In der Relegation zur Verbandsliga standen sich der TSV Hohenpeißenberg und der TTSC Warmisried gegenüber. Beide lieferten sich ein besonderes Duell.
Warmisried – Am Ende lagen sich Spieler und Fans des TSV Hohenpeißenberg in den Armen und bejubelten gemeinsam eine „historische Saison“, wie es Teamsprecher Gerhard Bertl nannte. Dass gleich drei Mannschaften eines Vereins zusammen den Aufstieg in die jeweils nachst höhere Spielklasse packen, ist wahrlich etwas Besonderes.
Die zweite und dritte Mannschaft hatte als Meister den Sprung nach oben gepackt, nun war auch noch die erste Garnitur in der Relegation zur Verbandsliga Südwest erfolgreich. In Warmisried (zwischen Kaufbeuren und Mindelheim gelegen) gewannen die Hohenpeißenberger gegen den gastgebenden TTSC mit 7:3.
Hohenpeißenberg gelingt Sprung in Verbandsliga
„Nach drei Jahren Absenz wieder in der Verbandsliga spielen zu können – einfach ein unbeschreibliches Gefühl“, freute sich TSV-Spieler Michael Plörer. Großen Respekt zollte er dem Gastgeber TTSC Warmisried, der „einen würdigen Rahmen“ für dieses Aufstiegsspiel geschaffen hatte, so eine Mitteilung, und sich am Ende als fairer Verlierer zeigte.
Vergessen ist damit auf TSV-Seite auch das äußerst unglückliche Ende der Relegation im Jahr 2024. Damals zogen sie im Turnier mit dem TV Dillingen und dem TSV Königsbrunn äußerst knapp den Kürzeren. Das schlechtere Satzverhältnis gegenüber den punktgleichen Dillingern vermasselte dem Team vom Rigi den Aufstieg.
Ursprünglich hätte heuer die Relegation ebenfalls als ein Turnier mit drei Teams vonstatten gehen sollen. Doch die TSG Augsburg-Hochzoll (Zweiter Landesliga Westsüdwest) verzichtete auf den Start. So blieben nur der TSV Hohenpeißenberg (Zweiter Landesliga Südsüdwest) und der TTSC Warmisried (Achter Verbandsliga Südwest) übrig – die sich ein Duell vor einer für hiesige Tischtennisverhältnisse stattlichen Kulisse von über 100 Zuschauern lieferten.
Remis nach den Doppeln
Nach den Doppeln stand es 1:1. Während Florian Kaindl und Michael Plörer mit einem souveränen 3:0-Erfolg aufwarteten, mussten sich Jan Böcker und Martin Goldbrunner mit 1:3 Sätzen geschlagen geben. In den Einzeln trugen zumeist die Hohenpeißenberger den Sieg davon, allerdings waren die Partien äußerst hart umkämpft. Von acht Duellen wurden sechs erst im fünften Satz entschieden.
Los ging es mit einem 1:1 im vorderen Paarkreuz. Topspieler Kaindl dominierte gegen Thomas Brenner beim 3:0 (11:8, 11:6, 11:8). Dagegen verlor Plörer gegen Warmisrieds Spitzenspieler Nico Holzheu – er hatte den besten Bilanzwert (9,466/29:112 Siege) der gesamten Verbandsliga – in fünf Sätzen (11:8, 6:11, 14:12, 6:11, 2:11). Danach eine Vorentscheidung: Im hinteren Paarkreuz siegten Goldbrunner (5:11, 11:8, 11:6, 8:11, 11:4) und Böcker (4:11, 11:4, 11:2, 10:12, 11:4) in Spielen über die volle Distanz.
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Beim Stand von 4:2 für Hohenpeißenberg ging es in die zweite Einzel-Serie. Dort machte das vordere Paarkreuz alles klar: Kaindl und Holzheu lieferten sich ein Fünfsatz-Match „mit mehreren hochklassigen Ballwechseln“, berichtete Bertl. Der Hohenpeißenberger gewann mit 11:9, 8:11, 11:9, 9:11, 11:9. Es folgte ein ungefährdeter 3:0-Erfolg (11:8, 11:9, 11:7) von Plörer – die Partie war gewonnen.
In den verbleibenden Partien bekamen die Zuschauer nochmals zwei Fünfsatz-Duelle geboten. Böcker verlor nach einer 2:0-Führung (13:11, 14:12, 5:11, 8:11, 8:11), Goldbrunner gewann auch sein zweites Einzel – und das in einem Spiel mit 105 Punkten (14:12, 9:11, 17:15, 6:11, 11:9).