„Gott segne ihn“ – Trump-Vertrauter lobt Merz für Haltung zum Iran

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Im Januar hatte der Kanzler das Ende der iranischen Führung vorhergesagt – nun bekommt er Rückendeckung von einem engen Vertrauten des US-Präsidenten.

München – Der republikanische US-Senator und Trump-Vertraute Lindsey Graham hat Bundeskanzler Friedrich Merz für seine Haltung im Iran-Konflikt gelobt. „Merz hat gesagt, Iran wird fallen. Gott segne ihn“, sagte Graham am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz vor Journalisten. „Ich denke, der deutsche Bundeskanzler verdient einen sehr guten Platz in der Geschichte, weil er gesagt hat, dass dieses Regime verschwinden muss.“

Bundeskanzler Friedrich Merz reist in die Golfregion
„Wenn sich ein Regime nur noch mit Gewalt an der Macht halten kann, dann ist es faktisch am Ende“, hatte Kanzler Merz Mitte Januar über die Führung in Teheran gesagt. © Kay Nietfeld/dpa

Merz hatte Mitte Januar während einer Indien-Reise angesichts der Massenproteste im Iran gesagt, dass er mit einem politischen Umbruch rechne. „Wenn sich ein Regime nur noch mit Gewalt an der Macht halten kann, dann ist es faktisch am Ende. Ich gehe davon aus, dass wir jetzt hier auch gerade die letzten Tage und Wochen dieses Regimes sehen.“

Trump-Vertrauter Graham lobt Merz und Starmer auf Sicherheitskonferenz

Senator Lindsey Graham zog nach seinen Gesprächen mit Friedrich Merz und dem britischen Premierminister Keir Starmer am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz ein positives Fazit: „Ich war von beiden beeindruckt. Sie scheinen Trump ziemlich gut durchschaut zu haben.“

Der 70-Jährige zählt zu den erfahrensten Außenpolitikern der USA, pflegt enge Kontakte zu Trump und berichtete, dass er sich auch während der Konferenz mit ihm ausgetauscht habe. Graham gilt als entschiedener Befürworter eines Führungswechsels im Iran und sprach am Samstag bei einer von Oppositionellen organisierten Großdemonstration in München vor geschätzten 200.000 Teilnehmern.

US-Senator Graham setzt auf nukleare Abschreckung: „Die Welt braucht eine knallharte NATO“

Gegen die Gespräche zwischen Merz und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron über eine stärkere Kooperation bei der nuklearen Abschreckung hat Graham nichts einzuwenden. „Das ist mir eigentlich egal. Ich möchte nukleare Abschreckung haben. Ich halte das für wichtig“, betonte er. „Wir haben Abschreckungskraft eingebüßt, lasst sie uns zurückgewinnen. (...) Die Welt braucht eine knallharte NATO.“

Merz hatte in seiner Eröffnungsrede am Freitag „eine Kluft“ im Verhältnis zwischen den USA und Europa beklagt und zugleich zu einer Erneuerung des transatlantischen Verhältnisses aufgerufen. US-Außenminister Marco Rubio gab ein Bekenntnis zur Partnerschaft zwischen den USA und Europa ab, verbunden mit dem Aufruf, dem Kurs von US-Präsident Donald Trump zu folgen.

Die dreitägige Münchner Sicherheitskonferenz (MSC) ging am Sonntagmittag zu Ende. MSC-Leiter Wolfgang Ischinger zog in seiner Abschlussrede ein positives Fazit: Bei dem Treffen sei ein „größerer Geist der europäischen Entschlossenheit“ zu spüren gewesen, die gemeinsamen Werte zu verteidigen. (Quellen: dpa, afp) (jal)

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