Gefälschte Bank-SMS: Frau verliert 5300 Euro nach falscher Reaktion

Laura erhielt am 30. Dezember 2025 gegen halb fünf eine SMS, die im gleichen Nachrichtenverlauf wie die echten Mitteilungen ihrer Bank (ING) eintraf. In der Nachricht stand, dass jemand von Melilla aus versuche, auf ihr Konto zuzugreifen, und sie solle, falls sie das nicht selbst sei, auf einen Link klicken. 

Unglücklicherweise folgte sie dieser Anweisung. Der Link führte auf eine Seite, die exakt wie die gewohnte ING-Seite aussah. Dort gab Laura ihre persönliche Zugangskennung ein. Kurz darauf riefen die Betrüger sie an, gaben sich als Bankmitarbeiter aus, bestätigten einen angeblichen Zugriffsversuch und "sperrten" mit ihrem Einverständnis das Konto. Über den Betrugsfall berichtet das spanische Portal "La Roja".  

Frau verliert 5300 Euro, nach gefälschter Bank-SMS: Betrüger eröffneten neues Konto auf ihren Namen

In der Nacht zu Silvester wurden sie durch Benachrichtigungen von ING über Kontobewegungen geweckt. Ohne ihr Wissen war ein neues Konto auf ihren Namen eröffnet worden. Von ihrem ursprünglichen Konto wurde fortlaufend Geld auf dieses neue Konto überwiesen und dann an Dritte weitergeleitet. 

Als sie das bemerkte, rief sie sofort bei ING an und ließ ihr Konto sperren. Dennoch fehlten bereits 5300 Euro. Laura erstattete Anzeige bei der Polizei. Nun steht ihr ein längerer Prozess bevor, um das Geld zurückzubekommen. "Es ist sehr ärgerlich und man schämt sich", fasst sie ihre Gefühle gegenüber "La Roja" zusammen.

Betrugsmaschen im Internet sind weiter auf dem Vormarsch

Es passiert auch in Deutschland immer häufiger, dass Betrüger gefälschte Nachrichten von Banken verschicken. Kunden sollten daher verdächtige Nachrichten immer kritisch prüfen, offizielle Apps oder Webseiten der Banken nutzen und im Zweifel Rücksprache mit ihrer Filiale halten. Nur so lassen sich Konten zuverlässig vor Betrug schützen. 

Betrugsmaschen im Internet sind weiter auf dem Vormarsch: Der Spam- und Phishing-Report von Kaspersky für das Jahr 2024 erfasste 26 Prozent mehr Phishing-Angriffe als im Vorjahr (insgesamt 710 Millionen Vorfälle).

Woran Sie Phishing-Mails erkennen können 

Es gibt einige Merkmale, an denen Sie erkennen können, ob es sich um eine betrügerische Nachricht handelt. Die Verbraucherzentrale fasst diese so zusammen: 

  • Fehler in der Nachricht: Es gibt Rechtschreib- oder Grammatikfehler in der Nachricht. Das kann darauf hindeuten, dass die Nachricht aus einer anderen Sprache übersetzt worden ist.
  • Anrede: Es ist charakteristisch für Phishing-Mails, dass die Anrede unpersönlich erfolgt.
  • Dringlichkeit: Es gibt einen dringenden Handlungsbedarf, weil der Account sonst eingeschränkt wird. Damit sollen Kunden unter Druck gesetzt werden.
  • Link oder Daten: Sie sollen auf einen Link klicken, Daten eingeben oder etwas herunterladen, all dies können Anzeichen für einen Betrugsversuch sein.
  • Absender: Kontrollieren Sie die Absenderadresse – dafür fahren Sie mit der Maus über das entsprechende Schaltfeld. 

Des Weiteren sollten Sie sich immer auf den offiziellen Seiten des Anbieters informieren, wenn Sie den Verdacht haben, dass es sich um eine echte Forderung handeln könnte.