Der Jexhof ist ein Bauernhofmuseum, doch manche halten ihn offenbar fälschlicherweise für ein Tierasyl.
Schöngeising -Bereits dreimal seien in diesem Jahr auf dem Parkplatz nahe der Kreisstraße Hähne ausgesetzt worden – offenbar in der Annahme, der Jexhof werde sich schon um die Tiere kümmern, berichtet Museumsleiter Reinhard Jakob.
Der letzte Vorfall liegt erst wenige Tage zurück. Eine Gruppe Hähne sei am Parkplatz herumgelaufen, so Jakob. Als seine Mitarbeiter die Tiere einfangen wollten, waren einige bereits im Wald verschwunden und nicht mehr auffindbar. Die übrigen nahm der Olchinger Vogelpark auf, einen nahm der Jexhof selbst in Pflege. Das Bauernhofmuseum betreibt zwar Hühnerhaltung, kann aber nicht mehrere männliche Tiere gleichzeitig unterbringen. „Hähne zusammen zu halten, ist schwierig“, so Jakob.
Das hat offenbar auch der unbekannte Besitzer festgestellt, der die Tiere ausgesetzt hat – ein Verhalten, das den Museumsleiter empört. Denn der Besitzer nimmt damit auch in Kauf, dass die Hähne im ausgedehnten Waldgebiet rund um den Jexhof herumirren und dem Fuchs zum Opfer fallen, bevor sie jemand einfangen kann. „Wenn die Leute ihre Hähne loswerden wollen, müssen sie sie rechtzeitig schlachten“, sagt Jakob. „Der Jexhof ist jedenfalls keine Tierauffangstation.“