Zwei Titel und viel Dramatik: Tischtennis-Verein erlebt eine besondere Saison

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Hochspannung im Final-Four: Das Foto zeigt den TSV Hohenpeißenberg (in Rot) mit Martin Dunajski (links) und Daniel Vögl (2.v.l.) gegen das Doppel des TSV Mindelheim mit Chousein Amet (2.v.r.) und Thomas Handloser (rechts). Die Partie verloren die Hohenpeißenberger knapp in fünf Sätzen. © privat

Zwei seiner Teams holten einen Titel, eine Mannschaft erlebte ein spannendes Landesliga-Finish: Der TSV Hohenpeißenberg erlebt eine bemerkenswerte Saison.

Hohenpeißenberg – Für den TSV Hohenpeißenberg war und ist es „ein Tischtennis-Frühjahr voller Emotionen, Titel und Nervenkitzel“, wie TSV-Spieler Gerhard Bertl es beschreibt. Die zweite und die dritte Mannschaft schlossen ihre Punktrunde jeweils mit dem ersten Platz ab. Die erste Garnitur verpasste in einem dramatischen Finish in der Landesliga Südsüdwest den Titel, hat aber noch die Chance, über die Relegation den Sprung in die Verbandsliga Südwest zu packen.

Landesliga: Hohenpeißenberg geht in Relegation

Sie schien schon aus dem Rennen um Platz eins, die Mannschaft des TSV Hohenpeißenberg. Nach der 2:8-Niederlage gegen den Topfavoriten SV-DJK Taufkirchen und dem überraschenden 4:6 gegen den späteren Absteiger TSV Dachau III war der Rückstand beträchtlich. Doch die Männer vom Bayerischen Rigi gaben nicht auf. Mit fünf Siegen in Folge hielten sie die Mini-Hoffnung am Leben, im Fernduell mit Taufkirchen noch die Oberhand zu behalten. Und tatsächlich strauchelte der Spitzenreiter am letzten Spieltag, an dem die Hohenpeißenberger spielfrei waren.

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Taufkirchen musste zum Saisonabschluss binnen weniger Stunden zweimal ran. Zunächst gab es gegen die SpVgg Thalkirchen IV eine unerwartete 1:9-Pleite. Damit war klar, dass für den SV-DJK gegen Helfendorf ein Remis zu wenig wäre. Zwischendrin sah es sogar nach einer Taufkirchener Niederlage aus, doch nach einem 3:4-Rückstand drehte der Aufstiegsaspirant die Partie und gewann mit 6:4. Am Ende entschied zwischen Taufkirchen und Hohenpeißenberg (jeweils 31:5 Punkte) das Spielverhältnis – da hatte der SV-DJK die Nase vorn (86:62).

Wie so oft in den vergangenen Jahren stehen die Hohenpeißenberger in der Relegation. Am Sonntag, 27. April, geht es in einem Turnier gegen den gastgebenden TTC Warmisried (Achter Verbandsliga Südwest) und gegen die TSG Augsburg-Hochzoll (Zweiter Landesliga Westsüdwest). Der Erstplatzierte steigt auf.

Bezirksklasse A: Meister ohne eine Niederlage

Der Meistertitel der zweiten Mannschaft des TSV Hohenpeißenberg war letztlich keine Überraschung mehr. Zu dominant trat das Team auf. Und mit dem 8:3 über den SV Bernried im fünftletzten Spiel war auch rechnerisch schon alles klar. Ganz ohne Punktverlust kamen die Hohenpeißenberger (38:2 Punkte) dann aber doch nicht durch. Gegen Großweil und Schongau gab es jeweils ein 7:7-Remis. Die weiteren Plätze in der Tabelle nahmen die SG Peiting-Peißenberg II (27:13) und der SC Huglfing (27:13) ein.

Die Dominanz der Hohenpeißenberger spiegelt sich auch in diversen Einzel-Bilanzen wider. Daniel Vögl (19 Einsätze/42:0 Siege) und Martin Dunajski (16/33:0) gewannen gar alle ihre Partien. Gerhard Bertl (17/30:1) musste sich nur einmal – im vorderen Paarkreuz – geschlagen geben. Insgesamt kamen beim TSV über die Saison 13 Akteure zum Einsatz.

Pokal: Fünfsatz-Krimis in Verbandsendrunde

Einen Siegeszug legte der TSV Hohenpeißenberg II auch im Pokal hin. Das Team schaffte es im Wettbewerb für die Bezirksklassen bis ins Final-Four im Verbandsbereich. In Erolzheim gewannen Martin Dunajski, Daniel Vögl und Gerhard Bertl zunächst gegen den TSV Dachau VI (4:3) und den TTC Friedberg (4:2). Der Traum von der Teilnahme an der bayerischen Meisterschaft platzte allerdings im letzten Gruppenspiel.

Da verlor das TSV-Trio gegen den TSV Mindelheim mit 1:4. Beim Stand von 1:1 mussten die Hohenpeißenberger zwei hauchdünne Fünfsatz-Niederlagen hinnehmen – das war entscheidend. In beiden Duellen stand es im letzten Durchgang 9:9, am Ende gewannen die Mindelheimer jeweils mit 11:9. Das Einzel von Vögl gegen Chousein Amet ging ebenso auf diese Weise verloren wie das Doppel von Vögl/Dunajski gegen Amet/Thomas Handloser. „Wenn man so nah am Turniersieg dran ist, ist so ein Ausgang extrem bitter“, sagte Dunajski. Der TSV Mindelheim belegte anschließend im bayernweiten Final-Four hinter dem SV Hahnbach II (Oberpfalz) und dem TV Vohburg III (Oberbayern) den dritten Platz.

Bezirksklasse C: Perfekte Rückrunde gespielt

Als die Rückrunde begonnen hatte, lag die dritte Mannschaft des TSV Hohenpeißenberg auf dem dritten Tabellenplatz. Mit dem Optimum von neun Siegen aus neun Partien schob sich die Truppe noch nach vorn. Mit 33:3 Punkten holten sich die Hohenpeißenberger den Titel vor dem SC Burgrain II (31:5) und dem SV Hohenfurch (23:13).

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Die meisten Einsätze in der Rückrunde hatten Jürgen Bytomski (6 Einsätze/12:1 Siege), Tobias Hornik (9/15:3), Andreas Rössle (9/16:0) und Florian Gagel (5/7:0) vorzuweisen.

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