Italien-Anwohner toben über Olympia-Irrsinn – „Um Geld zu verdienen, zerstört man Berge“

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Olympia-Chaos in Cortina: Für die Olympischen Winterspiele in Italien halten die Bauarbeiten an. In den sozialen Medien wettern viele gegen das Event.

Cortina – Viele Menschen freuen sich bereits auf die Olympischen Winterspiele 2026. Diese finden ab dem 6. Februar in Mailand sowie Cortina d‘Ampezzo statt. Anwohner der italienischen Bergregion zeigen sich jedoch alles andere als begeistert von dem großen Event. Die Bauarbeiten für eine Olympia-Cabinovia sind nämlich noch in vollem Gange.

Die Olympischen Winterspiele von Mailand-Cortina 2026 sollten ein Fest des Sports werden. Doch nur wenige Wochen vor der Eröffnungsfeier gibt es besorgniserregende Bilder aus der italienischen Bergregion: Mitten in der Hochsaison wird noch immer an der Gondelbahn Cabinovia Apollonio-Socrepes gearbeitet, die für die Olympischen Spiele von entscheidender Bedeutung sein soll. Das Posting, das diese Aufnahmen zeigt, landete auf Facebook und sorgt dort für heftige Diskussionen unter den Nutzern.

Viele zeigen sich entsetzt über Olympia-Bilder aus Italien: „Sieht aus wie Anfang September“

Die Bilder zeigen eine Baustelle ohne Schnee, auf der schwere Maschinen arbeiten – bereits Anfang Januar war über eine Schnee-Knappheit berichtet worden. Ein Nutzer kommentiert sarkastisch: „Sieht aus wie Anfang September, nicht Mitte Januar.“ Für einige wirke die Landschaft nicht wie ein Wintersportgebiet kurz vor Olympia. „Wow, Cortina ist dieses Jahr die Perle der grünen Weiden“, spottete eine weitere Person. Die fehlende Schneedecke ist jedoch nicht das einzige Problem, das die Nutzer beschäftigt.

Besonders brisant: Mehrere Kommentatoren weisen darauf hin, dass die Cabinovia auf instabilem Grund errichtet wird. „Entschuldigung, aber ist das nicht die berühmte, die über einem Erdrutschgebiet gebaut wird?“, fragt ein besorgter Nutzer. Eine andere Person bestätigt diese Befürchtung: „Leider ja.“ Ein weiterer Kommentator ergänzt: „Genau die, bei der sich zwei Weltmarktführer im Seilbahnbau geweigert haben, sie zu bauen.“ Diese Aussage wird von mehreren Nutzern bestätigt.

Sicherheitsbedenken drücken die Vorfreude auf Olympia in Italien

Mehrere Nutzer äußern massive Sicherheitsbedenken. „Ich werde auf jeden Fall niemals mit dieser Cabinovia fahren“, schreibt eine Person entschieden. Ein anderer Nutzer warnt: „Wenn ein Meter Schnee fällt, seid ihr in der Scheiße.“ Die Sorgen werden durch weitere technische Details verstärkt: „Der Stahlbeton zur Stützung der Masten – besonders im Winter – hat keine Zeit, richtig auszutrocknen, wie er sollte. Eine Arbeit, die mit den Füßen gemacht wurde.“

Die Diskussion zeigt auch grundsätzliche Kritik an den Olympischen Spielen. „Um Geld zu verdienen, zerstört man die Berge“, bringt ein Nutzer die Stimmung vieler auf den Punkt. Ein anderer kommentiert resigniert: „Für Geld verkaufen sie alles.“ Die Olympischen Spiele werden von vielen als „Verschwendung von Geld und Zerstörung der Umwelt“ gesehen. Besonders bitter: „Was für eine weltweite Blamage sie gerade hinlegen“, schreibt ein Nutzer über den Zustand der Vorbereitungen.

Einige zeigen sich optimistisch: „Alles wird fertig sein“

Trotz aller Kritik gibt es auch optimistische Stimmen. Ein Nutzer, der nach eigenen Angaben alle Arbeiten verfolgt hat, versichert: „Alles wird fertig sein.“ Er räumt allerdings ein: „Etwas wird sicherlich nach den Olympischen Spielen fertiggestellt werden, wie zum Beispiel die unterirdische Garage am Startbahnhof der Cabinovia oder die Umgehungsstraße.“ Die Realität vor Ort scheint jedoch eine andere Sprache zu sprechen, wie ein anderer Nutzer berichtet: „Es funktioniert nichts, es wird sicherlich ein großer Flop. Sie schaffen es nicht, es zu verbergen, und es ist immer noch alles eine Baustelle – bin letzte Woche vorbeigefahren.“

Die Echtheit sowie die Aktualität der Bilder lässt sich nicht endgültig verifizieren, werden von den lokalen Kommentaren aber bestätigt. Die Situation zeigt exemplarisch die Probleme vieler Olympia-Baustellen: Zeitdruck, fragwürdige Vergabepraktiken und Umweltbedenken treffen auf die Realität des Klimawandels und fehlenden Schnees. Nur wenige Wochen vor Beginn der Spiele bleiben viele Fragen offen – nicht nur bezüglich der rechtzeitigen Fertigstellung, sondern auch hinsichtlich der Sicherheit der geplanten Anlagen. (Quellen: Facebook, olympics.com) (rd)

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Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/welt/italien-anwohner-toben-ueber-olympia-irrsinn-um-geld-zu-verdienen-zerstoert-man-berge-94132180.html