regierung bilden kann

Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist. Auch wenn es im Moment noch nicht danach aussieht: Die Freien Demokraten müssten so stark werden, dass sie mit CDU und CSU eine Regierung bilden könnten. Nur dann wäre ein Politik-Wechsel möglich, der unser Land beflügeln könnte.

Die FDP hat drei Jahre lang den größten Unsinn der Ampel verhindert und Neuwahlen erst ermöglicht. Dafür sollte man sie belohnen und nicht bestrafen. Deutschland braucht die Liberalen - am besten zum Regieren.

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