Ein Hin und Her beim Neubau des Landsberger Landratsamtes: War Landrat Thomas Eichinger (CSU) bis vor kurzem noch davon überzeugt, den Beschluss über die Fortsetzung der Planungen in nichtöffentlicher Sitzung zu fassen, hat er sich jetzt umentschieden. Der Neubau hat es auf die Tagesordnung der öffentlichen Kreistagssitzung am Montag geschafft.
Landsberg - Am gestrigen Donnerstag, 18. Juli, ging eine Ergänzung für die Tagesordnung der Kreistagssitzung am Montag, 22. Juli, ein. In der öffentlichen Sitzung findet jetzt auch der Punkt „Neubau des Landratsamtes des Landkreises Landsberg am Lech; Antrag der Bayernpartei vom 27.06.204“ Platz. Erst danach folgt die nichtöffentliche Sitzung.
Die Bayernpartei stellte damals einen „Antrag zur Einstellung aller Planungsaktivitäten der Außenstelle des ‚Lechkiesels‘“ und sprach sich für die Neuplanung „als dezidierter Zweck- und Verwaltungsbau“ aus. Die Neuausschreibung des Planungswettbewerbes solle „mit der klaren Zielvorgabe eines Baukörpers in Beton, Stahl und Glas“ erfolgen. Dieser müsse in der Höhe erweiterbar sein. Man solle sich vom „Prestigeobjekt“ abwenden und auf „Handwerk, Technik, Minimalismus, Funktionalität und einfache geometrische Formgebung“ setzen – in Anlehnung an die Bauhausarchitektur. Die entstandenen Planungskosten müssten zwar abgeschrieben werden. Aber nur so könne man die Kreisbürgerschaft vor „einer unkalkulierbaren Kostenexplosion“ schützen.
Kritik gab es in den letzten Wochen aber nicht nur von der Bayernpartei. Auch die Kreistagsfraktionen der Grünen und der ÖDP äußerten sich kritisch, vor allem bezüglich der Kosten. Auch die SPD wendete sich gegen die Notwendigkeit des Baus in seiner jetzigen Form.
Ein ausführlicher Bericht zur Kreistagssitzung folgt.