Nicht fertig, aber schon vermietet: Großes Interesse an Starnberger „Engelhof“

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So soll der Engelhof zur Ludwigstraße hin ausschauen. Geplant ist, dass die ersten Mieter in diesem Sommer einziehen. © Darstellung: Engelhof Gmbh & Co. KG

17 Wohnungen entstehen in dem Engelhof genannten Neubau an der Ecke Ludwigstraße/Kaiser-Wilhelm-Straße. Die kleinsten Einheiten sind nach Angaben der Eigentümer schon vermietet, obwohl sie noch gar nicht fertig sind – durch die Bank weg an Starnberger.

Starnberg – Als sich Starnbergs Bauausschuss kürzlich mit dem Engelhof, dem großen Neubau an der Ecke Ludwigstraße/Kaiser-Wilhelm-Straße, beschäftigte, war das Ganze eine Formsache. Einstimmig und ohne jede Diskussion erteilten die Mitglieder das gemeindliche Einvernehmen zum Antrag der Eigentümer, die Gewerbeeinheit im Erdgeschoss von einer Verkaufs- in eine Bürofläche umwandeln zu dürfen. Sie wollen dort eine Co-Working-Bereich einrichten. Ihnen schwebe „eine große Bürogemeinschaft“ vor, erklärt Miteigentümer Philipp Morgenstern im Gespräch mit dem Starnberger Merkur. Neuigkeiten gibt es auch, was die 17 Wohnungen des Hauses betrifft. Etwa die Hälfte sei bereits vermietet, sagt Morgenstern und skizziert zwei Trends: Besonders gefragt seien die drei Einzimmerwohnungen – und das vor allem von älteren Starnbergern, die in der Stadt bleiben, ihre Wohnungsgrößen aber verkleinern wollten.

Die Arbeiten am Engelhof haben mit dem Abriss des Altbestandes im Herbst 2022 begonnen. Auch wenn es von außen derzeit nicht den Anschein mache, so sei er dennoch zuversichtlich, dass zum 1. Juli dieses Jahres die ersten Mieter einziehen können, sagt Morgenstern. Noch im Februar soll Richtfest gefeiert werden. Die 17 Wohnungen haben ein bis vier Zimmer und 36 bis knapp 115 Quadratmeter Wohnfläche, Terrassen und Balkone kommen noch anteilig dazu. Von dem großen Interesse für die Einzimmerwohnungen sei er in der Form selbst überrascht worden, sagt Morgenstern. „Ältere Interessierte haben uns regelrecht die Bude eingerannt, wir haben handgeschriebene Briefe bekommen“, schildert er – und dass, obwohl die Vermarktung offiziell noch gar nicht begonnen habe.

Einzimmerwohnungen sind genau das, was Starnberg braucht.

Die Argumente seien oft die gleichen gewesen: Die Menschen, oft alleinstehend, suchten kleinere Wohnungen als die, in denen sie derzeit lebten. Sie schätzten den Aufzug, um barrierefrei rein und raus zu kommen, und sie freuten sich über die zentrale Lage in der Stadt – das im Übrigen für eine Quadratmetermiete ab 21,50 Euro inklusive Einbauküche. Einen der 23 Stellplätze – 20 in der Tiefgarage, drei oberirdisch – würde diese Gruppe von Interessenten hingegen nicht unbedingt benötigen. „Die ersten zwei Wohnungen waren schon weg, da gab es gerade mal die Baugrube. Einzimmerwohnungen sind genau das, was Starnberg braucht“, sagt Morgenstern aufgrund dieser Erfahrungen.

Ganz anders sehe es am anderen Ende der Skala aus. Die Vierzimmerwohnungen seien am schwersten zu vermieten. „Da konkurrieren wir von den Preisen her mit einem Haus.“ Aber wie gesagt: Die aktive Vermarktung über die Immobilienexperten der Kreissparkasse beginne erst demnächst.

Und was genau planen die Eigentümer nun im Erdgeschoss? „Es ist wahnsinnig schwierig, in Starnberg eine Gewerbeeinheit zu vermieten“, nennt Morgenstern als Grund für die beantragte und genehmigte Nutzungsänderung – und geht dabei noch nicht einmal auf leer stehende Ladengeschäfte ein. Insgesamt beträgt die Fläche im Erdgeschoss gut 187 Quadratmeter.

Dort wollten die Eigentümer zehn Büros einrichten mit Größen von 8,5 bis 16 Quadratmetern – und jeweils mit Fenster und Blick nach draußen. Es gebe eine Gemeinschaftsküche und einen Besprechungsraum, dazu natürlich WLAN, ansonsten aber auch die Möglichkeit, für sich zu sein. Die Preise seien zwar noch nicht fix, würden aber vermutlich bei 600 Euro monatlich beginnen und könnten voll von der Steuer abgesetzt werden. Mietverträge für die Büros seien noch nicht unterschrieben, sagt Philipp Morgenstern. „Am liebsten hätten wir zehn unterschiedliche Nutzer.“

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