Nun taucht auch der Vatikan in den Epstein-Akten auf. Ein Trump-Vertrauter soll geplant haben, Papst Franziskus zu stürzen. Der perfide Plan.
Vatikanstadt/Washington, D.C. – Immer mehr Prominente werden mit dem verurteilten, längst verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein in Verbindung gebracht. Die entsprechenden Akten, die der Öffentlichkeit peu à peu zugänglich werden, beinhalten dabei hochrangige Politiker oder ehemalige Royals.
Mit diesem Namen hätte aber wohl keiner gerechnet: Papst Franziskus, am Ostermontag 2025 verstorben. Laut einem Bericht des US-Senders CNN, der sich auf die Epstein-Akten bezieht, wäre eben jener Jeffrey Epstein von Steve Bannon, einst Berater von US-Präsident Donald Trump, kontaktiert worden. Mit seiner Hilfe hätte Bannon versucht, das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche zu Fall zu bringen.
In Zusammenarbeit mit Epstein: Trumps Ex-Berater Bannon wollte Papst Franziskus stürzen
Das würde aus Dokumenten hervorgehen, die das US-Justizministerium Ende Januar 2026 veröffentlicht hat. Den Gerichtsunterlagen zufolge hätte sich Bannon, der in Trumps erster Amtszeit nach nur sieben Monaten entlassen wurde, regelmäßig mit Epstein ausgetauscht. Und das, obwohl dieser bereits als Sexualstraftäter verurteilt war.
Unter anderem am 18. Juni 2019 soll Bannon Epstein geschrieben haben. Der Inhalt der Nachricht: „Will take down Francis“, also „Ich werde Franziskus zu Fall bringen“. Für Trumps Ex-Berater hätte Papst Franziskus auf einer Stufe mit politischen Gegnern wie den Clintons – ebenfalls Teil der Epstein-Akten – Chinas Staatschef Xi Jinping und der Europäischen Union (EU) gestanden. „Die Clintons, Xi, Franziskus, die EU – los, Bruder“, so der Wortlaut der Nachricht. Und Epstein sollte Bannon ganz offensichtlich bei dessen Plänen helfen.
„Verachtenswert“: Trumps Ex-Berater hatte sich Papst Franziskus als Gegner auserkoren
Jorge Mario Bergoglio, so der bürgerliche Name von Papst Franziskus, war 2013 zum Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche gewählt worden. Sein Wirken, das sich über gut zwölf Jahre erstreckte, sei dem rechtskonservativen Bannon ein Dorn im Auge gewesen. Schließlich setzte sich Franziskus unter anderem für eine liberale Migrationspolitik ein. Das hätte Bannons „souveränistischer“ Ideologie widersprochen. 2018 bezeichnete Trumps Ex-Berater den damaligen Papst als „verachtenswert“.
In einem Memo an Epstein würde Trumps Ex-Berater über die „globalistischen Eliten“ klagen. In seinem großen Vorhaben, den Papst zu stürzen, hätte sich Bannon auch der Hilfe des italienischen Rechtspopulisten Matteo Salvini bedienen wollen. Doch, das zeigt die Geschichte, sollte Bannons Versuch, Papst Franziskus zu stürzen, fehlschlagen.
Nach dem Tod des Argentiniers sitzt der Amerikaner Robert Prevost als Leo XIV. auf dem Stuhl Petri in Rom. In Trumps MAGA-Umfeld wird auch der Nachfolger von Papst Franziskus überaus kritisch gesehen. Und das trotz rechtskonservativer Katholiken im Umfeld Trumps, darunter sein Vize JD Vance oder Außenminister Marco Rubio, der mit seinem Siko-Auftritt für reichlich Gesprächsbedarf sorgte. (Quellen: CNN, Financial Times) (han)