Wirtschaft in Olching ankurbeln: Es gibt einen dritten Marktsonntag

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Beste Bedingungen zum Shoppen: In Olching soll es einen weiteren verkaufsoffenen Sonntag geben. © Archivfoto Stadt Olching

Für die Geschäfte in den Innenstädten wird es immer schwieriger, sich gegen die Online-Konkurrenz zu behaupten. In Olching soll nun ein dritter Marktsonntag Kunden in den stationären Handel bringen. Los geht es im Frühjahr 2025.

Olching - Bummeln, wenn alle in der Familie Zeit haben, stöbern an den Ständen, Schmankerl genießen und Karussell fahren: So stellt man sich im besten Fall einen Marktsonntag vor. In Olching laufen diese laut Rathaus sehr gut, nun soll es sogar einen dritten geben.

Das hatte die CSU beantragt. Die Christsozialen erhoffen sich davon einen positiven Effekt für die Geschäfte in der Innenstadt. Hier drohen zunehmend Leerstände. Der Hauptausschuss hat nun mit 9:2-Stimmen grünes Licht gegeben.

Laut Bürgermeister Andreas Magg (SPD) wurde geprüft, welcher Termin passend wäre. Ergebnis war: dritter Sonntag im März. Da sei man weit genug vom Frühlingsmarkt im Mai weg und kollidiere nicht mit Veranstaltungen umliegender Kommunen. Auch in Germering gibt es zwei Marktsonntage, in Bruck insgesamt sogar vier verkaufsoffene Sonntage. Damit ist das Maß gesetzlich dann auch erschöpft. Grundsätzlich muss ein Markt, eine Messe oder eine ähnliche Veranstaltung gegeben sein.

Die Geschäfte dürfen dann bis zu fünf Stunden öffnen. „Es ist nur ein Angebot, niemand muss mitmachen“, stellte Magg klar. Im März werde es wohl noch nicht so viele Fieranten geben. „Wir werden versuchen, das eine oder andere Fahrgeschäft zu organisieren.“

Maria Hartl (CSU) sprach von einem Versuch. Die Aktion soll Olching noch bekannter machen und den Läden an der Hauptstraße deshalb etwas Gutes tun. „Es ist eine kostenlose Veranstaltung. Eine gute Möglichkeit, mit den Kindern am Sonntag hinauszukommen und nicht immer nur denselben Spielplatz zu sehen.“

Dagegen konterte Ingrid Jaschke (Grüne). Sie sprach von einem komischen Familienbild. „Kinder zum Shoppen zu animieren, ist erstaunlich und erschreckend.“ Die Grünen stimmten als Einzige gegen den dritten Marktsonntag.

SPD-Fraktionsvorsitzender Ralf Greim fragte noch nach, ob die Läden vielleicht in einem flexibleren Zeitraum fünf Stunden öffnen dürften. Ordnungsamtsleiter Christian Richter erklärte, dass das der Bürgermeister in der Verordnung festlegen könne. Aktuell seien die Öffnungszeiten von 12 bis 17 Uhr.

Magg ergänzte jedoch, dass es kontraproduktiv sei, wenn dann manche Läden zu haben und andere offen. Deshalb besser einheitlich. Greim bat außerdem noch um eine Bilanz, wie der Markt am Ende gelaufen sei.

Der nächste Marktsonntag ist übrigens am 20. Oktober. Und dann dürfen die Geschäfte noch im November zur Eröffnung des Krippenweges aufmachen.

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