Wo übernachten die Stars bei Olympia 2026? Alles zu den neuen, nachhaltigen Athletendörfern in Mailand und Cortina und ihrer Zukunft als Studentenviertel.
Mailand / Cortina – Im Februar steigen in Mailand und Cortina d’Ampezzo die Olympischen Winterspiele 2026. Für den prall gefüllten Terminkalender mit 116 Wettbewerben werden rund 3000 Athletinnen und Athleten aus aller Welt in der norditalienischen Ski-Region zu Gast sein und versuchen, sich die begehrten Gold-Medaillen in den bekannten und neuen Disziplinen des Events zu sichern.
Was die Schlafmöglichkeiten betrifft, kommen die Olympioniken auf jeden Fall auf ihre Kosten. Olympia 2026 setzt nämlich neue Maßstäbe bei den Athletendörfern. Statt temporärer Bauten entstehen nachhaltige Stadtviertel mit einer klaren Zukunft. Wo werden die Sportlerinnen und Sportler untergebracht und was passiert mit den Olympischen Dörfern nach den Spielen? Hier ist der Lageplan aller sechs Standorte.
Olympia 2026 stellt Athletenstätten in sechs Orten zur Verfügung
| Olympisches Dorf | Welche Athleten | Kapazität | Besonderheiten | Nachnutzung |
|---|---|---|---|---|
| Mailand | Hauptsächlich Eissportarten | 1.700 Betten | Neu gebaut, Nullenergie-Gebäuden, Photovoltaikanlagen und Regenwasserwiederverwendungssystemen | Umwandlung in ein modernes Studentenwohnheim |
| Cortina d’Ampezzo | Ski Alpin, Bob, Rodel, Skeleton, Curling | 1.400 Betten | Spektakuläre Kulisse, barrierefrei, minimale Umweltbelastung | Keine klaren Pläne |
| Livigno | Ski-Freestyle, Snowboard | Mind. 800 Betten | Konzept aus drei bestehenden Hotels, Gute Lage nahe des Stadtzentrums | Rückkehr zum Hotelbetrieb |
| Predazzo | Nordische Skisportarten | Ca. 750 Betten | Mischung aus bestehenden Gebäuden, modernisierten Pavillons und neuen Strukturen, Gute Anbindung zu den Wettkampfstätten | Rückkehr zu den ursprünglichen Funktionen |
| Antholz/Anterselva | Biathlon | 300 Betten | Konzept aus vier bestehenden Hotels, Gute Anbindung zu den Wettkampfstätten | Rückkehr zum Hotelbetrieb |
| Bormio | Ski Alpin, Skibergsteigen | Ca. 400 Betten | Konzept aus vier bestehenden Hotels, Gute Anbindung zu den Wettkampfstätten, spektakuläre Kulisse | Rückkehr zum Hotelbetrieb |
Vom Güterbahnhof zum grünen Viertel: Das Olympische Dorf in Mailand
Umbau: Die Athletenstätte in Mailand hat eine beeindruckende Transformation hinter sich. Der ehemalige Güterbahnhof „Scalo di Porta Romana“ in Mailand wurde für die Olympischen Winterspiele von einer Industriebrache zum nachhaltigen Stadtquartier umgebaut und renoviert.
Struktur und Kapazität: Mit sechs neuen Gebäuden und zwei umgebauten historischen Strukturen kommt das Projekt der Architekturfirma Skidmore, Owings & Merrill (SOM) in Zusammenarbeit mit Outcomist und Progetto CMR auf eine Gesamtfläche von 46.620 Quadratmetern mit einer Bruttogeschossfläche von 53.380 Quadratmetern. Hier können insgesamt bis zu 1.700 Olympioniken und Offizielle untergebracht werden.
Athleten in Mailand: In Porta Romana werden hauptsächlich alle Athletinnen und Athleten der Eissportarten untergebracht werden.
Besonderheiten für die Sportler: Den Olympioniken stehen moderne Unterkünfte und Nutzungsräume wie Wellness-Bereiche und einem Trainings-Center zur Verfügung. Zudem gibt es mehrere Gemeinschaftsbereiche zur Freizeitgestaltung.
Gesamtprojektkosten: Die Kosten für das Olympische Dorf in Mailand belaufen sich auf etwa 330 Millionen Euro. Diese werden laut den Entwicklern vollständig von privaten Investoren übernommen. Es fließen keine öffentlichen Steuergelder in den Bau.
Das zentrale Olympische Dorf in Mailand wird auch in Zukunft eine wichtige Rolle in der italienischen Metropole spielen. So wird die Stätte im Stadtteil Porta Romana nicht abgebaut werden oder in Vergessenheit geraten, sondern im Rahmen eines modernen Studentenwohnheims weiter seine Bedeutung für die Einwohner Mailands behalten. Auch Sozialwohnungen, Parks und öffentlichen Plätzen sollen hier nach Olympia 2026 errichtet werden.
Die Nachhaltigkeit generell ist ein Kernaspekt der zentralen Athletenstätte. Das Dorf in Mailand wird als Nahezu-Null-Energie-Gebäude konzipiert, nutzt eine Holz-Hybrid-Bauweise, erzeugt über 30% seiner Energie selbst durch Solaranlagen und sammelt Regenwasser, um den Trinkwasserverbrauch zu senken. Nach den Olympischen Spielen wird die Konstruktion als modernes Studentenwohnheim weiterverwendet.
