Kindergärtnerin platzt der Kragen: „Mütter, wie Sie“ haben sie zur Kündigung gebracht

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Eine junge Kindergärtnerin ist krank daheim, dann kommt ein Anruf. Was danach geschieht, entfacht eine hitzige Debatte über Respekt und klare Grenzen.

Eine junge Kindergärtnerin aus Österreich schildert auf Reddit eine Situation, die viele bewegt hat. In dem Forum bewerten Nutzer regelmäßig, ob jemand in Alltagskonflikten richtig gehandelt hat. Die 21‑Jährige beschreibt, dass sie ihre Arbeit liebt, aber schlechte Bedingungen sie zermürben. Aus sechs Stunden werden oft zehn, Pausen entfallen, Überstunden bleiben unbezahlt. Krank war sie fast nie, bis sie hohes Fieber bekam und Gespräche absagen musste – mit einer hitzigen Wendung.

Schild bei der Kita: „Liebe Eltern, ab hier schaffen wir es alleine! Danke!“
Care-Arbeit braucht Grenzen: Erzieherinnen sind keine 24/7‑Hotline. Die Community rät zu strikten Grenzen und ohne Privatnummern. (Symbolbild) © IMAGO / Sven Simon

In ihrem Beitrag erklärt die Erzieherin, dass sie während ihrer Krankmeldung einer Mutter absagen musste. Mit Zustimmung der Leitung sei ihre private Telefonnummer weitergegeben worden, um einen neuen Gesprächstermin zu vereinbaren. Diese Mutter habe sie daraufhin am Telefon heftig attackiert: „Es fallen Sätze wie ‚Die Jugend von heute denkt, sie kann sich Termine richten, wie sie will‘ und ‚Was mir einfällt, krank zu werden, wenn mich die Kinder brauchen‘.“ Daraufhin habe sie ruhig entgegnet: „Mütter, wie Sie und die Tatsache, dass man nicht mehr krank sein darf, führen dazu, dass einer nach dem anderen kündigt. Ich übrigens auch.“

„Du bist kein Sklave der Eltern.“

Auf Reddit überwiegt klar die Rückendeckung. Nutzer u/Massive_Top7909 schreibt: „Bitte lerne mal Grenzen zu setzen. Private Nummer rausgeben geht gar nicht. Ohne Pause arbeiten auch nicht.“ Nutzer u/HoldFastO2 ergänzt: „Deine Leitung hätte der Frau direkt sagen müssen, ein neuer Termin wird erst vereinbart, wenn die kranke Mitarbeiterin wieder gesund ist.“ Viele fordern klare Distanz‑Regeln und verweisen auf Pausenpflicht.

Mehrere Stimmen sehen auch rechtliche Baustellen. Nutzer u/Tommmmiiii urteilt: „Das schreit eigentlich nach einer Arbeitsschutzklage.“ Andere raten zur Dokumentation aller Stunden und einer Meldung bei der Arbeiterkammer. Manche erzählen aus dem Elternalltag und zeigen Verständnis. Nutzer u/Push_the_blue_button fasst knapp: „Du bist kein Sklave der Eltern.“ Der Tenor: Krankheit ist keine Verfehlung, sondern Realität an jedem Arbeitsplatz, genauso wie in Kitas.
Auch wichtig: „Geht gar nicht“ – Kita-Leiterin kritisiert dieses beliebte Elternverhalten.

Es gibt auch Kritik an Ton und Vorgehen. Nutzer u/Sad‑Stage‑8998 meint: „Sie können gerne einen neuen Termin mit der Kita-Leitung vereinbaren.“ Besser professionell abkoppeln und auflegen, heißt es. Nutzer u/RoteTablette bewertet die Ansage als Trotz. Nutzer u/Shin_Almighty nennt die Reaktion „unprofessionell“, empfiehlt ein Ende des Gesprächs und klare Regeln. Die Minderheit fordert mehr Deeskalation seitens der Erzieherin.

Am Ende zeichnet sich jedoch ein halbwegs versöhnlicher Ausweg ab. OP meldet: „Hab nächste Woche Bewerbungsgespräche und ab dem 1. März bin ich von der Einrichtung weg“. Sie will Überstunden und Pausenverstöße bei der Arbeiterkammer melden. Und noch ein Aufreger kocht hoch: Eine Gruppe zahlt 20 Euro „No‑Show“-Gebühr, weil sie zu acht kamen statt zu neunt.

Информация на этой странице взята из источника: https://www.merkur.de/welt/kindergaertnerin-kuendigt-nach-anruf-von-wuetender-mutter-94131752.html