Ausblick für Winter 2025/2026: Globale Anzeichen deuten auf eine kältere Jahreszeit hin

Mehrere großräumige Wettermuster deuten laut „Severe Weather Europe“ darauf hin, dass der kommende Winter weltweit kälter ausfallen könnte als in den vergangenen Jahren. Entscheidend ist dabei die Entwicklung einer La Niña-Phase im Pazifik – einer Abkühlung der Meeresoberfläche, die etwa alle zwei bis drei Jahre auftritt und das globale Wetter stark beeinflusst.

Atmosphärisches „Herzschlagmuster“ deutet auf Kälte hin

Für den Winter 2025/26 erwarten die Modelle laut „Severe Weather Europe“ eine schwache bis mäßige La Niña, die in der Vergangenheit häufig zu frostigen Temperaturen in Nordamerika und Teilen Europas führte. Besonders betroffen sein könnten Kanada, der Norden der USA und Nordeuropa, während Südeuropa eher mildere Bedingungen erlebt.

Neben der La Niña-Phase spielt laut der Plattform „Severe Weather Europe“ auch der sogenannte Quasi-Biennial Oscillation (QBO) eine Rolle – ein regelmäßig wechselndes Windmuster in der Stratosphäre. Aktuell befindet sich diese Luftzirkulation in einer negativen Phase, die typischerweise den Polarwirbel schwächt. Wird dieser instabil, kann eisige Luft aus der Arktis bis weit nach Süden vordringen.

Erhöhte Schneewahrscheinlichkeit in den USA und Europa

Auf Basis ähnlicher Wetterlagen der letzten Jahrzehnte erwarten Meteorologen verstärkte Schneefälle in Nordamerika und in Teilen Mitteleuropas. In den Alpen sowie in Skandinavien könnte der Winter früh einsetzen und überdurchschnittlich viel Schnee bringen. Entscheidend für die Stärke der Kälteperiode sei laut den Analysen, wie sich der Polarwirbel im Laufe des Dezembers entwickelt.

Ein weiterer Frühindikator ist die Schneebedeckung über Sibirien im Oktober. Breitet sich dort früh Schnee aus, beeinflusst die Hochdrucksysteme und kann später Kaltluft nach Europa lenken. Die aktuellen Satellitenmessungen zeigen bereits eine überdurchschnittlich große Schneefläche – ein zusätzliches Signal für einen kalten Verlauf des Winters.

Piemont Berge Schnee
Auslöser für den frühen Schnee in Italien war laut Meteorologen ein Kaltlufteinbruch durch ein Tiefdruckgebiet (Symbolbild). Imago

So kommen Autofahrer sicher durch den Winter

Wenn der Winter so frostig ausfällt, wie Meteorologen prognostizieren, sollten sich auch Autofahrer rechtzeitig vorbereiten. Diese Dinge helfen, bei Kälte, Schnee und Pannen sicher unterwegs zu sein – eine Empfehlung von „Chip.de“.

  • Taschenlampe: Für Notfälle bei Dunkelheit – am besten griffbereit im Handschuhfach lagern.
  • Warme Decke: Hält bei einer Panne warm, bis Hilfe eintrifft – am besten aus Fleece oder Wolle.
  • Frostschutzmittel: Schützt die Scheibenwaschanlage vor dem Einfrieren – Reservekanister im Kofferraum aufbewahren.
  • Handfeger und kleine Schaufel: Damit lassen sich Schnee und Eis schnell vom Auto entfernen.