Große Sorgen in Italien kurz vor Olympia-Start

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Wenige Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele in Italien bereiten Bilder aus Bormio große Sorgen. Akuter Schneemangel gefährdet die Ski-Wettbewerbe.

Bormio – Die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina d‘Ampezzo rücken unaufhaltsam näher, doch die italienischen Gastgeber kämpfen noch immer mit erheblichen Herausforderungen. Während in den Alpenregionen der Naturschnee weiterhin auf sich warten lässt, bereiten unfertige Sportstätten zusätzliche Sorgen.

Die Olympischen Ringe in Bormio – vor Beginn der Winterspiele herrscht hier akuter Schneemangel.
Die Olympischen Ringe in Bormio – vor Beginn der Winterspiele herrscht hier akuter Schneemangel. © IMAGO / Kyodo News

Besonders dramatisch zeigt sich die Situation in Bormio, wo die alpinen Herren-Wettbewerbe auf der legendären Stelvio-Piste stattfinden sollen. Webcam-Aufnahmen aus dem norditalienischen Skiort offenbaren ein besorgniserregendes Bild: Im Tal liegt überhaupt kein Schnee, auf 1.945 Meter Höhe werden laut dem Portal Bergfex lediglich 20 Zentimeter gemessen. Der Start der Olympia-Abfahrt befindet sich nur wenig höher auf 2.255 Metern.

Kurz vor Olympia-Start: Schneeprobleme in Bormio bereiten Veranstaltern Sorge

Grüne Wiesen erstrecken sich bis weit hinauf in die Berge, wo normalerweise eine geschlossene Schneedecke die Landschaft prägen sollte. Ein schmales, weißes Band aus Kunstschnee deutet an, wo die Weltklasse-Skifahrer in wenigen Wochen den Berg hinunterrasen sollen. Seit mehr als einem Monat hat es in der Region nicht mehr geschneit, den letzten Neuschnee gab es am 25. November 2025.

Die Schneemisere beschränkt sich nicht nur auf Bormio. Auch an anderen Olympia-Standorten wie Livigno, wo die Snowboard- und Ski-Freestyle-Wettbewerbe stattfinden sollen, gibt es akuten Schneemangel. Dazu gab es zuletzt Probleme und Verzögerungen bei der Produktion von Kunstschnee. „Wir befinden uns nun in einer Situation, in der wir nie hätten sein dürfen“, kritisierte zuletzt FIS-Präsident Johan Eliasch unter anderem die italienische Regierung, die eingeplante Gelder nicht freigegeben habe.

Inzwischen sollen die Probleme mit der Schneeproduktion in Livigno aber behoben sein. „Wir können 28.000 Kubikmeter Schnee pro Tag garantieren. Alle 53 Schneekanonen sind voll funktionsfähig“, erklärte Massimo Saldini, CEO von „SiMiCo“, dem für die Errichtung der olympischen Anlagen zuständigen Unternehmen. Bereits 160.000 Kubikmeter Kunstschnee seien produziert worden.

Neben den Schneeproblemen bereiten den Veranstaltern auch unfertige Sportstätten weitere Sorgen. Die Milano Santagiulia Ice Hockey Arena, in der 22.000 Zuschauer die Eishockey-Spiele verfolgen sollen, gleicht noch immer einer Großbaustelle. Gerüste stehen herum, in einigen Sektoren fehlen noch die Sitze, und auch die Anfahrtswege für Fußgänger sind noch nicht fertiggestellt. Für die Veranstalter gibt es vor der feierlichen Eröffnungszeremonie der Spiele am 6. Februar also noch einiges zu tun. (LuHa)

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