Daten und Fakten zum Neubau der Königswieser Eisenbahnbrücke

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Bereit für den Abriss: Die Eisenbahnbrücke in Königswiesen wird in den nächsten Monaten erneuert. Der Einschub der neuen Brücke ist für den September geplant. © Ufertinger

Am Montag fangen die ersten Arbeiten für die Erneuerung der Königwieser Eisenbahnbrücke an. Sie dauern bis Herbst 2026 und bringen eine Vollsperrung mit sich.

Gauting – Die Deutsche Bahn (DB) erneuert die mehr als hundert Jahre alte Eisenbahnbrücke Hauser Straße im Gautinger Ortsteil Königswiesen. Gemeinsam mit dem Landratsamt Starnberg gestaltet die DB deshalb bis Ende 2026 den Kreuzungsbereich umfangreich neu. Die neue Brücke soll eine lichte Höhe von 4,50 Metern haben und neun Meter breit sein.

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Die Kreisstraße (STA 3) kann dadurch auf zwei Fahrspuren ausgebaut und mit einem neuen, getrennten Gehweg ausgestattet werden. Die DB erstellt die neue Brücke zunächst seitlich neben dem Bestandsbauwerk und schiebt sie voraussichtlich im September 2025 in einer Sperrpause an seinen endgültigen Platz. Wie die Bahn in einer Pressemitteilung erklärte, gliedern sich die Arbeiten in sechs Bauphasen.

Januar bis März 2025

Phase 1 der Bauarbeiten erstreckt sich über das erste Quartal 2025. Die vorbereitenden Maßnahmen umfassen Vegetationsrückschnitt und Spartenfreilegung mit Vollsperrung Königswieser Straße ab kommenden Montag, 13. Januar, durch den Würmtal Zweckverband. Am Montag, 17. Februar, erfolgt die Vollsperrung der Hauser Straße.

März bis August 2025

In Bauphase 2 von März bis August 2025 geht es um die Herstellung der Brücke in seitlicher Lage. Die Bahn hebt in dieser Zeit eine Baugrube aus. In dieser wird die Brücke hergestellt. Dazu legt die Bahn einen Geh- und Radweg an, der immer wieder angepasst und ausgeschildert wird.

August/September 2025

In Bauphase 3 von August bis September stehen die vorbereitenden Maßnahmen für den Verschub im Mittelpunkt. Diese umfassen Kabelsicherung, Schienenlogistik und die Herstellung der Verschubvorrichtung. Mit welcher Technik genau die Brücke eingeschoben wird, soll vor Ort entschieden werden.

12. bis 16. September 2025

Phase 4 ist für den Zeitraum vom 12. bis 16. September vorgesehen. In dieser Zeit plant die Bahn den Abbruch der alten und den Einschub der neuen Brücke. Dies umfasst die Verschiebung der Brücke einschließlich Erd- und Kabelarbeiten. Auch sogenannte Stopfarbeiten sind geplant. Dabei wird der Schotter auf den Gleisen und gelockert. Dies dient der Stabilität der Brücke.

September bis Dezember

In Bauphase 5 sind sogenannte nachlaufende Arbeiten vorgesehen, also Restarbeiten aller Art, Kabel- und Spartenrückverlegung, Entsorgung und Rückbau.

2026

In Bauphase 6, die ins Jahr 2026 fällt, sind Straßenbauarbeiten geplant. Dazu zählt die Herstellung der seitlichen Stützwände, Tieferlegung der Hauser Straße, der Mühlstraße und der Königswieser Straße, die Errichtung eines Gehwegs durch die Unterführung bis zum St.-Ulrichs-Weg sowie der Bau einer Querungsinsel in der Hauser Straße durch den Landkreis Starnberg, vertreten durch das Staatliche Bauamt Weilheim.

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Sperrung, Umleitung

Während der gesamten Baumaßnahme wird die Königswieser Straße und die Hauser Straße voll gesperrt sein. Fußgänger können laut Bahn grundsätzlich weiterhin die Straßen und die Brücke passieren. Radfahrer müssen absteigen und ihr Fahrrad durch den Baustellenbereich schieben. Zu beachten ist für Fußgänger und Radfahrer jedoch die Tatsache, dass es in der Verbauphase – etwa Mitte März bis Mitte April 2025 – tageweise sowie auch später beim Einschub der Brücke im September 2025 ein etwa zweiwöchiges Zeitfenster geben wird, in dem die Durchgängigkeit der Brücke für den Personenverkehr nicht sicher gewährleistet werden kann. Die Umleitung des Verkehrs erfolgt über die Ammerseestraße in Gauting und Unterbrunn zum Kreisverkehr Waldkreuzung. Diese Umleitungsstrecke wird in beiden Richtungen ausgeschildert.

Rettungsdienst

Eine Anfahrt des Rettungsdienstes und der Feuerwehr bei Notfällen wird sichergestellt. Zur Abstimmung eines gemeinsamen Konzeptes befinden sich alle Beteiligten mit der Rettungsleitstelle sowie der Feuerwehr im engen Austausch.

Wendemöglichkeiten

Letzte Wendemöglichkeit für Schwerverkehr, der von Westen kommt, ist der Bereich des Wertstoffhofs. Schwerverkehr, der vom Osten (Staatsstraße 2063) kommt, hat keine Wendemöglichkeit. Autos, die von Norden (Königswieser Straße) her kommen, können unmittelbar vor dem Baufeld wenden.

Öffentlicher Nahverkehr

Während der Baumaßnahme in Königswiesen wird die MVV-Regionalbuslinie 969 umgeleitet. Der Linienverlaufsplan sieht vor, die Gemeinde Gauting mit dem zugehörigen Schulzentrum und den Ortsteilen Unterbrunn, Oberbrunn und Hausen zu bedienen. Die Streckenführung endet in Königswiesen und erhält am dortigen Wertstoffhof eine Ersatzhaltestelle und Wendemöglichkeit. Ein Ersatzfahrplan wird momentan vom MVV erarbeitet und mit dem zuständigen Verkehrsunternehmer abgesprochen. Der Ersatzfahrplan inklusive Umleitungsstrecke wird demnächst auf der Webseite des MVV veröffentlicht.

Müllabfuhr

Die 14-tägige Straßensammlung von Restabfall, Bioabfall und Papier sowie die Abholung des gelben Sacks sind weiterhin gewährleistet.

Wertstoffhof

Das Areal des Wertstoffhofes Königswiesen dient während der gesamten Bauphase als Buswendeplatz sowie als Lagerplatz. Der Wertstoffhof Königswiesen bleibt daher für die gesamte Bauzeit in 2025 bis voraussichtlich Herbst 2026 geschlossen. Das für die Abfallentsorgung zuständige Kommunalunternehmen AWISTA Starnberg KU bittet, auf die umliegenden Wertstoffhöfe in Gauting, Buchendorf, Pentenried, Krailling oder Starnberg auszuweichen. Der Containerstandort für Alttextilien und Altglas bleibt erhalten.

Lärm

Die Deutsche Bahn setzt nach eigener Auskunft geräuscharme Bautechniken ein, um die Auswirkungen auf Anwohner so gering wie möglich zu halten. Dennoch lasse sich Baulärm leider nicht gänzlich vermeiden. Die lärmintensiven Verbauarbeiten beginnen mit den Bauarbeiten der Brücke in der Bauphase 2. „Die DB wird die betroffenen Haushalte rechtzeitig informieren und stellt bei Bedarf einen Ersatzwohnraum zur Verfügung“, heißt es in der Mitteilung.

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