Drei Hotelzusammenschlüsse sorgen für optimale Nachnutzung
Neben dem Haupt-Dorf in Mailand werden auch fünf weitere Städte in Norditalien als Herberge der Olympioniken dienen. In den Städten Livigno, Bormio und Antholz/Anterselva werden ebenfalls mehrere hundert Athletinnen und Athleten ihren Schlafplatz während der Olympischen Winterspiele im Februar 2026 beziehen.
In allen drei Städten dient ein Hotelzusammenschluss von drei bis vier Herbergen als Olympisches Dorf. Diese bieten den Olympioniken eine nahe Anbindung zu den Außen-Wettkampfstätten in den norditalienischen Alpen-Regionen. Auch die Nachhaltigkeit ist hierbei ein großes Thema. So werden alle drei Stätten nach Ende der Olympischen Winterspiele zum normalen Hotelbetrieb zurückkehren.
Verwendung des Olympischen Dorfs in Cortina ist noch fraglich
In Predazzo werden alle Teilnehmer der Nordischen Skisportarten untergebracht werden. Ähnlich wie im Konzept der drei Hotelzusammenschlüsse bilden eine Mischung aus bestehenden Gebäuden, modernisierten Pavillons und neuen Strukturen das Olympische Dorf in der Gemeinde der Provinz Trient. Diese werden ebenfalls nach Ende der Spiele zu ihren ursprünglichen Funktionen zurückkehren.
Das einzige Fragezeichen, was nach Olympia 2026 mit den Olympischen Dörfern passiert, gibt es nur bei der zweitgrößten Athletenstätte in Cortina. Insgesamt werden hier 1.400 Olympioniken der Sportarten Ski Alpin, Bob, Rodel, Skeleton, Curling während der Winterspiele wohnen, einen Plan für die Nachnutzung der Spiele gibt es allerdings noch nicht.
Jedoch werden sich die Ausrichter der Olympischen Spiele 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo auch hier bis zum Auftakt der Spiele am 04. Februar noch weiter Gedanken machen. Mit den vorgestellten Dörfern und Athletenstätten steht einem reibungslosen Ablauf des Großereignisses, welches zu weiten Strecken auch im Free-TV übertragen wird, nichts mehr im Wege. (seb)
FAQ zum Olympischen Dorf bei Olympia 202
Wo befindet sich das zentrale Olympische Dorf bei Olympia 2026?
Das größte und zentrale Olympische Dorf für Olympia 2026 entsteht in Mailand auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs „Scalo di Porta Romana“. Hier werden hauptsächlich die Athletinnen und Athleten der Eissportarten untergebracht.
Wie viele Olympische Dörfer gibt es bei Olympia 2026?
Aufgrund der weiten Verteilung der Wettkampfstätten gibt es bei Olympia 2026 insgesamt drei offizielle Athletendörfer: ein großes in Mailand sowie zwei kleinere in Cortina d‘Ampezzo und Livigno für die Athleten der Schneesportarten.
Was passiert mit dem Olympischen Dorf in Mailand nach Olympia 2026?
Das ist die große Besonderheit: Das Dorf wird nach den Spielen nicht zurückgebaut, sondern in ein neues, lebendiges Stadtviertel umgewandelt. Die rund 1.700 Athleten-Betten werden zu dringend benötigten Studentenwohnungen.
Wer hat das Olympische Dorf für Olympia 2026 in Mailand entworfen?
Der Entwurf für das zukunftsweisende Olympische Dorf in Mailand stammt vom renommierten internationalen Architekturbüro Skidmore, Owings & Merrill (SOM), das für seine nachhaltigen und innovativen Großprojekte bekannt ist.
Ist das Olympische Dorf von Olympia 2026 besonders nachhaltig?
Ja, Nachhaltigkeit ist ein Kernaspekt. Das Dorf in Mailand wird als Nahezu-Null-Energie-Gebäude konzipiert, nutzt eine Holz-Hybrid-Bauweise, erzeugt über 30% seiner Energie selbst durch Solaranlagen und sammelt Regenwasser, um den Trinkwasserverbrauch zu senken.
Wo wohnen die Ski-Alpin-Stars während Olympia 2026?
Die Athletinnen und Athleten der alpinen Skiwettbewerbe sowie der Bob-, Rodel- und Curling-Wettbewerbe werden im Olympischen Dorf in Cortina d‘Ampezzo untergebracht sein, nahe ihrer Wettkampfstätten.
Gibt es auch ein Olympisches Dorf für die Snowboarder bei Olympia 2026?
Ja, für die Snowboard- und Freestyle-Athleten wird ein eigenes Olympisches Dorf in Livigno errichtet, direkt im Herzen des „Valtellina-Clusters“, wo ihre Wettkämpfe stattfinden.
Wie viele Athleten wohnen im Olympischen Dorf von Olympia 2026 in Mailand?
Das Olympische Dorf in Mailand ist für die Unterbringung von rund 1.700 Athletinnen, Athleten und Offiziellen während der Winterspiele 2026 ausgelegt.
Wird das Olympische Dorf von Olympia 2026 privat oder mit Steuergeld finanziert?
Das Leuchtturmprojekt in Mailand wird laut den Entwicklern vollständig von privaten Investoren finanziert, darunter COIMA SGR, Covivio und die Prada Holding. Es fließen keine öffentlichen Steuergelder in den Bau.
Wann soll das Olympische Dorf für Olympia 2026 fertig sein?
Die Übergabe des fast fertigen Olympischen Dorfes in Mailand an das Organisationskomitee von Milano Cortina 2026 ist für den Herbst 2025 geplant, rechtzeitig vor Beginn der Winterspiele im Februar 2026.