Im Mai 2026 erfolgt eine Gehaltserhöhung im öffentlichen Dienst um 2,8 Prozent. Allerdings werden die höheren Sozialabgaben den Zuwachs schmälern. Besonders Auszubildende profitieren.
Berlin – Beschäftigte von Bund und Kommunen sollten sich auf einige bedeutende Termine im Jahr 2026 vorbereiten. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den Zeitraum vom 11. bis 13. Februar angesetzt. Laut Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) steigen die Gehälter ab dem 1. Mai um 2,8 Prozent. Dies stellt die zweite Erhöhung des letzten Tarifabschlusses dar.
Bereits zum 1. April 2025 war die erste TVöD-Erhöhung vorgesehen, doch viele Beschäftigte mussten zuletzt lange auf die Auszahlung warten. Auch pädagogische Fachkräfte im Sozial- und Erziehungsdienst (TVöD SuE) werden Gehaltserhöhungen erhalten.
Mehr Geld im TVÖD, aber nicht für alle spürbar – Azubis mit größtem Gewinn
Ein Wermutstropfen bleibt: Trotz Gehaltserhöhung werden Angestellte laut öffentlicher-dienst-news.de nicht unbedingt mehr Geld auf dem Konto sehen. Die Beitragsbemessungsgrenzen sind seit Jahresbeginn gestiegen, wodurch mehr Beschäftigte mit ihrem Gehalt über die monatliche Bruttogrenze von 5.500 Euro rutschen und demnach höhere Sozialabgaben zahlen müssen.
Auszubildende hingegen können sich freuen. Ab dem 1. Mai erhalten sie monatlich 75 Euro mehr. Zusammen mit der Erhöhung von 2025 ergibt sich eine Steigerung um 150 Euro. Die Jahressonderzahlung beim Bund steigt je nach Entgeltstufe auf bis zu 95 Prozent, während sie bei der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) auf bis zu 90 Prozent ansteigt.
Ab diesem Jahr besteht die Möglichkeit, die Jahressonderzahlung in bis zu drei freie Tage umzuwandeln, sofern dies in Textform beantragt wird, erklärt der Verband der Beamten und Beschäftigten der Bundeswehr e.V. (VBB) auf seiner Webseite. Für Krankenhauspersonal sowie Pflege- und Betreuungspersonal gibt es stattdessen eine Erhöhung der Sonderzahlung.
Rettungsdienst arbeitet kürzer – Wahljahr bringt neue Dienstherren in den öffentlichen Dienst
Im Rettungsdienst wurde die Wochenarbeitszeit seit Jahresbeginn von 48 auf 46 Stunden reduziert. Eine weitere Senkung auf 44 Stunden ist für 2027 geplant. Die Gewerkschaft Verdi hatte ursprünglich eine maximale Arbeitszeit von 42 Stunden gefordert, was jedoch von den Arbeitgebern abgelehnt wurde.
In diesem Jahr stehen mehrere Wahlen an, die für Angestellte im öffentlichen Dienst neue Vorgesetzte bringen könnten: Kommunalwahlen finden in Bayern am 8. März, in Hessen am 15. März und in Niedersachsen am 13. September statt. Landtagswahlen sind in Baden-Württemberg am 8. März, in Rheinland-Pfalz am 22. März, in Sachsen-Anhalt am 6. September und in Mecklenburg-Vorpommern am 20. September angesetzt.
Zudem wird am 20. September in Berlin ein neues Abgeordnetenhaus gewählt, wie der Website der Bundeswahlleiterin zu entnehmen ist. (Quellen: öffentlicher-dienst-news.de, VBB, Verdi, Bundeswahlleiterin) (cur)