Merz-Treffen mit Newsom in München: Trump-Vertrauter wütet über „Entgleisung“

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Merz trifft in München Trumps schärfsten US-Gegner Gavin Newsom. Ein Vertrauter des US-Präsidenten reagiert mit drastischen Worten.

München – Am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz ist Bundeskanzler Friedrich Merz mit dem kalifornischen Gouverneur Gavin Newsom zusammengetroffen. Das Gespräch fand öffentlich sichtbar statt und wurde über den offiziellen Account des Kanzlers dokumentiert. Kurz darauf meldeten sich Kritiker aus dem Umfeld von US-Präsident Donald Trump zu Wort.

Bundeskanzler Friedrich Merz trifft am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz auf Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom. Der frühere US-Botschafter in Deutschland Richard Grenell reagierte auf das Gespräch mit scharfer Kritik und sprach von der „wohl größten Merz-Entgleisung bis heute“. © Foto links: X (Screenshot)/@bundeskanzler | Foto rechts: IMAGO / ZUMA Press Wire

Newsom zählt in den Vereinigten Staaten zu den prominentesten Kritikern Trumps und gilt als möglicher Präsidentschaftsbewerber der Demokraten. Dass Merz ihn in München traf, sorgt daher über das eigentliche Gespräch hinaus für politische Aufmerksamkeit. Aus Washington kamen umgehend scharfe Reaktionen.

Brisantes Merz-Treffen mit Newsom in München: Trump-Vertrauter wütet

Die Bundesregierung veröffentlichte ein Foto des Treffens auf dem offiziellen X-Account des Kanzlers. Dazu hieß es: „Die transatlantische Partnerschaft ist kostbar. In Zeiten der Großmächte werden wir auf das gegenseitige Vertrauen angewiesen sein. Gavin Newsom und ich sind uns einig: Zusammen sind wir stärker. Die NATO ist unser gemeinsamer Wettbewerbsvorteil.“

Gerade die Betonung der NATO wird in Washington aufmerksam registriert. Trump hatte wiederholt Zweifel an Bündnisverpflichtungen geäußert und europäische Partner zu höheren Verteidigungsausgaben gedrängt. In seiner Rede in München erklärte Merz zudem gemäß der Welt: „Es wird nicht genügen, möglichst klug auf die Launen der Großen rhetorisch zu reagieren. Wir besinnen uns auf uns selbst.“

Trump-Vertrauter Richard Grenell spricht von „größter Merz-Entgleisung“

Scharfe Kritik kommt von Richard Grenell, einem engen Trump-Vertrauten und früheren US-Botschafter in Berlin. Auf X schrieb er: „Die deutsche Regierung umarmt Gavin Newsom. Die wohl größte Merz-Entgleisung bis heute.“

In einem weiteren Beitrag kritisierte Grenell deutsche Medien grundsätzlich: „Eines der großen Probleme in Deutschland ist, dass ‚Reporter‘ die deutsche Regierung schützen, als wäre sie ihr Arbeitgeber.“ Eine direkte Reaktion Trumps auf das Treffen liegt bislang nicht vor.

Newsom attackiert Trump bei Münchner Sicherheitskonferenz scharf

Newsom nutzte seinen Auftritt in München für deutliche Angriffe auf den Präsidenten. „Donald Trump ist vorübergehend. Er wird in drei Jahren weg sein“, sagte er laut AP News. Zudem erklärte er: „Nie in der Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika gab es einen zerstörerischeren Präsidenten“ für den Planeten.

Mit Blick auf die Klimapolitik warf Newsom Trump vor, bei der Regulierung von CO₂-Emissionen „auf Dummheit zu setzen“. Außerdem betonte er: „Es gibt kein republikanisches Thermometer. Es gibt kein demokratisches Thermometer. Es gibt nur Realität.“ In früheren Äußerungen hatte er Trump zudem als „invasive Spezies“ bezeichnet.

Merz-Newsom-Treffen: Zentrale Zitate im Trump-Streit

Person Zitat Kontext
Merz (X-Post) „Die NATO ist unser gemeinsamer Wettbewerbsvorteil.“ Treffen-Foto
Grenell (X) „Die wohl größte Merz-Entgleisung bis heute.“ Kritik am Treffen
Newsom „Donald Trump ist vorübergehend. Er wird in drei Jahren weg sein.“ Anti-Trump-Rede in München

Demokraten werben in Europa für „Post-Trump“-Amerika

Newsom ist nicht der einzige prominente Demokrat in München. Auch Alexandria Ocasio-Cortez und Gretchen Whitmer nahmen teil. Laut BBC versuchten mehrere US-Demokraten, europäische Partner zu beruhigen und zu signalisieren, dass die USA langfristig verlässlicher Bündnispartner bleiben.

Newsom formulierte es so: „Ich hoffe, wenn ich heute nichts anderes vermitteln kann: Donald Trump ist vorübergehend. Er wird in drei Jahren weg sein.“ Die Botschaft: Trump sei ein zeitlich begrenztes Phänomen – die transatlantische Partnerschaft dagegen dauerhaft.

Merz trifft Newsom, Trump-Lager empört: Symbolik mit politischer Tragweite

Für Merz hat das Treffen mit Newsom eine klare außenpolitische Dimension. Einerseits unterstreicht er damit seine Gesprächsbereitschaft gegenüber unterschiedlichen politischen Lagern in den USA. Andererseits fällt das Treffen in eine Phase angespannter Debatten über NATO, Handel und internationale Klimapolitik.

Ob es zu einer direkten Reaktion Trumps kommt, ist offen. Fest steht jedoch: Begegnungen auf internationaler Bühne werden in Washington genau registriert – gerade wenn sie sichtbar dokumentiert werden. (Quellen: Welt, AP News, BBC) (chnnn)

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