SPD zum Landsberger Landratsamts-Neubau: Zweck- oder Prestigeprojekt?

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Vorrangig ein Prestige- denn ein Zweckbau? Auch die Kreistagsfraktion der SPD kritisiert die Kosten für den Landratsamts-Erweiterungsbau in Landsberg. Zudem gebe es immer noch keine Kostenaufstellung für unter anderem die Mieten der aktuellen Außenstellen. © Hascher Jehle Architektur

„Eine auf Fakten basierende Abstimmung zum jetzigen Zeitpunkt ist nicht möglich“, konstatiert die Kreistagsfraktion der SPD. Dennoch solle über den Erweiterungsbau des Landratsamtes am Penzinger Feld am 25. Juni im Kreistag abgestimmt werden.

Die Zusammenlegung der Außenstellen sei notwendig, betont auch die Kreis-SPD in ihrer Pressemitteilung, man stehe einem Erweiterungsbau nicht „grundsätzlich negativ gegenüber“. Dennoch, unterstützt sie die Argumentation der Grünen-Fraktion, ist ihr der Kostenunterschied zwischen Start der Planung (rund 35 Millionen Euro) und jetzigem Stand (rund 100 Millionen Euro, ein geschätzter Wert, „bei denen es erfahrungsgemäß während der Bauphase nicht bleiben wird“) ein Dorn im Auge. Die im Juni geforderte Abstimmung zum weiteren verfahren bezüglich des Landratsamts-Erweiterungsbaus sei aber vor allem mangels fehlender Daten nicht möglich: Trotz dem SPD-Antrag im Juli letzten Jahres habe das Landratsamt keine Zahlen geliefert, auch nicht über die aktuellen Mieten, die für die Außenstellen gezahlt werden müssten. „Für eine Entscheidungsfindung ist es allerdings wichtig alle Zahlen zu kennen und auch genug Zeit zu haben, diese vor der Abstimmung zu evaluieren.“ So gebe es keine Grundlage, auf Basis derer man, auch angesichts bereits beschlossener Projekte oder auch dem dringend notwendigen Frauenhaus, so eine weitreichende Entscheidung treffen könne.

Landratsamts-Erweiterungsbau in Landsberg: Erst nachrangig sachdienlich?

Auch die SPD wendet sich gegen die Notwendigkeit des Baus in seiner jetzigen Form. Man müsse sich fragen, ob auch angesichts des erweiterten Home-Office und mobilen Arbeitens „eine Erweiterung nicht auch kostengünstiger zu realisieren ist“. Bereits jetzt mache die gestiegene Kreisumlage den Gemeinden zu schaffen, durch den Bau werde sie wohl weiter steigen. „Werden Steuergelder hier nützlich und sparsam für einen sachdienlichen Bau ausgegeben, der optisch auch ansprechend ist oder werden sie für einen vorrangig der Optik dienenden Bau ausgegeben, der erst nachrangig sachdienlich ist? Viele offene Fragen, welche ohne die rechtzeitige Offenlegung der Zahlen nicht beantwortet werden können.“

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